Erdogan schon klein mit Hut?

Merkel hat ihn bestimmt nicht eingeschüchtert, es muss etwas anderes dahinter stecken, dass angeblich keine Auftritte von türkischen Ministern in Deutschland mehr stattfinden sollen.

Cartoon by valeriy osipov / Flickr (CC BY 2.0)

Das heißt aber nicht, dass Merkel gar nichts damit zu tun haben muss – im Gegenteil. Erdogan braucht Merkel für seinen Islamisierungskurs. Er kann gar kein Interesse daran haben, dass sie nicht wieder gewählt wird.

Ebenso ist die SPD nützlich für Erdogan und umgekehrt. Die Genossen brauchen die Türken mit deutschem Pass, damit sie gewählt werden. Dem angeblichen Schulz-Hype sollte niemand ernst nehmen. Es darf nicht allzuviel Porzellan auf allen Seiten zerschlagen werden.

Damit alle Gesicht wahren können, kam die Ankündigung auch nicht von Erdogan selbst, sondern der UETD, die nichts anderes als ein AKP Ableger in den Gastländern ist. Wie in den Niederlanden Ministerpräsident Rutte noch ein paar Punkte gut machen konnte, wird jetzt das „harte Durchgreifen“ der Bundesregierung als „Sieg der Demokratie“ verkauft – und das auch noch ohne Schlagstock und Pfefferspray.

Gleichzeitig wird die Geschichte erzählt, die Rechtspopulisten bräuchten Erdogan, seien mit ihm gar wesensverwandt und würden aus seinen Aggressionen Nutzen ziehen. Das weiß auch der Erdogan. Die AfD ist aktuell abgesackt und dabei soll es bleiben. Angeblich liegt die SPD vor der Union, aber Hauptsache, die wahren Demokraten behalten die Oberhand. Die Wahrheit wird so lange umgedeutet, bis sie irgendwie plausibel erscheint. Und dann ist da noch diese seltsame Zeugin beim NSU-Untersuchungsausschuss aufgetaucht, kurz bevor die Absage der Wahlkampfauftritte kam. Hat der türkische Geheimdienst doch mehr mit der Sache zu tun und war das als diplomatische Warnung gedacht, dass es da die ein oder andere belastende Akte für die türkische Regierung geben könnte? Einen weiteren Hinweis gaben die Schlapphüte bereits mit ihrer Ansage, dass die Gülen-Bewegung nichts mit dem Putsch zu tun habe. Spekulativ sind solche Gedankengänge, aber nicht unberechtigt.

Gar nicht spekulativ ist die simple küchenpsychologische Einschätzung über den einfach gestrickten Osmanenführer. Für derlei schlichte Gemüter braucht es kein aufwändiges Gutachten. Klein beigegeben hat Erdogan keineswegs, er hält nur die Luft an, er kann nicht anders, er hat den Punkt ohne Wiederkehr überschritten.

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4 Kommentare

  1. Vielleicht hat Gospodin Vlad ihm eine paar Töne gegeigt ?
    Auch hier haben die Amis wieder eintreffendes Wörtchen:
    The shorter the cock, the bigger the boom.

  2. Hunde die bellen, beißen nicht! (Eine alte Bauernweisheit!)
    Erdogan dürfte erhebliche Probleme haben, wenn er so rumeiert. Er hilft Merkel nach rechts zu ziehen und damit die Wahlen in D holen. Seine innerkonjunkturelle Situation muss ein Desaster sein! Ansonsten muss man sich vorstellen, was es bedeutet, 120.000 Leuten, in der Machtstruktur, den „guten“ Job zu nehmen. Viel böses Blut! Die Kurden reiben sich die Hände. Von Gülen sind wir uns sicher!
    D/EU ist schon besetzt und die Moslems brauchen nur ein paar Jahre zu warten und übernehmen von der Kommunalpolitik angefangen, die Bundespolitik. Warum sollten die, jetzt, auf Konfrontationskurs gehen!?
    Der einzige Grund, die Auslandstürken so „aufzuheizen“ ist, dass doch ein 9/11 2.0 auf dem Programm des westl. Staatsterror steht. Erdogan führt die „Diktatur Total“ ein, wie von den vE gewünscht! Die EU ist es schon, aber der Sack ist noch nicht zu. Es fehlt das Bargeldverbot.
    Dies wird weltweit kommen, nach einem „Event“. Wir werden darauf „vorbereitet“. Mind Control ist das Schlagwort, perfide, amorale und morbide Strategien, um das Schuldgeldsystem und derer Macht zu erhalten! Sonst nichts.

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