Entsorgte Väter – entsorgte Mütter

Das Versagen der Familiengerichte und Jugendämter

Der Regisseur Douglas Wolfsberger hat seine eigene Geschichte als „Entsorgter Vater“ zusammen mit der von anderen Betroffenen verfilmt. Das ist mittlerweile schon gute fünf Jahre her. Geändert hat sich nichts im Land. Der Irrsinn, den unsere Familiengerichte und Jugendämter so treiben, landet immer mal wieder in den Medien – doch Willkür und realitätsferne Praxis in den Ämtern und Gerichten dauern an.

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Der Irrsinn trifft nicht ausschließlich Väter, sondern auch Mütter. Jüngst machte ein Fall vom Jugendamt Landau Schlagzeilen. Einer Mutter von vier Kindern wurde nach einem fragwürdigen Gutachten das Sorgerrecht entzogen – die Kinder kamen in das Kinderdorf Silz.  Zehn Monate lang waren die Kinder von der Mutter getrennt – der älteste Sohn hatte mehrfach von Misshandlungen berichtet und war geflohen – schließlich ist alles zu einem guten Ende gekommen – was die Ausnahme zu sein scheint, wenn die Maschinerie einmal in Gang gesetzt worden ist.  Die unglaubliche Geschichte lesen Sie hier: Kindesentzug

Auch die Journalistin Heiderose Manthey hat eine Geschichte zu erzählen, die betroffen macht. Dirk Lauer von Behoerdenstress und Justizopfer e.V. lässt sie vor der Kamera zu Wort kommen.


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Und davon gibt es etliche Geschichten zu erzählen. So viele, dass sich Heiderose Manthey, die sich seit Jahren mit dem von ihr gegründetem Verein Archeviva für Betroffene einsetzt,  dazu sogar schon im EU-Parlament geäußert hat:

Auch die persönliche Chronik des Regisseurs Douglas Wolfsberger ist öffentlich einsehbar. Der letzte Eintrag ist von 2010:

Anlässlich eines neuen Umgangs-Verfahrens im Frühjahr in Düsseldorf bekomme ich von meiner Tochter einen Brief, der mit „Lieber Herr Wolfsperger“ beginnt. Auf den drei handgeschriebenen Seiten, auf denen ich neuerdings gesiezt werde, versucht sie mir klarzumachen, dass ich nicht ihr Vater bin, weil ich mich nicht um sie kümmern würde.

Ich werde weiterkämpfen vor Gericht, weil es falsch ist, ein Kind so zu manipulieren, dass es einen Elternteil ablehnt. Ihm zu nehmen, was da ist und ihm zusteht.   Quelle: DEV

Ich muss gestehen, ich war immer sehr erleichtert, dass all die Geschichten nicht die meine waren – ich habe Frau Manthey und viele andere Betroffene persönlich kennengelernt. Über zwanzig Jahre habe ich zudem Berufserfahrung in den Bereichen Pychiatrie, Behindertenhilfe und Familienberatung hinter mir. Ein guter Freund von mir hat die bundesweit erste Väterberatungsstelle in Köln gegründet und schon Väterarbeit geleistet, als Alice Schwarzer medienwirksam an ihrem Frauenturm baute und reich dafür mit Steuergeldern beschenkt wurde. Für die Väter und noch weniger für die Kinder, hat sich damals niemand interessiert.

Das ist heute angeblich anders, ändert aber nichts an der Trägheit der überlasteten Gerichte und dem Irrsinn der manchmal in keiner Weise nachvollziehbaren Entscheidungen, wenn denn überhaupt eine getroffen wird. Selten habe ich beruflich mit Leuten zu tun gehabt, die sich nicht hinter Dienstwegen und Verwaltungsakten versteckt haben, wenn es daran war, eine Entscheidung zu fällen. Jemand anders macht das schon.

Darauf warte ich jetzt mittlerweile auch, in meinem ganz persönlichen Fall – kein bißchen beruflich, nur betroffen. Ob das auch so bitter ausgeht, wie bei den vielen anderen Fällen, die ich kennengelernt habe, weiss ich nicht.

Einspruch! Wider die Willkür an deutschen Gerichten

… so lautet der Titel von Norbert Blüms neuestem Buch, in dem er auch eingehend auf den Irrsinn der Familiengerichte eingeht. Die Gerichte seien zum Insolvenzverwalter des Staates geworden, so äußerte er sich in diesen Tagen in einem TV-Interview dazu. Ob eine so prominente Stimme zum Thema wirklich zu einem Umdenken beitragen kann, beibt nur zu hoffen…

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Wolfgang van de Rydt
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