Noch ein Referendum – wie Erdogan die EU als antidemokratisch enttarnt

Mit der Türkei als Beitrittskandidaten hat sich die EU einen sogenannten Index-Patienten eingehandelt, der stellvertretend für das gesamte System anzeigt, wie gestört es ist.

Foto: palinchak / 123RF Lizenzfreie Bilder

Nachdem er sich durch das Verfassungsreferendum demokratisch zum Alleinherrscher auf Zeit der Türkei hat machen lassen, so er denn eine Mehrheit bekommt, soll das Volk gleich noch einmal abstimmen. Es geht um den Beitritt zur EU. Falls sich eine Mehrheit dagegen entscheidet, ist die EU um eine Sorge und viele Milliarden Euro ärmer und hätte einen neuen militärischen Gegner hinzu gewonnen.

Während noch über den Brexit geschimpft und über das schottische Referendum gejubelt wird, wird die Kehrseite der Medaille dezent verschwiegen. Demokratie ist keine Einbahnstraße, heißt es immer so schön, aber mit dem Negativbeispiel Erdogan wird neuerdings gar vor der direkten Demokratie gewarnt. So was wollten die Herren Lammert und der Ex-Bundesgauck dann lieber doch nicht. Warum das so ist, hat Altkanzler Kohl irgendwann einmal unumwunden zugegeben, als alles in trockenen Tüchern war. Hätte es in Deutschland eine Volksabstimmung über den Euro gegeben, wäre noch immer die D-Mark in Umlauf. Niemand traute der neuen Kunstwährung, und das – wenn auch instinktiv oder intuitiv – vollkommen zu Recht.

Die Erdogan-Türkei reißt der EU nun vollkommen den Schleier herunter. Nicht nur die Türken müssten gefragt werden, ob sie dem Laden überhaupt beitreten wollen, sondern auch alle anderen EU-Völker. In dieser Frage wären sich die so zerstrittenen Partner dann wahrscheinlich so einig wie sonst nie. Ein gepfeffertes NEIN, was sollte sonst dabei herauskommen? Das Ergebnis der Türken wäre irrelevant. Eine Mehrheit der EU-Europäer wünscht ebenso keine Kriegseinsätze im Ausland und einen STOPP der Einwanderung aus „islamischen Ländern!“ Wer die kulturellen Schranken, die unbestritten zwischen Orient und Abendland verlaufen, aufheben will, hat auch das Ziel, die Völker gleich mit abzuschaffen, anders lässt sich wohl kaum erklären, warum sie nicht gefragt werden.

Warum Erdogan sein Volk fragt, liegt auf der Hand. Er will es nicht abschaffen, er braucht es zur freundlichen Übernahme des Kontinents. Die Chancen des Vorhabens stehen nicht schlecht, wenn ein „Volk ehemaliger Dichter und Denker“ nur noch aus drei „Zipfelbuben“ und GEZombies besteht, die rhythmisch mit Luftballons zum „Schlagercountdown“ wedeln und klatschen. Irgendwie verständlich, dass so ein Volk dann doch niemand mehr ernst nehmen kann – weder der Gegner noch die „eigene“ Führungselite.

Das gesamte System ist gestört, so lautet die Diagnose. Griechenland war der erste Symptomträger, der als Index-Patient wahrgenommen wurde. Jetzt sind die Briten bald raus, die Schotten wollen rein und mit der Türkei, die noch gar nicht drin ist, gibt es bereits vor der Vermählung deftigen Streit, der absehbar war seit Jahren. Eine Reform des Konstrukts ist kaum vorstellbar und so ist das Ende unausweichlich, aber eine Frage der Zeit, was auch Schrecken ohne Ende bedeuten kann. Alle Systeme, die sich Reformen verweigern, werden starr und rigide, bis sie dann zusammenbrechen. Ein System, das seine Grenzen bereits aufgehoben hat, existiert nur noch solange, bis die inneren Organe zersetzt sind. Irgendwann hört das Herz auf zu schlagen, was man noch sieht, sind die letzten Zuckungen …

Umfrage: Mehrheit der Europäer will Einwanderung aus islamischen Ländern stoppen

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2 Kommentare

  1. Jetzt wo ich das lese, da frage ich mich, was demokratischer ist? Ein Staat, wie die Türkei, die die Bürger Fragt ob sie eine direkte Demokratie mit Präsidialsystem abstimmen dürfen, oder wie in Deutschland, das die Diktatoren selber über diese Frage abstimmen dürfen, ohne das Volk zu fragen! Die EU Staaten müssen sich fragen lassen, ob die Türkei ein Demokratiedefizit hat, oder vielleicht sogar die Staaten der EU. Die alle Staatlichen Aufgaben zu einen Superstaat aufblasen wollen, ohne die einzelnen Völker zu fragen! Kann jeder von Mördogans Vorhaben denken, was sie wollen, aber die EU Staaten haben keinen Grund Mördogan Vorhaltungen zu machen. Denn schon das jetzige Gebilde der EU hat nichts mit Demokratie zu tun! Uns wird nur eine Demokratie verkauft, die in Wirklichkeit eine Diktatur ist. Die deutsche Diktatur zum Beispiel, was sich repräsentativen Demokratie nennt, hat mit Demokratie, soviel gemeinsam, wie ein Apfelbaum und eine Bananenpalme!

  2. Man sollte vielleicht nicht vergessen, dass auch Hitler gewählt wurde.

    Erdogan steht da in bester Tradition.

    Moralisch verkommene Völker wählen moralisch verkommene Herrscher – ganz demokratisch.

    Und diese moralisch verkommenen Herrscher führen die moralisch verkommenen Völker dann in den wohl verdienten Untergang.

    Ist das denn nicht völlig gerecht? Sollte es denn nicht genau so sein?

    Gaudeamus igitur.

    Die EU sollte, wie Hitler auch, ganz einfach etwas mehr Vertrauen haben in die moralische Verkommenheit der Völker Europas.

    Mehr Demokratie wagen, heisst das Motto, oder sagen wir besser „Mobokratie“.

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