Wir wissen: Es ist heute Mode, die Frauen grundsätzlich als sexuell unterdrückte Opfer zu sehen, Aggressoren sind immer männlich. Der Mann darf alle seine (sexuellen) Wünsche ausleben und wird immer vorgezogen, kann seinen Herrschaftsanspruch ungehindert ausleben.

Das ist aber durchaus nicht so. Ein weitgehend verschwiegenes Kapitel ist zum Beispiel die Beschneidung des Mannes. Die Beschneidung bei Frauen –  ein gefährliches, blutiges und grausames Ritual –  wird (zu Recht!) überall angeprangert, als archaische und frauenverachtende,  brutale, lebensgefährliche und traumatisierende Verstümmelung.

Beschneidung bei Männern wird dagegen allgemein kommentarlos hingenommen. Dass diese alte Praxis nicht weniger auf verklemmten, sexualfeindlichen, archaisch-religiösen Ritualen aufbaut, interessiert nicht. Auch die Männer nehmen es klaglos hin, ja, sind sich nicht einmal bewusst, was ihnen angetan wurde.

Sexuelle und seelische Verstümmelung

Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass der Mann damit sehr wohl eines wichtigen Teils seiner Sexualität beraubt wird. Die landläufige Meinung, das bisschen Haut da vorne sei doch unwichtig und außerdem sei das viel hygienischer, ist ein Irrtum.

Die Beschneidung des Mannes, auch Zirkumzision, ist die chirurgische Entfernung der Vorhaut, eine Hülle, die die Peniseichel schützend umgibt. Diese Haut ist ebenso von vielen Nerven durchzogen, wie der weibliche Kitzler. Die Eichel selbst hat wenige Rezeptoren für Berührung und taktile Reize. Das „Präputium“, also die Vorhaut, ist eine sehr erogene Zone und für ein normales sexuelles Verhalten wichtig.

Im British Journal of Urology erschien im Januar 1999 eine Arbeit über das Präputium mit folgender Einleitung:

Die Vorhaut ist eine gemeinsame anatomische Struktur der männlichen und weiblichen [äußeren Genitalien aller menschlichen und nichtmenschlichen Primaten; Es ist seit mindestens 65 Millionen Jahren bei Primaten vorhanden und wird aufgrund seiner Gemeinsamkeit als anatomisches Merkmal bei Säugetieren wahrscheinlich über 100 Millionen Jahre alt sein. Bestimmte Kulturen beschnitten die Vorhaut von Kindern, um den gesellschaftlichen Standards zu entsprechen, dagegen akzeptierten andere Kulturen die vollständigen äußeren Genitalien als normal. Die Motive für die Beschneidung in Präliteratkulturen (Anm: Kulturen ohne schriftliche Überlieferungen) sind schwer zu definieren, umfassen jedoch Übergangsriten, Blutopfer und kulturelle Markierungen. Die rituelle Genitalchirurgie im Kindesalter ist in den letzten tausend Jahren populär geworden und macht die Vorhaut zur am meisten verunglimpften normalen anatomischen Struktur des menschlichen Körpers. Anstatt die Vorhaut als normale Anatomie anzuerkennen, betrachten einige zeitgenössische Ärzte den Penis und die Klitorisvorhaut (oder Klitorishaube) als gefährlich und ungesund.

Wird das Präputium entfernt, bedeutet das einen enormen Verlust der Empfindsamkeit. Genau das war auch nachweislich der Sinn der Beschneidung, auch in modernen Gesellschaften, wie der USA. Dort empfahlen die (männlichen) Ärzte die Beschneidung als ein Mittel, Lähmungen, Schlaflosigkeit, Verdauungsprobleme, Epilepsie, Wahnsinn, zu häufigen Geschlechtsverkehr, Fremdgehen, Masturbation und Homosexualität vorzubeugen. Keine dieser Zwecke wird durch Beschneidung erreicht.

