Chemtrails gibt es nicht, stattdessen nur Geo-Engineering?

Photo by opposition24.de
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Nein, das ist gar kein Geheimnis, sondern für jederman zum Anschauen im Netz verfügbar

auf der Seite des Planungsamtes der Bundeswehr:


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Bereits seit Langem versucht der Mensch sich als „Wettermacher“. Die Bandbreite seiner Bemühungen reicht dabei vom religiösen Ritual bis zur Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Gegenwärtig aber unternimmt er Anstrengungen, nicht allein lokale Wetterphänomene, sondern das gesamte globale Klima gezielt zu beeinflussen.

Im 48 Seiten starken PDF, das man dort herunterladen kann, erfährt man mehr zum Thema. (Future Topic Geoengineering – 48 Seiten)

Das ist Stoff für alle Verschwörungstheoretiker. Die technischen Möglichkeiten von Geo – Engineering zur Klimabeeinflussung werden in dem Dossier beleuchtet.

Natürlich liegt das alles in der Zukunft. Auf Seite 17 wird dann auch konkret der Forschungsstand beschrieben. GeoEngineering ist natürlich auch so etwas ganz Banales, wie sämtliche Dächer aller Gebäude weltweit mit weisser Farbe anzumalen. Dass damit Energie gespart werden soll, müsste jedem Grundschüler schon klar sein. Die Herren im Planungsamt bemerken noch sehr korrekt dazu, dass diese Maßnahme beständiges Reinigen und Erneuern des Anstrichs bedarf – gut, dass wir so bedachte Forscher haben, denen entgeht wirklich nichts.

Und dann endlich: Chemtrails – das Ausbringen von Aerosolen in die Stratosphäre zur Klimabeeinflussung. Und ja, das müsste beständig durchgeführt werden, da Wolken und Stoffe in der Stratosphäre flüchtig sind. Alles ist gut! Denn es gibt sie, laut Planungsamt irgendwann in der Zukunft – Chemtrails sind “möglich”.

Millionen Verschwörungstheoretiker sind somit teilweise rehabilitiert!

Heute gibt es sie also selbstverständlich “noch” nicht. Die Streifen am Himmel sind ganz “normale” Kondensstreifen und wenn mal was versprüht wird, dann ist das gesundheitsfreundliches  Kerosin, um die Tanks zu erleichtern. Das macht man so. Kennt jeder Autofahrer. Man macht sich den Tank voll, auf der Autobahn stellt man dann fest, dass man irgendwie zu schwer ist und lässt etwas Sprit ab, damit man weiter kommt.

Klingt logisch. Aber kommt man nicht mit weniger Sprit auch weniger weit?

Ach, egal. Wir brauchen Klicks und darum darf jetzt das Schlagwort NWO nicht fehlen. Und nochmal ein Chemtrail dazu plus einer Prise Gedankenkontrolle – hoffentlich frisst der Google Bot unsere Sitemap, damit unser Ranking steigt.

Nein, der Bericht ist kein Beweis für die Existenz unseres Schlagwortes, pardon Chemtrails.

Das sieht man auch auf Indub.io so: 10 Fakten über Chemtrails. In dem Artikel wird auch auf die Seite vom Planungsamt der Bundeswehr verwiesen. Ein Hauptargument der Verschwörungstheoriegegner ist, dass die Informationen frei zugänglich sind und es sich deshalb gar nicht um eine Verschwörung handeln kann. Das klingt nun auch nicht sonderlich plausibel und lässt auf eine abgewandelte Form eines hermetischen Weltbildes schließen, welches den Verschwörungstheoretikern immer vorgeworfen wird. Spötter würden sagen, das Gegenteil von hermetisch ist “nicht ganz dicht.”

Ein weiteres Argument ist die Geschäftstüchtigkeit vieler Verschwörungstheoretiker, die allerlei merkwürdige Schutzartikel für zum Teil teures Geld verkaufen, die allesamt wirkungslos sind.

Auch das ist kein Argument gegen die Möglichkeit, dass Chemtrails eventuell doch Realität sind, sondern nur ein Beleg dafür, dass es in diesem Feld zwielichtige Scharlatane gibt. Im Finanzwesen gibt es auch jede Menge Abzocker, die mit seltsamen Anlageplänen ihre Kunden um ihre Ersparnisse bringen. Trotzdem ist die derzeitige Eurokrise damit nicht widerlegt.

