Nordkoreanischer Frühling, Soros, China und die Neue Weltordnung

Rein zufällig fiel die Verabschiedung der UN-Resolution 2375 gegen Nordkorea auf den 11. September. Für Kim Jong Un läuft es nicht gut – sein Schicksal scheint besiegelt, er verliert mit China den wichtigsten Partner für den Außenhandel. Bis Januar müssen alle nordkoreanischen Firmen schließen. Wenn es dabei bleibt, werden die Folgen wie immer das schwer gebeutelte Volk treffen, während der Diktator weiterhin in seinen Palästen wohnt.

Der Schlagabtausch zwischen US-Präsident Donald Trump und Kim Jong Un wird in der internationalen Kriegstreiberpresse weiter hoch gehalten. Mal geht es um den in der Haft verstorbenen US-Studenten Otto Warmbier, von dem Nordkorea behauptet, er sei ein Spion gewesen, während Trump von brutaler Folter spricht, oder auch direkt um gegenseitige Auslöschung beider Staaten. Seit Sommer trommeln die Medien vom Atomkrieg, der bisher ausgeblieben ist. Da Donald Trump laut den Westmedien nicht mehr alle Tassen im Schrank hat, sollen dieses Mal die Chinesen einen Regime Change einleiten.

+++ Wenn die Angst vor Atombomben nicht ausreicht, muss eben schnell eine Wasserstoffbombe her +++ Nordkorea als größte Bedrohung für den Weltfrieden +++ China soll Nordkorea diplomatisch und geheimdienstlich in die Knie zwingen +++

Hier ein beispielhafter Kommentar aus der Rheinischen Post von Anfang September:

Kleine Länder oder Gruppen können bisweilen die ganze Welt in Atem halten. Das gelang den Attentätern vom 11. September, das schafft noch immer der Islamische Staat mit seinen Terrorbanden, und Nordkorea ist derzeit die größte Bedrohung für den Weltfrieden. Der gewissenlose kommunistische Diktator Kim Jong-Un vermittelt den Eindruck, dass er sein eigenes Volk opfern würde, um an der Macht zu bleiben. Und angesichts der desolaten Wirtschaftslage sind die Atomtests, mit denen der Jüngste des Kim-Clans Stärke demonstriert, die letzte Chance des Diktators, um von der Misere im eigenen Land abzulenken. Aufgehen kann die Strategie nicht. Denn nach dem Test einer Wasserstoffbombe, die 1000 Mal stärker als eine Hiroshima-Bombe ist, muss die Weltgemeinschaft reagieren. Besonnen, aber konsequent. In der Pflicht ist vor allem China, das alle diplomatischen und geheimdienstlichen Fähigkeiten mobilisieren muss, um einen Regimewechsel zu schaffen. Es ist die erste globale Herausforderung für die neue Führungsmacht. Ein Versagen hätte fatale Folgen.

China taucht immer wieder als neue Weltmacht in der Westpresse auf, ob im Handelsblatt, bei Cicero oder in der FAZ. Die sofortige Umsetzung der UN-Resolution gegen Nordkorea passt oberflächlich betrachtet so gar nicht zu den Chinesen, die sich von Kritik wegen Menschenrechtsverletzungen und ihrem Vorgehen gegen Oppositionelle niemals beeindrucken lassen. Aber ein Regime Change in Nordkorea ist für sie die bessere Option als ein Krieg vor der Haustür, der auch die Japaner auf den Plan rufen würde. Wenn Geheimdienste die apathische, durch die Sanktionen noch mehr unter Druck geratene Bevölkerung Nordkoreas zum Widerstand anstacheln, findet das auch in Südkorea Unterstützung. Eine Wiedervereinigung wie zwischen BRD und DDR würde das Ende der Ängste vor Krieg und Vernichtung im Süden bedeuten. Hier hat Donald Trump wertvolle Vorarbeit geleistet.

Wenn Kim Jong Un fällt und dazu auch die Grenze, haben die Chinesen recht schnell Zugriff auf das bisherige Hoheitsgebiet der USA – das gilt natürlich auch andersherum. Nach dem Regime Change wird der Kuchen Korea asymmetrisch aufgeteilt, das Wettrennen kann beginnen.

