Marc Friedrich war Turbokapitalist bis er 2001 den Staatsbankrott in Argentinien erlebte. Seitdem wurde er zum Systemkritiker. Im Gespräch mit proaurum erklärt er wie es um den Euro, das Geldsystem und die Aktienmärkte besteht. Wohin geht die Reise mit Gold, Silber und Bitcoin? Was ist der perfekte Vermögensmix?
Mit der Krise vor der Tür fragen sich viele Anleger, wie rette ich mein Vermögen wenn es zum Crash kommt? Das Safe-Haven Investment Gold galt lange Zeit als die sicherste Investmentmöglichkeit in Krisenzeiten. Können Bitcoin und andere Kryptowährungen da mithalten?
von BitBucks Viele Bitcoiner wollen ihr digitale Münzen einfach nur horten. Aber dadurch wird es keine Geldrevolution geben. Daher meinen wir von BitBucks, dass Spendl das neue Hodl werden sollte – und haben unsere App genau dafür optimiert. Für viele ist Bitcoin ausschließlich ein Investment. Coins werden auf einer Börse gekauft, und wenn man sie nicht gleich dort liegen lässt, sendet man sie auf eine Hardware- oder Paper-Wallet. Danach wartet man ab. Denn der Preis wird ja unvermeidlich steigen, oder? In der Bitcoin-Community wurde „HODL“ zum Glaubensbekenntnis: Bitcoins sind nicht zum verkaufen oder ausgeben da, sondern zum Horten. Stack Satoshis, um den Haufen Bitcoin zu vermehren, der dich in Zukunft reich machen soll. Bitcoin, heißt es, ist eine „Saving Technology“, die nur dazu dient, Werte zu erhalten; es ist die Investmentgelegenheit des Jahrhunderts. Wer möchte so etwas schon ausgeben? Die Antwort ist: Wir wollen Bitcoins ausgeben – und jeder, der darauf spekuliert, dass die Coins wertvoller werden, sollte das auch wollen. Anstatt einfach nur zu hodlen, sollte man auch Fiatgelder gegen Bitcoins austauschen, die man ausgeben will. Baron Munchhausen‘s tuft Die Idee, Bitcoins zu hodlen, bis sie einmal ganz viel wert sind, erinnert ein wenig an den Baron von Münchhausen, der sich mitsamt seinem Pferd am eigenen Schopf aus dem Sumpf zieht. Warum werden Bitcoins einmal so viel wert sein? Weil sie in Zukunft als das bessere Geld, das sie sind, benutzt werden. Und zwar nicht nur von einer Minderheit, sondern von allen. Bitcoin ist gespeicherte Kaufkraft, und je nützlicher diese Kaufkraft ist, desto mehr ist Bitcoin wert. Die Kryptowährung kann die perfekte Kaufkraft werden: Gültig, so weit das Internet reicht, ohne Wechselkurse und ohne Grenzen. In jedem Online-Shop der Welt, und vom Flughafencafe in Shanghai über das Hotel in St. Petersburg zu Feinkostläden in Mailand und zum Biobauern in Florida. Das ist die Vision, die wir von Bitcoin haben. Wir sind überzeugt, dass sie Bitcoin zum größten Wert verhilft. Bitcoiner, die ihre Coins ausschließlich bunkern, handeln rational: Schließlich werden sie einmal mehr wert sein. Gleichzeitig verhindern sie damit aber, dass es überhaupt so weit kommt. Denn wenn niemand Bitcoins ausgibt, lohnt es sich für Händler nicht, sie zu akzeptieren; und wenn die Händler keine Bitcoins annehmen, ist die Kaufkraft weniger wert. Um die Welt zu dem Ort zu machen, den wir Bitcoiner uns wünschen – einer Welt, in der Inflation, Wechselgebühren und monetäre Abhängigkeiten Vergangenheit sind, und in der jeder Mensch, egal wer, egal wo, mit jedem anderen Menschen Geld austauschen kann – damit diese Vision Wirklichkeit wird, müssen sich Bitcoiner daran gewöhnen, ihre kostbaren Münzen auch auszugeben. Tragt Bitcoins in die Welt! Seid nicht knausrig mit dem besseren Geld – lasst die Welt daran teilhaben. Der bessere Hodler bezahlt mit Bitcoins, wo er kann – während er gleichzeitig Bitcoins hortet. Daher nennen wir es Spendl. Spendl statt hodl Im Idealfall spart man Bitcoins und gibt sie gleichzeitig aus. Das kann man auf viele Weisen tun. Zum einen kann man weiterhin, wie bisher, in Bitcoin investieren und die Coins auf einer sicheren Cold Wallet verstauen – während man gleichzeitig dazu noch ein wenig „Taschengeld“ gegen Bitcoin wechselt. Die gibt man dann aus, wo man sie ausgeben kann, und schiebt das, was am Ende übrig bleibt, auf die Cold Wallet. Wenn man annimmt, dass der Bitcoin-Preis im Durchschnitt weiterhin steigt, wird man dadurch übers Jahr hinweg nicht nur Bitcoins zurückzulegen, sondern auch bei seinen Einkäufen zu sparen. Wer Services wie purse.io benutzt, bekommt sogar noch Rabatte, wenn er mit Bitcoin bezahlt. Und wer im Ausland bestellt – oder dort bezahlt - , kann sich sowieso freuen, die Wechselgebühren zu sparen. Bitcoins ausgeben und Bitcoins hodlen sind zwei Seiten derselben Münze. Daher sollte es spendl anstatt hodl heißen. BitBucks: die perfekte Spendl-Wallet Natürlich ist es manchmal unkomfortabel, mit Bitcoin zu bezahlen. Wer keine hohen Transaktionsgebühren berappen will, muss seine Transaktion irgendwie „offchain“ abwickeln, anstatt sie durch die Miner bestätigen zu lassen. Eine häufig genannte Lösung ist das Lightning Netzwerk. Dieses lässt aber, trotz eines beachtlichen Fortschritts, in Sachen Zahlungskomfort oft zu wünschen übrig. Daher bietet sich BitBucks als Alternative für den „kleinen Geldbeutel“ an: Man kann in einer intuitiven App mit wenigen Schritten Geld an Telefonkontakte oder Bitcoin-Adressen senden, und das auch noch ganz ohne Gebühr. Das macht BitBucks zu einem Teil des Ökosystems – und zu einem Werkzeug, um richtig zu spendln.
