Betreuer verletzt: Körperliche Auseinandersetzung in Unterkunft für „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“

Bis zu 60 Tatbeteiligte zertrümmern Mobiliar

HANN. MÜNDEN (jk) – In einer Unterkunft für „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ in Hann. Münden (Landkreis Göttingen)  hat es am Donnerstagmittag (27.08.15) gegen 12.15 Uhr ersten Ermittlungen der Polizei zufolge eine körperliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Bewohnern unterschiedlicher Herkunft gegeben. 

Der genaue Geschehensablauf ist noch nicht klar.  Die Polizei Hann. Münden hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

Sechs Menschen wurden bei dem Zwischenfall leicht verletzt, darunter auch zwei  47 und 48 Jahre alte Betreuer und eine 54-jährige Betreuerin, die schlichtend in den entbrannten Streit eingreifen wollten.

Sofort nach Eingang der Information über den Polizeinotruf 110 wurden mehrere Funkstreifenwagen der Polizei aus Göttingen und Hann. Münden, Beamte der Göttinger Bereitschaftspolizei sowie drei Diensthundeführer der Polizeidirektion (PD) Göttingen zum Ereignisortentsandt.

Nach einer räumlichen Trennung der Kontrahenten durch die Einsatzkräfte  hatte sich die Situation vor Ort gegen 13.00 Uhr beruhigt.

Bislang ist bekannt, dass es im Laufe des Vormittags einen Feueralarm (Fehlalarm) in dem Gebäude gab, woraufhin sich die Bewohner auf einem Sammelplatz im Außenbereich einfanden.  Hier entwickelte sich ein zunächst verbaler Streit zwischen zwei Personengruppen,  dessen Auslöser noch ermittelt werden muss. Das Geschehen verlagerte sich anschließend in den Speisesaal der
Unterkunft, wo es dann zu körperlichen Übergriffen mit vermutlich bis zu 60  Beteiligten kam.

Durch umhergeworfenes Besteck und Geschirr sowie zwei wahrscheinlich als Schlagwerkzeuge eingesetzte  Besenstiele wurden nach jetzigem Stand drei Flüchtlinge im Alter von 16 Jahren sowie die drei o. g. Betreuer leicht verletzt. Alle wurden mit Kratzwunden und Prellungen im nahegelegenen Krankenhaus ambulant behandelt.

Die Polizei stellte die Personalien von insgesamt 60 mutmaßlichen Tatbeteiligten fest und stellte zwei Besenstiele als Beweismittel sicher.

Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

An Mobiliar und Einrichtungsgegenständen entstand ein Sachschaden  in noch unbekannter Höhe.

Die Ermittlungen dauern an.

Als Reaktion auf das Geschehen hat es noch am frühen Nachmittag ein Gespräch zwischen dem Leiter des Polizeikommissariats Hann. Münden und  Verantwortlichen der Jugendhilfe Südniedersachsen gegeben,  in dem mögliche Maßnahmen zur künftigen Verhinderung ähnlicher Zwischenfälle besprochen wurden.

Es wurden hierbei u. a. ab sofort regelmäßig stattfindende,  gemeinsame Besprechungen vereinbart. (OTS)

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