Abkassieren: CDU-Bundestagsabgeordneter Monstadt fordert Zuckersteuer

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In der Diskussion um die gesundheitsschädigenden Folgen des Zuckerkonsums hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt am Mittwoch im ARD-Mittagsmagazin gesetzliche Regelungen gefordert.

Freiwillige Selbstverpflichtungen hätten trotz häufiger Versprechungen der Industrie nicht funktioniert: „Passiert ist nichts. Wir werden immer dicker. Unsere Kinder werden immer dicker, und immer mehr Menschen erkranken an Diabetes Zwei.“ Dies gelte es zu verhindern, sagte der Monstadt, der Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages ist.

Die Anstrengungen von Bundesernährungsministerin Klöckner (CDU) gingen nicht weit genug und seien nicht der richtige Weg, sagte Monstadt. „Ich glaube, dass die Freiwilligkeit nicht funktioniert und wir entscheidende Schritte nur dann erreichen können, wenn wir gesetzgeberisch dort tätig werden und die Industrie motivieren, dies zu tun“, so der Unionspolitiker weiter.

Das Beispiel Großbritannien habe gezeigt, dass es funktioniere. Dort gilt eine Steuer auf stark gezuckerte Getränke. Monstadt forderte, „dass wir mindestens bei Fertigprodukten eine Zuckersteuer einzuführen.“ Immer mehr Fertigprodukte enthielten zu viel krank machenden Zucker. Das sei nicht nötig: „Das brauchen wir nicht, das macht uns krank,“ so Monstadt.

1 KOMMENTAR

  1. Ich weiß zwar nicht, wie hoch (vermutlich nicht hoch genug) die Steuer sein soll, aber Monstadt hat im Prinzip recht. Um überhaupt etwas Geschmack in die industriellen Pampen zu bekommen, setzen die „Food-Designer“ Zucker in rauen Mengen zu. Und das Volk wird nicht nur immer dicker, sondern die Zunahme des Diabetes 2 (selbst bei Kindern) erreicht schon pandemische Verhältnisse.

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