Campino – Der Drops ist gelutscht

von F.C.

„Man kann sich seine Fans nicht aussuchen, aber dass der Sänger einer Punkband sich einmal vehement für eine CDU-Kanzlerin einsetzen würde, hätte man zu Zeiten der „Sex Pistols“ und ihrer Forderung nach Anarchie nicht gedacht (…)“, schreibt Christoph Schwennicke, Chefredakteur des Magazins für politische Kultur Cicero, im Editorial des neuen Cicero-Newsletters.

campino photo
Foto by avda-foto

Als einst vermeintlicher Anarchist, heute, mit 55, ein offenkundig alternder Narzisst, der sich mit seiner Gefälligkeit gegenüber unserer Lobby-Kanzlerin ein politisches Armutszeugnis ausstellt, ließ der Düsseldorfer doch in einem Interview mit dem Goethe-Institut noch ganz andere Töne verlauten. Die Wurzeln der Band lägen zu 100% im englischen Punkt, bekräftigte Campino, wie dort zu lesen ist. „Die waren nicht nur gegen Dinge. Die waren auch für Dinge: die Anti-Nazi-Liga, raus mit den Faschisten, Kampf dem Rassismus. Das war für mich ungeheuer wichtig!“, sagte der Frontman der Toten Hosen da noch, dessen Künstlername ja nicht von ungefähr an Zuckerbonbons erinnern. Da kann ich nur sagen: „Campino, der Drops ist gelutscht!“ Etwas Nachhilfeunterricht in der Geschichte könnte dem Pseudo-Punk wohl nicht schaden.

In seinem Song „Nur zu Besuch“ thematisierte der biegsame Düsseldorfer 2005 die Trauer über den Tod seiner Mutter noch auf lukrative Weise. Ja, so geht es Männern, die ihr Mutterthema nicht in den Griff bekommen haben. Die Suche nach der Mutter geht dann immer weiter…warum Frau Merkel da ausgerechnet die erwählte Projektionsfigur für Campino ist, wäre einer näheren tiefenpsychologischen Betrachtung wert.2006 spielte Campino dann den Mackie Messer in Brechts Dreigroschenoper. Ich befürchte, Berthold Brecht würde sich im Grabe umdrehen, wenn er mitbekäme, wie sich Campino nun bei Angie einschleimt. Im Interview mit dem Goethe-Institut ist sogar die Rede davon, dass Campino „ein sehr ausgeprägtes soziales Gewissen“ habe. Daher unterstütze er auch Aufklärungskampagnen über Krebs.

Das soziale und sonstige Engagement des Herrn Andreas Frege scheint da alles in allem doch sehr system-konform zu sein. Mit Punk hat das nichts zu tun, denn laut Definition handelt es sich bei Punkt um eine Jugendkultur mit Ursprung in den 1970er Jahren, die sich durch ihre rebellische Haltung und ihr nonkonformes Verhalten auszeichnete. Insofern wäre vielleicht eine Änderung des Künstlernamens von Campino in Richtung „Ödypussy-Chewing Gum“ allmählich passender.

F.C.

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6 Kommentare

  1. Er ist Fan von FDJ-Kasner, nicht von der CDU, die gibt es schon lange nicht mehr.
    Die Schwarzen sind jetzt die neuen Roten ,Angies Blockpartei.
    Beide sind links,passt doch.

  2. Nur ein weiterer Merkel-Speichellecker und Merkel-Regime-Arschkriecher – gibt ja genug davon in Deutschland.

  3. Schon scheiße, wenn man in der falschen Zeit geboren wurde um wahren Heldenmut zu beweisen.
    Auch er wird es nicht schaffen, das Andenken der echten Widerstandskämpfer gegen den NationalSozialismus zu verunglimpfen.

    Darauf das nächste Milliönchen.

  4. Sorry aber dieser geistige Kleingärtner blubbert um mal wieder in der Presse zu erscheinen.
    PR. Sonst hätte sich um den kein Schwein gekümmert.
    Flüssiger als flüssig: Überflüssig.

  5. Und dieser Mann hält sich für einen Vollblut-Pank?
    Was immer das sein soll, offenbar nur ein anderes Wort für „ich bin orientierungslos und ängstlich, Mutti hilf mir“

    Was ist da passiert, in der Zwischenzeit?

  6. Ich bin verwirrt. Geht es hier um „Punkt“, „Pank“ oder „Punk“. Legasthenie ist offenbar eine Gabe, ohne die es hier gar nicht geht.

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