Angst vor Unruhen: Behörden wollen Heirat von Moslem-Hindu Paar nicht anerkennen

Multikulturelle Probleme in der angeblich größten Demokratie der Welt: Was in Bollywood Filmen so schön bunt aussieht, verliert in der Realität sehr schnell an Glanz.

indien hochzeitsritual

Manjeet Bhati (24) und Salma (20) stammen aus Chitehra Village. Von dort floh das Paar mit einem Motorrad nach Allahabad, wo immer das auch liegen mag. Dort heirateten die beiden, Manjeet Bhati ist Hindu und seine Braut konvertierte für die religiöse Zeremonie in einem Hindutempel vom Islam.

Seit 5 Monaten aber verweigern die Behörden die Anerkennung der Ehe aus Angst vor Unruhen. Im letzten Jahr erst war es in der Region zu schlimmen Ausschreitungen gekommen. Der 52-jährige Mohammad Ikhlaq wurde damals von einem Lynchmob ermordet, weil er ein Kalb geschlachtet hatte.

Das Paar aber sagt, am neuen Wohnort gebe es keine solchen Probleme, die Dorfbewohner würden ihre Verbindung nicht nur respektieren, sondern als besonderes Zeichen der Versöhnung betrachten. Beamte hätten auch Bestechungsgelder gefordert, die das Paar aber nicht zahlen konnte. Nun kümmert sich der Landrat darum, dass der Fall geprüft wird.

In Indien sind gemischte Ehen gesetzlich erlaubt, aber in vielen Gebieten gilt das immer noch als Tabu und führt häufig zu Spannungen, die für die Betroffenen nicht selten tödlich enden.

Moslems und Hindus unterhalten zum Teil eigene bewaffnete Bürgerwehren, die als Religionspolizei über die Einhaltung der jeweiligen Sitten wachen und häufig brutal gegeneinander vorgehen.


Indiatoday

 

 

Anzeige

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Redaktion
Über Redaktion 5964 Artikel

Frisch aus der Redaktion