Vermeintliche Justizopfer und das zweifelhafte Netzwerk der Helfer

Recherchen in der Grauzone zwischen Justiz und Psychiatrie fördern nicht immer nur Belege und Hinweise auf Willkür und Korruption zutage, sondern lassen auch so manches Mal eine zunächst glaubhaft vorgetragene Geschichte bei näherem Hinsehen in einem ganz anderen Licht erscheinen.

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Das ist natürlich Wasser auf die Mühlen all derer, die jeder Kritik mit dem Märchen vom funktionierenden Rechtssystem begegnen und die zahlreichen dokumentierten Skandale als Einzelfälle verharmlosen, dennoch kann man über mehr als zweifelhafte Helfer und ganze dubiose Netzwerke, die jeden vermeintlichen Justizskandal zum Verbrechen gegen die Menschlichkeit hochstilisieren, nicht schweigen.

Zu den ersten Organisationen, die die Praxis der modernen Psychiatrie und der Psychopharmakatherapie kritisierten, gehörte auch in Deutschland das Scientology Netzwerk. Die 1973 gegründete Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte wird zu Scientology gerechnet, ebenso wie viele weitere Initiativen und Publikationen von Mitgliedern der Organisation ins Leben gerufen wurden. Ohne diese Offensive wäre wahrscheinlich so manche kritische Berichterstattung gar nicht erst von den Medien aufgegriffen und einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht worden. Gleichzeitig aber ließ sich mit dem „dahinter steckt Scientology – Argument“ jede Diskussion in eine andere Richtung lenken oder gleich ganz vermeiden.

Heute stehen Psychiatrie und das Gutachterwesen der Justiz mehr und mehr in der Kritik. Protagonisten, die sich erfolgreich zur Wehr gesetzt haben und viele Kritiker aus der Fachwelt können nicht mehr einfach so überhört werden. Es wird nicht nur vor Gericht mit juristischen Schachzügen gegen diese Stimmen gekämpft, sondern immer wieder werden Gerüchte gestreut, dass so manche engagierte Helfer und Juristen ganz andere Ziele verfolgen und „möglicherweise“ zu Scientology gehören. Das erscheint aber nicht immer nur aus der Luft gegriffen.

Anwälte kassieren hohe Gebühren von Angehörigen und lassen Gerichtstermine platzen

Mehrere belegbare Fälle wurden uns geschildert, in denen empfohlene Anwälte ihr Mandat nur sehr dürftig wahrgenommen, aber dennoch hohe Gebühren verlangt haben. Mehrfach seien Abgabetermine nicht eingehalten worden oder die betreffenden Anwälte tauchten bei Gerichtsterminen gar nicht erst auf.

Dubiose Gutachter prellen Betroffene um hohe Beträge für wertlose Stellungnahmen

In einem anderen Fall wurde eine Familie von einer Gutachterin um einen hohen Geldbetrag geprellt. Auf eine Anzeige wurde wegen des anstrengenden und teuren Hauptverfahrens verzichtet. Die besagte Gutachterin soll nach eigenen Aussagen früher Mitglied bei Scientology gewesen sein, habe aber heute nichts mehr damit zu tun. Auch von anderen Betroffenen wurde uns selbige Gutachterin mehrfach als nicht vertrauenswürdig genannt, wie noch eine weitere Person, die ebenfalls mit Gegengutachten ihr Geld verdient.

Ebenso werden auch zwei Rechtsanwälte aus dem Umfeld immer wieder in Zusammenhang mit Scientology genannt, haben aber diese Gerüchte stets als Diffamierungen abgetan. Untereinander sind die Personen aber bestens bekannt und arbeiten gelegentlich zusammen.

Zweifelhafte Geschichten als Justizskandale inszeniert

In mehreren Fällen, für die um Unterstützung durch Recherche und Berichterstattung bei Kollegen ersucht wurde, entpuppte sich das vermeintliche Justizopfer als gar nicht so unbeschriebenes Blatt. Dennoch blieben Juristen und Laienverteidiger bei ihrer Darstellung der Geschichte. Wer wissentlich ihm bekannte Fakten verschweigt, um Unterstützer zu mobilisieren, handelt in voller Absicht und nutzt gutgläubige Menschen aus.

Viele Unterstützer waren früher selbst Betroffene oder kämpfen für ihre Angehörigen. Sie engagieren sich ehrenamtlich und in gutem Gewissen. Manchmal helfen sie auch finanziell aus oder leisten wichtige organisatorische Arbeit, die man sonst teuer bezahlen müsste, während die professionellen Helfer ihre Dienste nicht umsonst anbieten. Da es kaum Fachanwälte und sonstige professionelle Unterstützung für Justiz- und Psychiatrieopfer gibt, profitieren diese von der kostenlosen Mund-zu-Mund Propaganda der Betroffenen, die oft erst später merken, mit wem sie sich da eingelassen haben. Mitten im Verfahren trauen sich die meisten nicht mehr, den Anwalt zu wechseln oder scheuen auch die Kosten. Manchmal ist eben doch der Anwalt seriöser, der ein Mandat ablehnt, weil er keine Aussicht auf Erfolg sieht. Guter Rat war immer schon teuer und kann noch teurer zu stehen kommen, wenn man ihn in den Wind schlägt.