Ganz im Gegenteil. Die wesentlich weniger sensible Eichel fordert stärkere, mechanische Reizungen, um zur ersehnten Lustlösung zu gelangen. Das fördert die Masturbation und auch derbere Sexualpraktiken, statt das zu eliminieren.

Im Journal of Social History im Jahr 1994 finden wir:

Seit den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts ist die Beschneidung von Neugeborenen die am häufigsten durchgeführte Operation in den Vereinigten Staaten. Tatsächlich war die Operation über Generationen hinweg so alltäglich, dass Ärzte und Eltern sie kaum als Operation betrachteten. Alles weist daraufhin, dass das Verfahren geradezu gedankenlos durchgeführt wurde, als wäre es einfach eine Routine bei der Geburt, wie das Trennen der Nabelschnur eines Kindes. In dieser Hinsicht unterscheidet sich Amerika jedoch erheblich von Westeuropa und im Übrigen vom Rest der Welt, wo die Beschneidung im Allgemeinen entweder ein religiöses Ritual oder eine seltene medizinische Intervention zur Behandlung bestimmter Krankheiten geblieben ist.

Die Zähmung der männlichen Sexualität im puritanischen Amerika

Die Praxis der selbstverständlichen Vorhautentfernung in den USA beginnt am 09. Februar 1870 in New York. Der Arzt Dr. Lewis A. Sayre wurde von einem Kollegen zu einem kranken, fünfjährigen Jungen gerufen, der völlig verkrampfte und teilweise gelähmte Beine hatte. Es stellte sich heraus, dass er einen schwer entzündeten Penis und Vorhaut hatte, der durch eine sehr starke Vorhautverengung nicht mehr ordentlich urinieren konnte und aufgrund der Entzündung schon beim Berühren der Bettwäsche und der Kleidung ständig eine äußerst schmerzhafte Erektion bewirkte. Dr. Sayre führte das auch auf übertriebene Erregung und Masturbation durch die überempfindliche Vorhaut zurück und nahm eine Beschneidung des Jungen vor. Dessen Zustand sich sofort besserte und er wieder ganz gerade gehen konnte. Auch bei einem anderen Jungen half eine solche Zirkumzision gegen die quälenden Beschwerden einer Phimose (Vorhautverengung), doch immer schwang das peinliche und schamvolle Element der Masturbation mit.

Von da an propagierte Dr. Sayre die Zirkumzision und wollte auch herausgefunden haben, dass dieser Eingriff noch viele andere der oben genannten Störungen heilen könne. Viele Ärzte unterstützten ihn und die Beschneidung der männlichen Säuglinge wurde von da an Standardprogramm. Die Männer nahmen das als so selbstverständlich hin, dass sie auch nicht auf die Idee kamen, ihre sexuellen Probleme könnten etwas damit zu tun haben.

Aus Dänemark, wo man schon immer etwas unbefangener an solche Themen heranging, kommt eine umfangreiche und gut belegte Studie, in der die sexuellen Auswirkungen von Zirkumzisionen  untersucht werden. Das Ergebnis belegt, dass diese Praxis viele sexuelle Probleme für die betroffenen Männer – aber auch deren Sexualpartnerinnen mit sich bringt. Die Studie, bei der über 5.000 Männer und Frauen untersucht wurden, fand heraus, dass die Beschneidung mit häufigen Orgasmus-Schwierigkeiten bei Männern und einer Vielzahl sexueller Schwierigkeiten bei Frauen vergesellschaftet ist, insbesondere Orgasmus-Schwierigkeiten, Schwierigkeiten mit der Penetration, schmerzhafter Geschlechtsverkehr und ein „Gefühl der unvollständigen Erfüllung“ der sexuellen Bedürfnisse. Was die auftretenden Orgasmusschwierigkeiten betrifft, zeigte sich ein beträchtlicher statistischer Unterschied zwischen beschnittenen Männern und intakten. Beschnittene berichteten drei mal häufiger über häufig auftretende Orgasmusschwierigkeiten als unbeschnittene Männer.

