Die bargeldlose Grundeinkommensdiktatur #bge

Die Schweizer sind noch mal davon gekommen, denn noch dürfen sie selbst entscheiden. Fragt sich nur, wie lange noch?

Klug haben sie entschieden, denn ein bedingungsloses Grundeinkommen mag eine nette Idee sein, rechnet sich aber nicht, sondern schafft mit einem Schlag gleich noch mehr freigestellte Arbeitskräfte – die nutzlos gewordenen Armutsverwalter. Da das BGE nicht an Bedingungen geknüpft ist, braucht man die Sanktionierer und Prüfer nicht mehr.

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Was sollen sie nur machen den ganzen Tag? Sie wissen doch gar nicht wie das geht, sich beschäftigen? Darum sind sie ja beim Staat beschäftigt. Nicht mal das können sie alleine. Man könnte diese Art des Broterwerbs auch als versteckte Beschäftigungstherapie bezeichnen, denn Bürokraten produzieren nun mal nichts, sie kosten nur jedermann Nerven, Zeit und Geld.

Ab sofort bräuchten die neuen Nutzlosen neue Beschäftigungsprogramme, die sie dann von ihrem Grundeinkommen bezahlen können – zum Beispiel gewaltlose Kommunikation mit Hausschweinen üben oder Zimmerpflanzen unter therapeutischer Anleitung beim Vivaldi hören zuschauen. Für etwas lebhaftere Freigestellte bieten sich Workshops an, bei denen man mit dem Hammer Schweizer Taschenuhren zum Zeit totschlagen zerdeppert.

Die bedingungslose Grundeinkommensdiktatur würde aber wohl am ehesten einen wahren Boom in der Unterhaltungselektronik auslösen, mehr und mehr Fernseher, 3D Headdisplays und sonstiger Müll gingen über die Ladentheke – aber Halt: Bauen sich die Gerätschaften etwa schon ganz von selbst? Noch nicht. Man tüftelt auch schon an sich selbst schlachtenden Schweinen und Kühen, doch die Gentechnik ist ebenso noch nicht so weit.

Also muss irgendjemand diese unbeliebten Jobs machen, dem kein bedingungloses Grundeinkommen zusteht, weil er zum Beispiel kein Staatsbürger ist. Wer könnte sein, etwa Asylanten? Nein, das verstößt natürlich gegen die Menschenwürde. Auch ihnen steht im Zuge der Gleichbehandlung ein Existenzminimum ab Zeitpunkt des Grenzübertritts zu. Schafft man es aber geschickt, hier ein größeres Gefälle gesetzlich zu verankern, das erst nach ein paar Arbeitsjahren oder mit der vollen Einbürgerung beseitigt werden muss, ist diese Lücke geschlossen und der Fachkräftebedarf gedeckt. Im alten Rom war es nicht viel anders geregelt zwischen Bürgern des Reichs und ihren Sklaven.

Wenn man genau hinschaut, sind solche Verhältnisse längst im Entstehen. Sagt man heute in Deutschland „Polin“, ist damit meist eine Krankenschwester in der häuslichen Pflege gemeint. Natürlich kann Olga auch eine Tschechin sein und eigentlich Theaterkunst gelernt haben, den Job aber macht sie, weil es sich für sie rechnet, inklusive Kost und Logis in einem gutbürgerlichen Rentnerhaushalt. Dann geht es nach einiger Zeit ab nach Hause bis das sauer verdiente Geld alle ist. Zweitausend Euro reichen in Polen eben etwas länger als in Deutschland.

Nichts ändert sich mit dem bedingungslosen Grundeinkommen an den Strukturen, die wir heute haben. Die erniedrigenden Sanktionen fallen weg, doch die Leere bleibt, die es zu füllen gilt. Warum nur machen sonst Leute einen Job, bei dem sie Aufstocken müssen? Wirklich nur, weil sie keine Lust auf Schikane haben, wobei gerade sie nicht zu denen gehören dürften, die bei ihrem Sachbearbeiter auf der Abschussliste stehen. Oder schuften sie für den Mindestlohn, weil sie unbedingt das Gefühl haben wollen, wenigstens etwas zu ihrem Lebensunterhalt beizutragen?  Ich vermute Letzteres ist eher der Fall.

Aber zurück zur Schweiz. Der Test hat gezeigt, dass man bei den Eidgenossen in Sachen Umverteilung noch weiter Armut schaffen muss, bis eine Mehrheit brüllt: Hurra, der Sozialismus ist da. In welcher Form auch immer das Existenzminimum gesichert wird, mit oder ohne Sanktionen oder Zwang zur Arbeit wie beim Mindestlohn, die BGE Diktatur in Verbindung mit der Abschaffung des Bargelds bietet alle Möglichkeiten zur totalen Kontrolle.

