#AfD: Meutherei um ein Bounty oder Germany’s Next Suicide Star

Meutherei um ein Bounty

Genüßlich zelebrieren Presse und etablierte Parteien die Spaltung der AfD Fraktion im baden-württembergischen Landtag.

Wer von einer jungen Partei etwas anderes erwartet, als Graben- und Richtungskämpfe und übelstes Gerangel um Posten und Mandate, der hat schlichtweg keine Ahnung von Parteipolitik. Dieses ganz und gar nicht demokratiewürdige Hauen und Stechen gehört dazu wie das Amen in der Kirche, denn Parteien sind nichts anderes als nicht eingetragene Vereine. Warum also sollte es dort anders zugehen als beim Teckel Club in Herne 2 (Wanne-Eickel)?

Bei den Grünen war es nicht anders, als die einen noch mit Strickzeug im Bundestag saßen und Trittin und Fischer plötzlich im Maßanzug auftauchten. Da war schon mal ein Farbbeutel auf Turnschuh-Joschka nötig, bevor die Realos die Fundis vertrieben und Jutta Ditfurth schmollmündig den Platz räumte.

Auch die Spezialdemokraten lieferten sich heftige Grabenkämpfe während sie sich in Regierungsverantwortung befanden. Lafontaine, Schröder und Verteidigungsminister Rudolf Scharping, der als Langsamsprecher die denkbar schlechteste Qualifikation als Wegbereiter für den Blitzkrieg im Kosovo vorweisen konnte, gaukelten dem Wahlvolk eine denkbar brüchige Troika vor, die sich schneller auflöste, als man zwei Kreuze auf einem Wahlzettel machen kann.

Den vorläufigen Gipfel aller öffentlich ausgetragenen Selbstzerfleischungsorgien hatten bis dato nur die infantilen Piraten mit ihren mehr als peinlichen Twittergefechten erklommen. Der Spaltungsbundesparteitag der AfD, den das Lucke Lager mit „Weckruf“ Aktionen provoziert hatte, die verdächtig an Kampagnen der Zeugen Jehovas erinnerten, reichte schon nahe an diesen einsamen Rekord der Pipi-im-Taka-Tuka-Land-Truppe heran. Doch so viel Enthusiasmus beim Casting für „Germanys next Suicide Star“ hat man gerade dem konservativ-liberalen Flügel der AfD kaum zugetraut.

Auch wenn sogar bei den Linken, der Kreuzung aus den Abfallprodukten von SED und SPD, neuerdings getortet wird, die AfD hat sich an die Spitze der Spaltpilzparade gesetzt und wird wohl noch wochenlang auf Platz 1 bleiben.

Topinterpretin Petry legte gleich eine neue Hitsingle auf. Der Text geht etwa so:

Auftakt: „In den vergangenen beiden Tagen habe ich mich bemüht, die beiden zerstrittenen Gruppen wieder zu vereinen. Dies ist leider in letzter Minute von einigen Abgeordneten verhindert worden.“

Strophe: „Die politische Aufgabe der AfD ist zu wichtig, um sie in zwei Fraktionen zu verfolgen.

Bridge: „Ich hoffe sehr, dass politischer Gestaltungswillen letztlich die Oberhand über verletzte Gefühle gewinnt und sich beide Gruppen von AfD-Mitgliedern in den kommenden Wochen wieder gemeinsam an einen Tisch setzen.“

Und jetzt der Refrain – bitte mehrfach wiederholen und dann ausblenden:

„Gern biete ich meinem Co-Sprecher Jörg Meuthen meine Unterstützung an, wie zuvor schon im Fall Gedeon“.

Mit diesem unverkennbaren Seitenhieb auf „meinen Co-Sprecher“ hat DJane Frauke BaWü zum Ballermann gemacht, auf dass bald der nächste Partykracher folgt.

Um mich kurz fassen, was ich von Leuten halte, die ihre Streitigkeiten derart öffentlich austragen und Parlamente mit dem Vorschulkindergarten verwechseln, und damit schließe ich alle Beteiligten, auch die der anderen Parteien mit ein: Nichts!

 

Anzeige

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Wolfgang van de Rydt
Über Wolfgang van de Rydt 280 Artikel
Freier Journalist - Autor - Musiker

1 Kommentar

Kommentare sind deaktiviert.