Frauen gaben an, mehr Freude am Sex mit einem intakten Mann zu haben, weil dieser die körperliche Liebe besser „genießen“ könne und nicht mühsam um seinen Höhepunkt kämpfen müsse.

Die vordergründigen „Gesundheitsvorteile“ verbergen aber nur durchsichtig die dahinterstehende Verurteilung der männlichen Sexualität und Lust. So bemerkt die dänische Studie eingangs gleich:

So wie in einigen muslimischen und afrikanischen Ländern die Beschneidung von Frauen befürwortet wurde, um die Sexualität von Frauen zu kontrollieren, wurde im späten 19. Jahrhundert auch die Beschneidung von Männern in englischsprachigen Ländern eingeführt, um Masturbation zu behandeln und zu verhindern.

Die Wurzeln der symbolischen Männerkastration reichen viel tiefer

Man vergisst aber – wohl aus Unwissen – in der psychologischen und medizinischen Betrachtung, dass es sehr alte Wurzeln für die Figur des archaischen wilden, ungezähmten, sexuell aktiven, fruchtbaren Natur-Mannes gibt, den wir alle aber durchaus kennen: Den heidnischen „Wilden Mann“, den „Grünen Mann“ oder „the green man“ im englischsprachigen Raum.

Heute heißen noch viele Gasthäuser „Zum wilden Mann“, in Großbritannien, vornehmlich Schottland, findet man ihn immer wieder in Kirchen dargestellt. Ganz besonders in der Templerkapelle „Rosslyn Chapel“ ist er fast überall zu sehen. Auf der Webseite der alten Kirche gibt es sogar eine Unterseite „count the Green Men“ und viele Fotos dazu. Er ist die männliche Seite der unbezwingbaren Kraft der Natur. Ranken und Blätter, die aus seinem Mund wachsen symbolisieren das. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit gab es kaum ein Bauwerk, das in seinen Verzierungen und Figurinen nicht immer noch den „Grünen Mann“ zeigte. Die Ungezügeltheit, Freiheit, Lebenskraft, Fruchtbarkeit, Stärke und Wildheit des „Grünen Mannes“ wurde vom Christentum mit seinem Ideal der Enthaltsamkeit, als heidnisch und verwerflich und als Unzucht apostrophiert. Alles Zügellose, Körperliche, Animalische widersprach der christlichen Demut. Daher wird maßlosen, übermütigen Lebensäußerungen auch bis heute noch gern das Präfix „Heiden-“ vorangestellt. Das war ein Heidenlärm, wir hatten einen Heidenspaß, Heidenangst … usw.

Es fällt auf, dass der „Wilde Mann“ oder „Grüne Mann“ in den Kirchen und Gebäuden zwar dargestellt wird, aber immer „eingebunden“ in Friese, Säulenkapitellen, Verzierungen an Decken oder Bodenleisten – also immer in einer „eingehegten“ Situation oder gar „gefangen“. Er wird den gläubigen Christenmenschen als „bezwungen“ und zur Mahnung gezeigt.

Der Kelten-Kessel von Gundestrup. Der Hirschgott (Cernunnos) ist eine späte, keltische Variante des „Wilden Mannes“ oder des „Grünen Mannes“. (Bild Wikimedia Commons, Malene Thyssen, CC BY-SA 3.0)

Der grüne Mann oder wilde Mann ist ein uraltes, mythisches Wesen, das bis in die Steinzeit zurückreicht. Er ist die Essenz des Mannes. Er ist ein Naturwesen, symbolisiert den unbändigen Lebenswillen und die Schöpferkraft der Natur, ihren Überfluss. Die Natur ernährt, schützt und heilt, kann aber auch gefährlich, gewaltsam und aggressiv sein. Es ist eben die ungezähmte Wildheit.

