Die „Israelkarte“ von Trump – geschickte PR oder kracht es bald im Heiligen Land?

Foto: Facebook/Donald Trump

Anlässlich seiner Auslandsreise hat US-Präsident Trump eine Karte der Reiseroute auf Facebook veröffentlicht.

Zum Erstaunen aller, sei „diese akkurat“, kann man auf Israelheute.com lesen. Es wurde sogar Jerusalem als „Hauptstadt Israels“ angegeben!

Das Weiße Haus habe bereits Tags zuvor ein Video veröffentlicht, in dem Israel nur halb gezeigt würde und alle von der palästinensischen Autonomiebehörde kontrollierten Gebiete herausgeschnitten worden seien. Auch wenn das Video im Nachhinein wieder gelöscht wurde, schließt man bei „Israelheute.com“ daraus, dass es in der Trump Administration noch Beamte der Obama Administration gibt, die eine ganz andere Einstellung zu Israel hätten, als der neue Präsident.

Dabei ist nirgendwo, weder auf Facebook, noch auf der Karte selbst, Jerusalem wörtlich als Hauptstadt bezeichnet worden. Offensichtlich haben Trumps Berater hier ein wenig nachgebessert und so dürfte er bei seinem Besuch am Montag auf eine positive Stimmung hoffen. Nach seinem absurden Auftritt in Saudi-Arabien und dem verantwortungslosen Waffendeal ist man in Israel verunsichert, trotz der bisher guten militärischen Kooperation mit den Saudis.

Die Karte hat natürlich Symbolkraft und kommt einer propagandistischen Aufrüstung Israels gleich, doch wenn keine Taten folgen, wird man sich von Trump genauso enttäuscht wie von Obama wieder abwenden. Allerdings ist nicht zu erwarten, dass die USA den einen „Verbündeten“ stärker bewaffnen als den anderen. Waffen wurden von den Kriegstreibern der Hintergrundmächte stets an beide Seiten geliefert, natürlich mit zeitlicher Verzögerung, damit sich die Bedürfnisspirale auch richtig dreht. Den Besuch von Donald Trump sollte man vor diesem Hintergrund aufmerksam verfolgen und dabei auch einen Blick auf die Börsenkurse werfen. Die Aussicht auf volle Auftragsbücher der Waffenschmieden lässt so manches Spekulantenherz höher schlagen. Ob es dann nur an den Börsen oder auch analog so richtig kracht, ist eine andere Frage. In Nordkorea blieb es bisher auch bei Drohgebärden – der dritte Weltkrieg wurde wieder einmal verschoben.

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