Sollte sich jemand der Betroffenen zu einer Anzeige oder Klage auf Schadensersatz durchringen, werden wir umfassend mit allen Fakten darüber berichten und entsprechende uns vorliegende Dokumente veröffentlichen. Missbrauch mit dem Missbrauch ist noch schändlicher und schäbiger als der eigentliche Skandal.



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1 Kommentar

  1. „Viele Unterstützer waren früher selbst Betroffene oder kämpfen für ihre Angehörigen. Sie engagieren sich ehrenamtlich und in gutem Gewissen. Manchmal helfen sie auch finanziell aus oder leisten wichtige organisatorische Arbeit, die man sonst teuer bezahlen müsste, während die professionellen Helfer ihre Dienste nicht umsonst anbieten.“

    Das sehen Sie richtig.
    Leider gibt es aber auch Helferkreise, die alles andere als hilfreich im Einzelfall -und damit letztendlich für die Gesellschaft – wirken. Die schreiben dann nämlich, wenn man sich als Unterstützer der
    Jugendamts- und Familiengerichtsgeschädigten kenntlich gemacht hatte wegen ihrer Parteilichkeit und Beschränktheit auf einigen Gebieten – wie gestern auf einem Blog zu lesen war:

    Herr xxx, nach ihrem letzten peinlichen Kommentar verstehe ich nun endgültig, warum andere Blogbetreiber nicht bereit sind ihnen zu helfen, oder überhaupt ihre Kommentare zu veröffentlichen. Natürlich verstehe ich auch, warum es ihre Tochter vorzieht im Heim zu leben, und nicht bereit ist zu ihnen zurückzukommen. Wer würde das schon wollen. Sie scheinen ein ganz erhebliches Problem zu haben, und sollten sich mal dringend behandeln lassen, das zumindest ist mein Tipp.

    Ihre Kommentare werden sie hier zukünftig vergeblich schreiben, sie werden hier nicht mehr veröffentlicht.
    —————–
    Es ist vernachlässigbar, dass der Blogbetreiber Sprachregeln nicht beherrscht, persönlich angriffig und beleidigend ist, nicht aber, dass er vom selben Kaliber ist wie die, die er permanent angreift:

    Wir alle wissen nämlich, dass die Psychiatrie der „Hilfsengel“ der Justiz ist:
    Wer sich gegen die Unzulänglichkeiten der Justiz wendet, wird gerne als „Querulant“ =
    geistig gestört, dargestellt. Die Falsch-Darstellung eines naturgemäß nicht einmal von sich selbst und seinen Prägungen unabhängigen Familienrichters genügt dann, z.B. Eltern das Sorgerecht zu entziehen, da sie ja als vermeintlich geistig Erkrankte angeblich auch gleichzeitig nicht erziehungsfähig sind.

    Der Blogbetreiber, unwissender, impotenter als mancher Behördenangestellter, selbst nicht einsichtsfähig und weitgehend ungebildet, diskriminiert Mitmenschen, obwohl er diese gar nicht kennt und gebärdet sich wie diejenigen, denen er in den Ämtern und Gerichten vorwirft, unmenschlich, ungerecht, nur machtgierig und dumm zu sein. (Siehe die Begründung für einen „Blog-Hinauswurf“).

    Solche Blogbetreiber schaden in Wirklichkeit denen, die sie angeblich unterstützen wollen, indem, wie in vor bezeichneten Falle diese z.B. „Mitstreiter“ veranlassen, einen Spendenaufruf per Video zu starten, wonach für die Mietschulden der zu Unterstützenden in angeblich fünfstelliger Höhe und die Anwaltskosten für einen Anwalt, der, wie man sieht,
    zwar von Termin zu Termin reist, aber bei Gericht nichts bewirkt, da er desorganisiert und letztendlich schon dadurch desinformiert die Segel streichen muss,
    aufgebracht werden sollen.

    Blog-Leser, die hin und wieder Leserkommentare abgaben, werden also dann eliminiert,
    wenn sie nicht nach dem Geschmack des Blog-Betreibers sind, der sich selbstgefällig rühmt, schon viele
    Verfahren gegen die Justiz „gewonnen“ zu haben. Das soll den armen Eltern imponieren (und imponiert auch) weckt aber nur falsche Hoffnungen, soll lediglich zum Vereinsbeitritt beim Blogbetreiber animieren, soll Spenden eintragen…

    „Echte“ Helfer oder Unterstützer finden sich selten. Die sind nämlich rar, da sie sich nicht nur von ihren eigenen
    Interessen leiten lassen, sondern tätig und mutig wirken, so dass Betroffenen sich nicht alleine fühlen in ihren Bemühungen um eine gesellschaftliche Veränderung, die dringend notwendig ist.

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