Demokratie in Gefahr (Softcover)

Nicht selten trägt er auch ein Hirschgeweih oder Hörner und ähnelt damit dem römisch/griechischen Gott Satyr oder Pan. Ihm wird das ausgiebige Feiern, Trinken und sexuelle Lüsternheit zugeschrieben. Dieses mythische Wesen ist eines der ältesten der Menschheit. Zusammen mit der Erdmutter Nerthus oder Jörd (keltisch Taillte oder Brigid, finnisch Maan emo, polnisch-litauisch Zemina), sind der Grüne Mann und die Erdmutter wahrscheinlich die ältesten, mythischen Gestalten der Menschheit überhaupt: Der Mann als Beschützer und starker Vater, die Frau als die Hegende und Pflegende und liebende Mutter.

Genau diese „wilden“ Eigenschaften müssen dem Manne in der hypermoralischen, puritanisch-disziplinierten Gesellschaft der Neuzeit „ausgetrieben“ werden. Wir sind heute schon sehr weit gediehen damit. Die Verstümmelung und geistige Kastration des Mannes ist sowohl physisch als auch psychisch auf breiter Front seit Jahrhunderten erfolgreich vorangetrieben worden. So verdienstvoll die Forschung auf dem Gebiet der verborgenen Traumata der beschnittenen Männer ist, so notwendig ist es auch, an dieses, viel tieferliegende Thema heranzugehen und den Mann aus seiner Unterdrückung zu befreien.


Quelle: Schildverlag

14 KOMMENTARE

  1. Ich habe nicht den Eindruck, dass Zipfel-Beschneidung Männer seelisch bricht. Wer’s nicht glaubt, kann die betroffenen kleinen und großen Machos selber fragen. Würde es Millionen Mohammedaner tatsächlich stören, würde diese männerdominierte Gesellschaft für sich selber sprechen und handeln. Weibliche Beschneidung hat eine andere (Folter-) Qualität und sollte nicht durch Ausflüge ins falsche „Fachgebiet“ relativiert werden.

    Es ist völlig müßig, Juden und Moslems dahingehend beeinflussen zu wollen. Die sinnlos verpulverte Energie könnte man betroffenen Frauen zugute kommen lassen, statt Millionen bedauernswerter Vorhautloser (gebrochene Männer?) „Asyl“ zu gewähren.

    Abschlusstest-Frage: Ist Farid Bang ein Beschneidungsopfer?

    • Hiob, Ihre einschränkenden Bedenken mögen diskutierbar sein. Es ist jedenfalls ein großes Verdienst, daß hier eine ethnische Besonderheit in ihrer Konkretheit erfasst, in ihren kulturellen Bezügen erhellt und auf soziohistorische Korrelationen untersucht ist. Inwieweit die Korrelationen als Kausalitäten verstanden werden können, ist ein sich eröffnendes weites Forschungsfeld. Wird ein solches gefördert und unterstützt, etwa von der DFG, vielleicht gar auch von kirchlichen Forschungsstellen, hat da jemand Interesse daran? Oder, wie bei so vielem, eben nicht?

  2. Mit Verlaub Herr Rösch, aber was für ein Geschwalle (am Volk vorbei).

    Als ob das was neues wäre. Die beschnippeln sich die Pimmelchen seit Anbeginn aller Zeiten (geht UNS nichts an!). Was muss da noch typisch deutsch untersucht, korreliert und kausaliert werden?

    Frauenbeschneidung ist ein Verbrechen (absoluter Asylgrund!), Männerbeschneidung im Judentum/Islam ist dagegen Kindergeburtstag, somit deren Bier. Es gibt keine Beschwerden der Betroffenen Kerle und wenn doch, müssen die das intern/kulturell klären. So einfach ist differenzieren!

