Erster Mensch erhält gentechnisch verändertes Schweineherz

Ein weiterer Dammbruch. Die Xenotransplation ist unter Medizinethikern höchst umstritten. Jetzt soll es dem Team einer Klinik in Baltimore (USA) gelungen sein, einem 57-jährigen Patienten ein gentechnisch verändertes Schweineherz zu transplantieren.

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Laut Pressemeldung der Fakultät sei die Operation die einzige Überlebensoption des herzkranken Mannes gewesen. Der Eingriff wurde am Silvesterabend durchgeführt, möglich habe dies eine Notfallzulassung der FDA (Aufsichtsbehörde) gemacht. Acht Stunden soll die Operation gedauert haben und der Zustand des Patienten wird als stabil beschrieben.

Die Mediziner sprechen von einem bahnbrechenden Erfolg und hoffen mit den neuen Möglichkeiten, der „Organknappheit“ ein Ende setzen zu können.

Im letzten Jahr hatte bereits ein New Yorker Ärzteteam für einige Stunden ein Schweineniere an einer „hirntoten“ Patientin getestet. Auch in Deutschland wird fleißig mit Pavianen experimentiert. Schon 2018 sprach der Leiter dieser Versuche an der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität von einem Zeitraum von drei Jahren, bis der erste Mensch ein gentechnisch verändertes Schweineherz erhalten könne.

Ein Kommentar

  1. Ist unter Medizinethikern höchst umstritten. Und erst bei unseren Theologen…Was sagt denn unsere Eliten der Katholen und Protestanten dazu ? Hat der Heilige Vater schon einen Kirchenbann verhängt ? Da muss man sich ja mit Grausen abwenden ! Fragen über Fragen

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