Der Volksmund weiß schon lange, dass jedes Böhnchen sein Tönchen macht. Die EU-Kommission hat sich dem Thema auf wissenschaftliche Weise angenähert und eine Studie zu klimafreundlicher Ernährung in Auftrag gegeben. Dabei ging es nicht um Herstellungsverfahren und Verpackung, sondern um die Verwertung von Nahrungsmitteln durch den menschlichen Organismus. Dieser ist ja bekanntlich auch ein „Verbrennungsmotor“ und bedarf deshalb genauerer Überprüfung.

Nun liegen erste Ergebnisse vor und die Kommission verlangt vor dem Hintergrund immer stärker werdender Proteste für mehr Klimaschutz nach schnellen Gesetzesänderungen. So sollen Nahrungsmittel noch in diesem Jahr in verschiedene Klimaschutzklassen eingeteilt und gekennzeichnet werden. Dabei sind besonders Hülsenfrüchte ins Visier geraten. Sie produzieren nach dem Verzehr besonders viele Treibhausgase und sollen deshalb mit einer Klimasteuer belegt werden. Verbraucher würden so motiviert, sich nicht nur gesund, sondern auch umweltverträglich zu ernähren.

Die beliebten Chilibohnen fallen beispielsweise in die Klimaschutzklasse C, dafür soll ein Aufschlag von 13 Prozent erhoben werden. Auch verschiedene Kohlsorten sind betroffen, da sie sich ähnlich auf die menschliche Verdauung auswirken, wie die meisten Hülsenfrüchte. Während Weißkohl noch unter Klasse B fällt und mit 9 Prozent besteuert wird, hat Grünkohl es in die schlechteste Klimaschutzklasse D geschafft. Dafür wird der Höchstsatz von 25 Prozent erhoben.

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1 KOMMENTAR

  1. Habe gedacht das der 1 April ist,aber ist doch EU wieder.Damit wird Grundnahrungsmittel unter EU Steuer gestellt.

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