    Als ob Juden oder Moslems Wert auf unsere (ausgerechnet deutsche) hochtrabende „wissenschaftliche“ Analysen legen würden. Zudem ist es albern, ausgerechnet für Alis Befreiung zu kämpfen. Ich glaube, die kommen ganz gut alleine klar.

    • Sie machen genau das, was die Autorin anprangert: verschiedene Maßstäbe anlegen wo es gleichermaßen um die gleiche Qualität geht: das Verstümmeln der Geschlechter. Das Verstümmeln an sich ist doch das Interessante, mitsamt den Ursachen und Folgen, zu deren Erklärungsbedürftigkeit eben auch die unterschiedliche Gewichtung in der öffentlichen Aufmerksamkeit geht! – Noch eine Ergänzung zum Artikel: Zu biblischen Zeiten mußte als Beweis für die Anzahl der in der Schlacht erschlagenen Krieger deren abgetrennte Vorhäute vorgelegt werden.

    • Es geht uns nichts an, wenn Muslims und Juden Kinder quälen, schwallt der penetrante Labersack „Hiob-Durchfall-Menstrualtasse“.
      Warum eigentlich soll uns das nichts angehen ? Will Hiob sagen, wir sollen Menschenrechte wie das Recht auf körperliche Unversehrtheit für Juden und Muslims nicht gelten lassen, jedenfalls nicht für ihre Kinder?

      „Es gibt keine Beschwerden der Betroffenen Kerle“ sabbelt „Hiob“ .
      Tatsächlich ? Die Kinder schreien schon während der grausamen Prozedur vor Angst und Schmerzen und Psychotherapeuten haben auch erwachsene Männer Jahrzehnte später noch weinen sehen, wenn sie sich daran erinnerten.
      Geschieht die Quälerei im nicht bewusst erinnerlichen Kleinstkind-Alter, wird sie erst recht als verstörendes und oft deprimierendes oder brutalisierendes Trauma gespeichert.
      Siehe auch Farid Bang und seine Brüder im Geiste und im Glauben.

      „Hiob-Durchfall-Menstrualtasse“ labert hier mal wieder unreflektierten, dummen und falschen Mainstream-Mist.
      Sonst kann er nichts, ausser ständig gegen Beiträge bei O24 und andere Meinungen und Kommentatoren zu stänkern.
      Warum die ganze penetrante Miesmacherei ?
      Hört sich immer sehr nach Merkelscher Agitation und Propaganda an …

      Meine Empfehlung an „Hiob“ :
      1. Bevor sie sabbern Gehirn einschalten, wenn sie eins haben !
      2. Lassen sie sich ohne Betäubung ein Stück vom Penis abschneiden, danach sprechen wir uns wieder.

