Kein Thema für den Mainstream – Merkels Mehrwertsteuer-Staat

Gähnende Langeweile in Sachen „Steuern“ in der letzten Runde vor den Bundestagswahlen. Allenfalls chronisch-verschnupftes Lamento beim Steuerzahlerbund zum ewigen Thema Einkommensteuer-„Progression“. Allerlei „wissenschaftlich“ untermauerte Klagen über die zu hohe Abgabenlast in den Medien. Steuersenkungs-Nuscheleien von Schäuble. Steuerverbesserungs-Bauchläden der Parteien. Interessieren ? – tut’s keinen. Und das zu Recht.

Die wirkliche Steuerpolitik begann gleich 1950/51 mit der Adenauer-Erhard-Steuerreform.Die Kapitalseite wurde durch Abschreibungserleichterungen enorm begünstigt. Beschäftigte und Bevölkerung wurden dafür durch eine Umsatzsteuererhöhung enorm belastet. Alle BRD-Steuerreformen in den kommenden Jahrzehnten liefen dann mehr oder weniger nach dem gleichen Muster der „Gegenfinanzierung“ ab. Wie der Name schon sagt: Staatsfinanzierung und Kapitalsubventionierung gegen die Beschäftigten, die Bevölkerung, das Volk.

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Die letzte Runde war dann die besonders dreiste „Merkel-Steuer“ der ersten GroKo mit ihrer Erhöhung von 16 Prozent auf 19 Prozent . Die hat dem Merkel-Regime seit dem Jahr 2007 zusätzliche Einnahmen von 275 Milliarden Euro gebracht und damit die hunderte Milliarden Mehrwertsteuerverluste bei den Exportüberschüssen zu Gunsten der Exportkonzerne „gegenfinanziert“.

Das Ergebnis: Die vormalige Umsatzsteuer, heute Mehrwertsteuer, ist in den einhundert Jahren nach ihrer Einführung zu Beginn des Ersten Weltkrieges zur aufkommens- und anteilsstärksten Einnahmequelle des Staates geworden. Und Sie konfisziert das „Geld des Volkes“. Mehrwertsteuer bringt das kleinste Baby, der frechste Schüler, die älteste Oma bei jedem noch so dürftigen Verbrauch. Und auch der islamistischte „Gefährder“, selbst wenn er endlich im Gefängnis gelandet ist, verschafft Merkel-Schäuble Geld für ihre Politik. Vielleicht ist das ja der wahre Inhalt der „Willkommenskultur“.

Fakt ist: Die Mehrwertsteuer wurde in den 100 Jahren ihrer Beitreibung vor allem für die Aufrüstung, für die Kriegführung und für die Kriegsfolgen, für die Krisenbewältigung, für so genannte Reformen, für das Parteiengekungel, für die Exportförderung, für den DDR-Anschluss, für die EU- Dominierung etc. immer wieder erhöht.

Nach dem, was Schäuble jüngst an der John-Hopkins-Universität in Washington an Berliner Finanzdiktatur über die EU angedroht hat, wird er sicherlich schon eine seiner Bosheiten ausgedacht haben, mit der er nach den Wahlen die Mehrwertabschöpfung noch einmal vertiefen kann. Für seine finanzimperialistischen Pläne hat Schäuble jetzt schon einmal einen frisch gewählten Laufburschen in Paris – nun braucht er nur noch das „Geld des Volkes“ in Deutschland.

Dieser Staat ist ein Mehrwertsteuer-Staat, der am schmerzlichsten auch von den vielen Millionen Kindern, Schülern, Auszubildenden, Studenten, Arbeitslosen, Kranken, Rentnern, Hausfrauen etc. bezahlt werden muss.


