Dammbruch: Gentechnisch veränderte Schweineniere an “hirntoter” Frau getestet

Die Fachpresse vermeldet eine vermeintliche Sensation. Erstmals haben “Ärzte” erfolgreich eine Schweineniere transplantiert. Empfängerin war eine hirntote Patientin, deren Angehörige dem Experiment zugestimmt haben sollen.

Kommen bald massenhaft Ersatzorgane aus Tieren, fragt die Süddeutsche. Die Experimente laufen auch hierzulande auf Hochtouren: Xenotransplantation: Pavian erhält genverändertes Schweineherz. Bislang ohne Erfolg außer entsetzlichen Qualen für die Versuchsmenschenaffen. Tierschützer und sogar der “Deutsche Ethikrat” protestierten gegen die Versuche, ebenfalls ohne Erfolg. Es wird weiter geforscht. Und jeder will der Erste sein.

Und weiter liest man in dem Artikel: Herzklappen von Rindern oder Schweinen werden bereits seit Jahren verpflanzt […] Patienten mit schweren Nierenschäden und zu geringer Lebenserwartung, um auf ein menschliches Ersatzorgan zu warten, könnten bereits jetzt von einer Schweineniere profitieren, schrieben die Experten für Xenotransplantationen David Cooper und Hidetaka Hara von der University of Alabama kürzlich in einem Fachjournal

Der Mensch als Ersatzteillager soll eine Zwischenlösung sein, nicht nur wegen der gar nicht so hohen “Organspendebereitschaft”, sondern wegen der Kosten. Es ist leichter und profitabler, Organe nach Bedarf zu züchten. Werde ich das in naher Zukunft mit dem Zwangsbeitrag der Krankenkasse mitfinanzieren müssen? Mich schaudert es angesichts dieser Frankensteinmediziner, deren mechanischer Blick auf den Körper des Menschen, diesen auf einen Apparat reduziert, von dem sie kein bißchen verstehen, nur das, was sich messen lässt und durch Mikroskope und Tomografen “sichtbar” gemacht werden kann. 

Sterben ist ein längerer und langsamer Prozess. Er beginnt nicht mit dem “Hirntod”, sondern lange davor, wenn die Ursache alters- oder krankheitsbedingt ist. Bei alten Menschen kann man förmlich beobachten, wie ihnen mehr und mehr die Lebenskraft schwindet. Sie künstlich am Sterben zu hindern, bringt Geld in die Kassen der Pflegedienste, Heimbetreiber und Pharmakonzerne. Den Betroffenen beschert es neues Leid in Form eines Daseins mit Schmerzen, eingeschränkten Körperfunktionen und nicht selten Demenz, die fast schon als Volkskrankheit gilt. Und das Sterben endet nicht mit dem Hirntod, sondern es tritt mit dem Stillstand des Herzens in die letzten Phasen ein, bis dann der Körper tatsächlich erkaltet, erstarrt und in Verwesung begriffen ist. Das ist kein “esoterischer” Humbug, sondern schnödes Allgemeinwissen in etlichen Kulturen, nur nicht der unseren. 

Wer so würdelos mit den Sterbenden umgeht kann den Lebenden keinen Segen bringen. Und es ist ein Verbrechen, den Menschen die wahre Natur ihres Seins zu rauben und sie glauben lassen, ein zweibeiniges Tier zu sein, dessen Bewusstsein das Resultat biochemischer Reaktionen im Hirn eines zufällig entstandenen Organismus zu sein. Es ist und bleibt für immer und ewig eine Lüge. Und nein, ich lehne nicht alles ab, was die Medizin anbietet, doch es gibt Grenzen. Und die sind mit der Schweinefrau wieder einmal überschritten worden.