  3. Ein sehr wichtiger und guter Artikel zum Thema Beschneidung. Wie die Kommentare des HIOB zeigen, hat dieser noch keinen Zugang zu seinem Selbst gefunden und schwadroniert deshalb mit Allgemeinplätzen hier herum.
    Rein medizinisch ist die Beschneidung eine Köperverletzung, die zu einem Zeitpunkt vorgenommen wird, wo die Kinder sich nicht wehren können oder durch den Gemeinschaftsdruck der Beschneidung nicht ausweichen können.
    Wenn man den Blick weitet, wird man erkennen müssen, daß das Macho-Gehabe der Moslems genau mit der Beschneidung zu tun hat. Gerade am vom HIOB erwähnten Farid Bang kann man das studieren. So schreibt C C Meiir in Voll daneben SPD zu Farid Bangs Sexualprahlerei, daß dieser es nötig hat und verortet dies im Schrumpfhoden der gedopten Bodybuildertypen (Stichwort: leeres Skrotalfach). Das ist natürlich ein klarer Ablasser auf diese Bodystilingfetischisten, der aber trägt nicht unbedingt zur weiteren Erhellung des Problems in Sinne der Autorin bei.
    Um dem Problem näher zu kommen, ist auf die erste Säule, auf der Leben beruht, als kreatürliche Anlage hinzuweisen: die Lebenserhaltung.
    Diese kreatürliche Anlage macht sich in vielen Lebenssituation bemerkbar, z. B. schon bei einer „banalen“ Blutentnahme, wo manche sich einfach hinlegen müssen, weil sie Angst haben in Ohnmacht zu fallen. Ein extremes Beispiel sind Medizinstudenten, die bei der Konfrontation mit Krankheiten Phobien entwickeln und in panischer Angst jede körperliche Regung überinterpretieren so, daß manche an Krankheiten verstarben, die es in unseren Breiten nicht gibt.
    Bezogen auf die Beschneidung heißt dies, daß es von den zu Beschneidenden nicht als banaler Akt erlebt wird. Da wird ein Junge durch den Beschneider erniedrigt in dem er den Schmerz, der ihm zugefügt wird mannhaft aushalten soll, es aber meist nicht kann. Die Wertbeschädigung ist gravierend und hinterläßt ein lebenslanges Trauma.
    Eine Türkin, die ich zu diesem Thema befragte, wie das mit der Beschneidung des Sohnes ihrer Tante war, sagte nur „schrecklich“. Nicht umsonst werden die Kinder, nach dem das schlimmste vorbei ist, in Uniformen gesteckt und ihnen vorgegaukelt, daß sie nun Männer seien, nur um ihnen einen Gegenwert zur körperlichen Demütigung zu geben. Wer mich hier auf dem Holzweg sieht, der sollte sich doch nur mal fragen, warum man im Mittelalter Menschen öffentlich gehäutet, aufs Rad geflochten oder lebendigen Leibes verbrannt hat!
    Mit dieser Wertbeschädigung des Jungen wird in ihm schon der Weg zur Unterdrückung der Frau gebahnt, falls die irgendeinen Zweifel an seiner dominierenden Rolle erkennen läßt, sei es nun real oder nur in der Einbildung des Mannes.
    Jede Köperschädigung, dazu gehören auch angerichtete seelische Schäden, bringen Rachegedanken mit sich, die wiederum auf die Beschädigung des Gegenübers abzielen, man kann dann selbst nichts Heil lassen. Deshalb haben die Türken Sprüche wie diesen: eine Frau braucht einen Prügel im Kreuz und ein Kind im Bauch!
    So sind die Bräuche im Islam alle samt auch Auswüchse dieses seelischen Defekts, auch Harems gehören dazu.
    Es gäbe noch viel zu schreiben, das Thema ist hiermit nur angerissen, um dem geneigten Leser einen Denkansatz zu bieten, im Sinne unserer seelischen Reaktionen, denen wir samt und sonders unterliegen.

    • Danke für diesen Kommentar.
      Klar geht es bei Beschneidung um die Traumatisierung, Erniedrigung und Einschüchterung des Kindes.
      Bei der Säuglingsbeschneidungen geht es auch um die Zerstörung des Geborgenheitsgefühls und des Urvertrauen des Kindes zur Mutter und zur Familie.
      Nach dieser grausamen und unvorstellbar schmerzhaften Prozedur verursacht jedes Urinieren noch wochenlang Schmerzen, die Kinder sind danach allesamt „Schreikinder“.
      Die Komplikationsrate ist zudem hoch, Nachblutungen, Entzündungen bis hin zum Penisverlust.
      Seelische und Empfindungs-Störungen sind der Normalfall.

      Es steckt auch eine Drohung in dem Herumschneiden an der empfindlichsten Stelle :
      „Wir könnten dir auch noch mehr abschneiden !“
      Kastration, also Abschneiden der Hoden, teils auch des ganzen Penis zur Disziplinierung war im nordafrikanischen und arabischen „Kultur“-kreis bis in die Neuzeit weit verbreitet.