Es darf eben einfach nicht sein, nein es ist undenkbar. Unsere Wissenschaftler und Regierungen machen so etwas nicht. Sie erfinden keine Techniken, die die Menschheit unterdrücken und den Planeten schädigen. Nach diesem Denkschema dürfte es dann auch keine Atomwaffen geben, keine Umweltverschmutzung und vor allem keine Gentechnik. Diese Argumentation beruht auf einem Glaubensmuster und ist genauso wissenschaftlich nicht haltbar.

Die Paranoia vieler Verschwörungstheoretiker ist ebenso kein Beweis dafür, dass es das nicht gibt, nur ein Beleg dafür, wieviele Menschen den Systemen misstrauen und glauben, dass Regierungen zu allerlei schlechten Dingen fähig sind. Hiroshima,  Agent Orange, der Holocaust, sämtliche Kriege, Medikamentenskandale sind genau deshalb möglich gewesen – dies nun als Beweis für die Existenz von Chemtrails anzuführen wäre jedoch wissenschaftlich ebenso wenig haltbar. Nur weil es die eine Schlechtigkeit gibt, bestätigt sie damit nicht automatisch eine andere. Aber sie wird denkbarer!

Das beste Argument bringen die Verfasser des Artikels aber gleich zu Anfang: Chemtrails gibt es nicht, das hätten verschiedene Behörden und Organisationen unabhängig voneinander festgestellt, man könne es aber trotzdem nicht hundertproezentig ausschließen. Was denn jetzt?

Sicher ist jedoch, was machbar ist, wird irgendwann auch umgesetzt. Das war bei Atomkraftwerken so. Nach dem Krieg wurden sie als sichere, zivile Nutzung zum Segen der Menschheit dieser nicht beherrschbaren Technologie verkauft. Fukushima, Tschernobyl und die vielen ungelösten Fragen zur Endlagerung der radioaktiven Abfälle? Nein, das war so undenkbar, wie die Titanic als unsinkbar galt. Die ersten Atomkraftgegner wurden als Fortschrittshemmer, Alarmisten, Spinner, Weltverbesserer diffamiert.

Am Ende des Tages, werden wir auf jeden Fall zweifelsfrei feststellen, wie hoch das Interesse an diesem Thema ist. Google Analytics lügt nie. Der Leser wird ebenso zweifelsfrei feststellen, dass dieser Artikel keinerlei neue wertvolle Hinweise für die Diskussion über Chemtrails liefert. Da müssen wir uns wohl selbst zur Recherche begeben.

Am besten mit einer krautfinanzierten Reichsflugscheibe!

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3 Kommentare

  1. Muß ich mir nun weiterhin mit ungutem Gefühl diese Schleierwolken ansehen ?
    Trotzdem vielen dank für diesen Beitrag

  2. Wer Augen zum sehen und ein Gehirn zum Denken hat, sollte in der Lage sein,
    nach einem Blick zum Himmel (wie zum Beispiel heute morgen am 3.11.14 im Münsterland), zu erkennen, was dort oben statt findet. Neben Passagierflugzeugen
    mit ihren sich auflösenden Kondensstreifen sieht der aufmerksame Beobachter auch diverse “Flieger” die nicht auflösende Chemtrails an den Himmel zeichnen. Selbige verbreitern sich nach und nach zu einer nebligen, diffusen Schleierbewölkung.

    Diese Chemtrails sind so prägnant und auffällig für jedermann sichtbar, dass es mich wundert, warum (scheinbar?) nur so wenige Menschen davon Notiz nehmen.

  3. Klima- & Wetter-Experimente finden statt! Extrem über Deutschland.
    aber mitlerweile auf der ganzen Welt!
    Bildzeitung: Geheim – Experimente am Himmel 13.8.2005
    http://www.chemtrail.de/?p=2440

    http://www.sauberer-himmel.de/
    http://www.sauberer-himmel.de/korrespondenz-mit-behorden/

    Googlen: Chemtrails, Geo-Engineering, HAARP, Wetter-Krieg …

    UND EIEGENE MEINUNG BILDEN.
    ich scheu seit 7 jahren jeden Tag hoch in den Himmel und sehe auf jeden Fall eins(!),
    NORMAL IST DAS NICHT.

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