Eine ähnliche Konkurrenzsituation zwischen China und USA sieht Dirk Müller in Myanmar: „Worum geht es bei der Eskalation zwischen den Rebellengruppen und der Regierung von Myanmar wirklich? Und warum bezieht der Westen Stellung für die Rebellen?“ Die Antwort in dem Artikel Cui bono? Warum zum Teufel interessieren wir uns plötzlich für Menschenrechte in Myanmar!? folgt ein paar Absätze später: „Alles hängt mit der chinesischen Seidenstraßeninitiative „One Belt one Road“ zusammen.“

Die Neue Seidenstraße steht auch auf der Agenda der in Deutschland wenig beachteten und als Sekte verschrienen Kleinpartei BüSo, die regelmäßig zu Wahlen antritt, aber kaum Stimmen einfahren kann. In einer Erklärung zum Ausgang der Wahlen, schrieb die Vorsitzende Helga Zepp-LaRouche:

„Die BüSo wird ebenfalls ihre Kampagne ausweiten, damit Deutschland und die anderen europäischen Nationen das Angebot Chinas annehmen, beim Ausbau der Neuen Seidenstraße zu kooperieren. Nur so können Ost- und Zentraleuropa, der Balkan wirtschaftlich entwickelt und der Nahe Osten und Afrika industrialisiert werden. Der Ausbau der Neuen Seidenstraße ist die einzige Weise, wie die ,Fluchtursachen‘ auf humane Weise überwunden werden können.“

So etwas hören weder der klassische Transatlantiker noch links und grüngefärbte Gutmenschen gerne. Natürlich haben die Chinesen eigene wirtschaftliche Interessen im Auge, eine humane Lösung der Fluchtursachen dürften sie bestenfalls als PR-Maßnahme anstreben. Solange Europa wegen der Massenmigration schwächelt, können sie davon profitieren und dann tatsächlich mit der Beendigung des „Flüchtlingstroms“ um Unterstützung werben.

Wenn es um China und die NWO geht, taucht neben der LaRouche-Bewegung ein alter Bekannter von ganz anderem Kaliber auf – Großinvestor George Soros, der auch bei der „Migrationskrise“ seine Finger im Spiel hat.

Der Financial Times teilte er 2009 während eines Interviews mit, dass China die USA als Führung der Neuen Weltordnung ersetzen werde und dass Amerika sich dem Untergang des Landes nicht widersetzen solle.

Zu einem damals bevorstehenden Besuch von Obama in China sagt Soros: „Das wäre der  richtige Zeitpunkt, weil ich glaube, dass man China wirklich in die Schaffung einer Neuen Weltordnung, einer Finanzweltordnung, einbeziehen muss …“

Schließt sich hier wieder ein Kreis? Einen Regime Change unter Führung der Chinesen mit anzetteln zu dürfen, würde doch als abschließender Leckerbissen das Lebenswerk von Soros veredeln. So oder so wird es spannend, was in und um Nordkorea herum geschieht – ein dritter Weltkrieg wird so schnell jedenfalls nicht daraus, solange die Geschäfte mit der Angst nicht abgeschlossen sind – rein zufällig denkt man in Japan über Aufrüstung und Abkehr vom Pazifismus nach – wer davon wohl profitiert?

Grafik: Quelldatei von Rftest1204 (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons bearbeitet von O24

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Wolfgang van de Rydt
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4 Kommentare

  1. Tja, was soll man dazu sagen? Herr Rothschild hat sich einen dritten Weltkrieg bestellt. Und was sich Herr Rothschild bestellt, bekommt er auch.

  2. ahm..wenn es um weltfrieden geht darf ja auch die usa keine atombomben und wasserstoffbomben besitzen …warum können wir menschen nicht ohne waffen leben , waere es nicht ehr so besser fuer den weltfrieden ….keiner darf bomben besitzen…und es ist grad nicht fair jeden als diktator zu bezeichnen trump sieht auch nicht grad wie ein engel aus…

  3. Schaut euch an wer die 5 Mächte im UN-Sicherheitsrat sind.
    Diese 5 unter sich werden sich nicht direkt angreifen (!) – es werden – geduldete – Stellvertreter- Kriege geführt.
    Und wer glaubt das einer dieser 5 D als Freund/Partner … sieht – hat weder aus der Geschichte … noch aktuell begriffen was abgeht.
    Wieder mal …

  4. Was diesen Soros angeht : möge er – unendlich – in all den Höllen schmoren die er unzähligen Menschen diesseits bereitete.
    SOLCHE Leuts braucht die MENSCHEIT nicht !!!

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