      Gequält worden zu sein verursacht auch sehr häufig das Bedürfnis, andere zu quälen, Schiller drückte es so aus :
      „Das eben ist der Fluch der bösen Tat,
      Daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären.“

      Insgesamt ist diese scheussliche Prozedur durch nichts zu rechtfertigen und dass diese grausame Quälerei wehrloser Kinder auch in Deutschland bei Jungen straffrei gestellt wurde und bei weiblichen Kindern nicht wirksam verhindert wird, zeigt deutlich, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der die politische „Elite“ ihre angeblich wichtigsten Grundsätze nicht ernst nimmt :
      „Die Würde des Menschen ist unantastbar.
      Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. …
      Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit. …
      Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. … “

      Warum dieser Verrat der Menschenrechte wehrloser Kinder ?
      EIN Grund ist Feigheit und die Anbiederung an die Invasoren, die sich anschicken hier die Macht zu übernehmen :
      „Der ISlam gehört jetzt eben auch zu Deutschland“
      mit Zwangsheiraten, „Ehren“morden, Angst-Pädagogik, Todes-Fatwas gegen Zweifler und „Ungläubige“, Entrechtung und Verhüllung „unreiner“ Frauen, mit Minaretten in deutschen Städten, Schächtungen, Beschneidungen, Allahu Akbar-Rufen bei ISlamischem Terror, Araber-Clan-Kriminalität dergleichen Kulturbereicherung.

      siehe auch
      https://opposition24.com/merkel-sei-dank-auch-beschneidungen-sind-jetzt-wieder-erlaubt/

  4. Ich glaub, jetzt hab ich’s verstanden.
    Männerbeschneidung ist genau so schlimm wie Frauenbeschneidung. (untrennbar miteinander verbunden, beides Asylgrund!)
    Ohne Beschneidung wären Moslems handzahm wie deutsche Sitzpinkler (der Islam wäre ohne Kopftücher akzeptabel?) und Juden wären nicht körperlich aggressiv. Wahrscheinlich wären sogar 2 Weltkriege ausgefallen.

    Morgen dann sicher eine rein akademische Diskussion über Körperverletzungen durch Tattoos, Piercing in Relation zu Brustvergrößerung durch handauflegen.

    Natürlich ist jede Art von Bescheidung „Körperverletzung“ (anspucken auch). Das ist aber überhaupt nicht der Ca­sus knacks­us, „differenzieren“ und „Realität“ heißen die Zauberworte. Der Ansatz: Wenn wir über Frauenbeschneidung reden müssen wir analog unbedingt Männerbschneidung aufarbeiten, ist kontraproduktives relativieren.

    PS
    Ich weiß jetzt endlich, warum ich ein Macho geworden bin. 😉

    • „Hiob-Durchfall-Menstrualtasse“ 👎🏽 labert hier ein weiteres Mal unreflektierten, dummen und falschen 💩Sch … rott.

      Hat das irgendjemand hier gesagt, dass Genitalverstümmelung bei weiblichen Kindern nicht schlimmer sei als Vorhaut-Beschneidungen bei Jungen ?
      Wenn das, was mit Mädchen gemacht wird noch schlimmer ist, heisst das, dass Beschneidung bei Jungen harmlos ist ?
      Hat irgendjemand behauptet, ALLE Missstände der ISlamischen „Kultur“ oder sonstiger Unkulturen sei auf Beschneidungen zurückzuführen ?
      Ist Hiob zu blöd den Unterschied zu erkennen zwischen der mit Zustimmung Erwachsener erfolgten SELBST inszenierten Körperverletzungen durch Tattoos, Piercings, Brustvergrößerung etc. und der zwangsweisen Verstümmelung wehrloser Säuglinge und Kinder ?

      Hier nochmal mein guter Rat : Bevor sie sabbern Gehirn einschalten, wenn sie eins haben !

  5. Mit Einzelfällen argumentieren ist unlauter.
    Das sagen Millionen Betroffene, befreit sie von ihrer Qual:

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