Statt Freiheitsstrafen kann man das „BGE“ einschränken und spart sich teure Gefängnisse. Jede unerwünschte Meinungsäußerung kostet Credits, den Strafzettel aus der Wand, wie in Sylverster Stallones „Demolition Man“ gibt es per SMS aufs Smartphone und beim Kauf illegaler Drogen mit E-Cash wird automatisch die Fahrerlaubnis gesperrt. Für Mord gibt es lebenslänglich Handysperre und das Girokonto von morgen wird gleich beim Finanzamt geführt. Da sitzt dann auch der ehemalige Sachbearbeiter vom Jobcenter und dreht auf Befehl von Facebook den Geldhahn zu – jedenfalls solange, bis ein Programm dafür geschrieben ist.

Wer den BMI von Sigmar Gabriel überschreitet, dessen Waage meldet den Wert per Smartphone App an die Krankenkasse, die wiederum eine automatische E-Mail an die Behörden schickt und dann wird dort auf der Geldkarte der Kauf von Süßigkeiten und sonstigen kalorienhaltigen Produkten geblockt. Beim Lieblingsitaliener kann man nur noch einen Blattsalat bestellen, weil Mario schon bei der Tischzuweisung per RFID Scan den Zahlstatus der Gäste geprüft hat.

Während man sich noch ärgert, hört Cortana zu und warnt per Piepton, dass mit aufwallender Stimmung die Gefahr des Gebrauchs verbotener Kraftausdrücke droht. Das kann teuer werden, also lieber Fresse halten. In so einer Welt ist der Mensch nicht einmal mehr ein Faktor und niemand mehr, der Fakten schafft. Existenzsicherung mündet in Sicherheitsverwahrung, nur eben mobil und keiner hat’s gemerkt, bis auf die Schweizer – bis zur nächsten Attacke.


Damit mich niemand falsch versteht: Ich bin sehr dafür, dass jeder Mensch sein Auskommen hat und nach seinen Möglichkeiten das Beste aus seinem Leben machen kann, wie er es sich erträumt. Reichtum und Besitz sind genauso wie die Schufterei dafür sehr ungleich verteilt. Das aber löst man nicht mit einem Grundeinkommen für alle, sondern nur dadurch, dass man endlich die Syndikate beseitigt, die diese Ordnung aufrechterhalten – die Staatskonstrukte.

 

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Wolfgang van de Rydt
Über Wolfgang van de Rydt 292 Artikel

Freier Journalist – Autor – Musiker

1 Kommentar

  1. Das System ist völlig pervertiert heute. Ich habe aber meine Zweifel, ob ein Grundeinkommen eine Lösung ist.

    Als ich jung war, wurde gerade diskuttiert, dass in Zukunft durch Produktivitätsfortschritte – Rationalisierung nannte man das damals – mindestens 1/3 der damals arbeitenden Bevölkerung nicht mehr für den Arbeitsprozess gebraucht würde.

    In den 60er Jahren – vor meiner Zeit – hatte man prognostiziert, dass 50 Jahre später bei einem weiter stetigem Produktivitätszuwachs eine Arbeitskraft mit Halbtagsarbeit ausreichen würde, um eine 4-5 köpfige Familie zu ernähren.

    Der Produktivitätsfortschritt ist wie vorhergesagt eingetreten, nur wurde er nicht an die Arbeitnehmer weitergegeben. Das Überangebot an Arbeitskräften und die Lobbystärke der Arbeitgeber hat dazu geführt, dass heute eine Arbeitskraft pro Familie nicht mehr ausreicht, um eine Familie mit 4 Personen angemessen zu finanzieren und das trotz verdichteter Arbeit.

    Diese Perversität der Marktwirtschaft und die Entsolidarisierung der Reichen mit dem Rest der Gesellschaft würde durch die Immigration von Ausländern beschleunigt und verstärkt. Denn je homogener eine Gesellschaft, desto sozialer die Gesetzgebung und desto eher ist man bereit für den anderen einzustehen.

    Meines Erachtens wurden in den 60er und 70er Jahren auch bewußt Programme gestartet, um das Bevölkerungswachstum in den westlichen Ländern zu bremsen. Sozial- und Steuergesetzgebung sowie eine Verändertes Rollenbild der Frau, um diese in den Arbeitsmarkt zu integrieren und zu höherer Bildung zu führen, damit bei Ehe älter zu machen.

    Das war ein Garant für den Frieden, weil starke Bevölkerungsanstiege immer zu Kämpfen um Ressourcen und letztlich zu Krieg führen.

    Zum Dank wird das Land nun mit kulturfremden Elementen geflutet, die wenn man aus der Vergangenheit auf die Zukunft schließt, es sich überwiegend in Kriminalität, Schattenwirtschaft und den Sozialsystemen einrichten werden und durch Sozialleistungen für viele Kinder ihr Auskommen erzielen werden.

    Das alles wird langfristig wieder zu Krieg in Europa führen.

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