Aaron Koenig ist seit 2011 in der Bitcoin-Welt engagiert. Mit zahlreichen Vorträgen, Beiträgen, drei Büchern und dem von ihm veranstalteten Bitcoin-Filmfestival zählt er zu den bekanntesten Köpfen der Krypto-Szene in Deutschland. Hier sprechen wir über sein neues Buch „Die dezentrale Revolution: Wie Bitcoin und Blockchain Wirtschaft und Gesellschaft verändern“. Aus der Buchbeschreibung: „Bitcoin und die Blockchain-Technologie sind angetreten, die Welt zu verändern. Sie geben Milliarden von Menschen, die bisher ohne Bankkonto auskommen müssen, Zugang zur globalen Wirtschaft. Start-up-Unternehmen finanzieren sich heute durch die Ausgabe digitaler Tokens. Wertobjekte wie Aktien, Immobilien oder Kunstwerke können "tokenisiert" und per Blockchain gehandelt werden. Doch die Vordenker der dezentralen Revolution wollen nicht nur Wirtschaft und Finanzwelt auf den Kopf stellen. Sie träumen von einer freien Gesellschaft ohne Machthaber und zentrale Autoritäten. Freiwillige Vereinbarungen sollen Hierarchien und Machtstrukturen ersetzen. Mit Kryptowährungen und Blockchain-Technologie stehen zum ersten Mal in der Geschichte die Mittel zur Verfügung, um eine solche Utopie umzusetzen. Aaron Koenig, Autor der Bestseller Bitcoin – Geld ohne Staat und Cryptocoins – Investieren in digitale Währungen stellt spannende neue Projekte vor: vom virtuellen Börsengang und dem dezentralen Internet bis hin zu "digitalen Nationen".“
[caption id="attachment_675470" align="alignnone" width="1280"] MasterTux / Pixabay[/caption] In der "Bundesregierung" der Neulandkanzlerin strotzt es nur so vor digitaler Kompetenz. Die derzeit am Markt befindlichen Krypto-Token wie Bitcoin erfüllen allenfalls sehr eingeschränkt die ökonomischen Funktionen des Geldes im klassischen Sinne, behauptet diese nämlich in der Antwort (19/13053) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/12136). Der Kurznachrichtendienst HiB berichtet dazu: In der Antwort werden die wesentlichen Funktionen des Geldes im ökonomischen Sinne definiert: Tausch und Zahlungsmittel, Wertaufbewahrungsmittel und Recheneinheit. Das mit den gegenwärtigen währungsähnlichen Krypto-Token abgewickelte Zahlungsvolumen sei verglichen mit staatlichen Währungen sehr gering. Außerdem würden sich Krypto-Token aufgrund ihrer starken Wertschwankungen bisher nicht als Wertaufbewahrungsmittel eignen. Wie verhält es sich denn mit den Wertschwankungen beim Euro? Sie zeigen nur in eine Richtung - nach unten. Durch Negativzinsen, Bargeldgebühren und sonstige Enteignungsmethoden ist das FIAT-Money die beste Methode, sein Vermögen zu verbrennen. Lügen gepaart mit Inkompetenz, um zu retten, was dem Untergang geweiht ist.

Hier kann man übrigens O24 mit Bitcoin unterstützen

Marc Friedrich sagt klar: "Der Crash wird bald kommen. Sie müssen jetzt Ihr Vermögen sichern. Dazu gehören auch Aktien." Im Interview mit Sissi Hajtmanek und Manuel Koch spricht der Finanzexperte bei Inside Markets über die aktuelle Marktsituation, was jetzt in ein Depot gehört und Themen wie Bitcoin, Gold, Silber und Immobilien.