Trennung von Kirche und Staat? Katholische Jugendverbände ziehen für ein „buntes Land“ in den Wahlkampf

Nicht nur der Staat hat gegenüber Religionsgemeinschaften, so sie denn nicht gegen die Verfassung verstoßen, eine Neutralitätspflicht, das Prinzip gilt auch anders herum, natürlich nur theoretisch, wie man sieht. Die Katholische Kirche schickt ihre Jugend für die „Bunte Republik“ in den Wahlkampf. In der DDR, so erzählt man sich jedenfalls, unterstützte die Kirche noch Oppositionelle. So wandeln sich die Zeiten.

„Zukunftszeit – Gemeinsam für ein buntes Land“ ist an diesem Wochenende in die aktive Phase gestartet: Bis zur Bundestagswahl sind junge Menschen in den katholischen Jugendverbänden und darüber hinaus aufgerufen, 35.000 Stunden Engagement gegen Menschenfeindlichkeit und für die Integration von Geflüchteten zu sammeln.


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„Die 35.000 Stunden entsprechen der Dauer einer Legislaturperiode. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene machen so vor der Bundestagwahl deutlich, was sie von der Politik erwarten: Den Einsatz für ein offenes, demokratisches, solidarisches und vielfältiges Land“, erläutert Lisi Maier, Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Ob Freizeitangebote für junge Geflüchtete, Demos gegen Rechts oder interreligiöse Angebote – all das sind mögliche Projekte für Gruppen vor Ort. „Viele Jugendverbandsgruppen engagieren sich schon stark in der Flüchtlingshilfe oder gegen Rechtsextremismus. Zukunftszeit soll dieses Engagement sichtbarer machen und weitere Aktivitäten anstoßen“, ergänzt der BDKJ-Bundespräses Pfarrer Dirk Bingener.

Erzbischof Dr. Stefan Heße und die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Manuela Schwesig haben die Schirmherrschaft übernommen. „Jeder Mensch ist wertvoll – ohne Ausnahme. Das ist unsere christliche Überzeugung für die wir mit der Aktion Zukunftszeit des BDKJ und seiner Verbände einstehen“, erläutert Erzbischof Dr. Stefan Heße, Sonderbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Flüchtlingsfragen. Auch Bundesministerin Schwesig würdigt das Engagement: „35.000 Stunden jugendlichen Engagements wären ein weiterer beeindruckender Beweis dafür, wie sehr Deutschland bei der Unterstützung und Integration der Flüchtlingen vom persönlichen Engagement profitiert. Ohne dieses Engagement auch gerade junger Menschen stünden wir bei weitem nicht da, wo wir jetzt stehen.“

Seit September 2016 lag der Schwerpunkt auf Bildungsarbeit zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und interkulturelle Kompetenz. Seit diesem Wochenende ist die Aktion in die aktive Phase gestartet, um die 35.000 Stunden zu erreichen. Bereits am Auftaktwochenende kamen so über 2.000 Stunden zusammen. Zukunftszeit endet am Wochenende vor der Bundestagswahl.

„Zukunftszeit – Gemeinsam für ein buntes Land“ ist eine Aktion BDKJ und seiner Mitglieds- und Diözesanverbände.

Mehr Informationen erhalten Sie bei kirchenaustritt.de, wenn Sie diese Aktion nicht mit Ihrem Glauben vereinbaren können.



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1 Kommentar

  1. Eine geniale Idee, die indoktrinierten Kinder und Jugendlichen politisch zu missbrauchen.
    Der Anstoß kommt bestimmt von einen unserer Volksverräter. Wenn ich mir die Schwesig
    so ansehe, fällt Sie ja auch noch in die Kategorie “ Schüler & Jugendlich“ indoktriniert, ist
    Sie allemal. Denn von sich aus können diese Kinder und Jugendlichen das noch gar nicht
    vertreten.
    Diese Mistkäfer sind nicht besser als die fundamentalen Islamisten, die zwingen schon Ihre neun jährigen Töchter in eine lebenslange Unterjochung .

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