Grafik: Alle Rechte bei Accademia ed Istituto per la Ricerca Sociale Verona (Korrespondenzbüro Deutsch-
land). Kostenlose Wiedergabe ohne Veränderung und bei Urheber- und Quellennennung. Verona, Mai 2017.
Quelle: Eigene Recherchen und Berechnungen. Basisdaten bei Jüngling, Michael(1991/2008): Staatsein-
nahmen in säkularer Sicht, 1821-1987, GESIS Köln

ACCADEMIA ED ISTITUTO PER LA RICERCA SOCIALE
Autorengemeinschaft Steuerkultur

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4 Kommentare

  1. Essen muss halt jeder. Es sei denn er ist Selbstversorger. Da aber bereits das Regenwasser besteuert wird ( Steuer für Oberflächenwasser ) kommt vermutlich in Kürze auch die Kultursteuer für nährstoffentziehenden Bodenbewuchs.
    Ische glaub mein Muli pfeift. Doischelande isse Bleedelande un alle mache mit.

  2. Es gibt auch für das Ignorieren der MWSt. eine Erklärung:

    Es ist nicht leicht, einem Reichen eine Million aus der Tasche zu leiern.
    Es ist aber kinderleicht 1 Million Zeitgenossen je einen € aus der Tasche zu leiern.

    Das Prinzip funzt seit Vespasian. Er fragte seinen filius Titus:
    sciscitans num odore offenderetur ? Als dieser verneinte, habe Vespasian gesagt:
    “Atqui e lotio est” Daher resultiert die Redewendung Pecunia non olet, „Geld stinkt nicht“.

  3. Ja die Lateiner, haben`s drauf !
    Viele Lateinische Sprüche bekommen erst heute einen
    richtigen Sinn.
    Bei den Spruch “Ora et Labora” dachte ich früher immer
    an “Demut und dabei fleißig sein”, nur so kann etwas aus Dir
    werden.
    Heute sieht das ganz anders aus.
    Dieser Spruch erscheint mir heute als Verarschung für die
    christlichen Volltrottel zu stehen !

  4. Wäre die Umsatzsteuer die einzige, genügten fünf Prozent:
    http://www.dzig.de/einfache-Steuer

    MwSt einheitlich 25% – EkSt weg

    17. Mai 2017 | Die Mitarbeiter der Finanzverwaltungen werden schrittweise aus dem Bereich Einkommensteuer freigesetzt, um kostenneutral Flüchtlinge zu betreuen. Ab 1. Oktober 2017 entfällt die Einkommensteuer in sämtlichen Erhebungsformen. Vorübergehend beträgt die Umsatzsteuer einheitlich 25 Prozent.

    Zug um Zug fallen auch alle anderen Steuerarten, Abgaben und sonstige Zahlungen an Behörden ersatzlos weg. Es gibt keine Steuervorteile und keine Subventionen mehr. So entfallen Personalkosten, Kapitalkosten und Schuldendienste der Behörden. Jedes Jahr wird geprüft, um wieviel Prozent der Umsatzsteuersatz gesenkt wird, bis voraussichtlich fünf Prozent erreicht sind. Das Konzept “einfache Steuer” der Deutschen ZivilGesellschaft stammt aus dem April 2008, wurde damals aber verworfen.

    26. November 2016 | Andreas Unterberger: Zaubermittel Mehrwertsteuer

    Der Tausch von Einkommen- beziehungsweise Körperschaftssteuer mit Konsumsteuern hätte jedoch eindeutigen Charme. Vor allem für das einführende Land selber: Beim Konsum trifft man immer auch viele ausländische Produkte, insbesondere die von Trump so verteufelten Industrieerzeugnisse aus China. Bei einer Senkung von ESt und KöSt begünstigt man hingegen primär inländische Wertschöpfung. Damit könnten die USA die von Trump versprochenen neuen Arbeitsplätze schaffen. Damit würde unternehmerische Aktivität spürbar gefördert.
    .
    Warum gehen nicht viele Länder in diese Richtung? Erstens, weil alle Regierungen populistisch den kurzfristigen Schock des Ansteigens von Konsumpreisen fürchten. Und zweitens, weil linke Ideologen immer argumentieren, dass Menschen mit niedrigerem Einkommen einen höheren Anteil ihres Einkommens in den Konsum stecken als andere.
    .
    Nur: Wenn hohe ESt- und KöSt-Sätze dazu führen, dass immer weniger Menschen überhaupt ein Markteinkommen erzielen, dann dürfte klar sein, dass das ein Irrweg ist.

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