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Präsident Erdogan erpresst die Europäer, er werde ihnen bis zu 3,6 Mio. Migranten schicken, falls sie seinen Angriff in Syrien ungebührlich kritisieren. Donald Trump droht derweil Erdogan damit, die ganze türkische Wirtschaft auszulöschen. Der Brexit-Beauftragte des EU-Parlaments, Guy Verhofstadt, bezeichnet Brexit-Befürworter als die „wahren Verräter“. In Großbritannien wird ein Parlamentarier wegen einer Beleidigung aus der Versammlung geworfen. Boris Johnson vergleich Hillary Clinton mit einer „sadistischen Krankenschwester in einer Klapsmühle“. Der Präsident des EU-Parlaments kann neuerdings die LIVE-Übertragungen von Sitzungen unterbrechen, wenn die Debatten ausarten. In Österreich befürchtet man wegen Beleidigungen im Parlament „eine Zerstörung der politischen Kultur“. Für Peter Tauber sind Gegner von Frau Merkel ein Arschloch.

Da passt es nicht so richtig, wenn die Kanzlerin den rauer werdenden Ton im Umgang miteinander kritisiert. Denn die Politik hat auch hier eine Vorbildfunktion, die sie, wie wir an den eingangs genannten Beispielen sehen, keinesfalls wahrnimmt.

Natürlich überträgt sich Krawall-Politik auch auf die Gesellschaft. Wie stark, das wissen wir nicht, aber es gibt keinen Zweifel.
Trotzdem geißeln Politiker den rauen Ton in der Gesellschaft, eine Gesellschaft, die dank ihrer miserablen Politik zunehmend sozial und ideologisch gespalten ist, die über eine wachsende Steuerlast ausgeraubt und durch negative Zinsen – die den Regierungen beim Schulden machen helfen – auch noch enteignet wird. Hinzu kommen international wachsende Spannungen und die drohenden Jobverluste, die schon jetzt absehbar in die Hunderttausende gehen werden.
Krawall-Politik, Spaltung, eine im Anmarsch befindliche Rezession und die lauernde nächste Finanzkrise. All das legt die Nerven der Menschen offen. Und wenn sie selbst ihre Ventile öffnen, so wie die Politiker, wird auf sie eingeprügelt, auch – und vor allem – von den Medien.

Eine derart aufgeheizte Gesellschaft läuft auf einen Abgrund zu. Um sie zu beruhigen, bedarf es besserer Politik und anständiger Vorbilder. Beides kann man nur als schlimme Fehlanzeige bezeichnen.