Tigermücken sind ausreisepflichtig!

Sie kommen ungebeten, nisten sich ein, vermehren sich besser als Karnickel und sind nicht zu fassen. Sie haben bekanntlich keine Zustelladresse. Um die Biester loszuwerden, hat sich Hamburg etwas Besonderes ausgedacht. Jeder Bürger soll zum Mückenjäger werden. Ja, Sie haben richtig gehört! Stellen Sie sich vor, Sie und Ihre Nachbarn mit Schmetterlingsnetzen und Einmachgläsern bewaffnet, die Straßen patrouillierend, um die blutrünstigen Plagegeister zu fangen.

Der Schildbürgerstreich des Sommers 

Das Institut für Hygiene und Umwelt der Hansestadt hat einen Appell gestartet: „Werden Sie zum Mückenjäger!“ Anscheinend reicht es nicht mehr, dass wir Müll trennen, Energiesparlampen verwenden und unsere eigene Avocado toasten. Jetzt sollen wir auch noch Insekten jagen. 

Selbst wenn von einer Million Hamburgern 10.000 motiviert werden könnten, täglich zehn Mücken zu fangen, wären das lächerliche 100.000 Mücken. Aber was ist das schon gegen die geschätzten zwei Milliarden Mücken, die bei jedem Regenguss aus den sumpfigen Auen der Flussgebiete und Seen hervorquellen? Absolut nutzlos! Ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn überhaupt.

Die Sommerloch-Farce

Dieses Projekt fällt eindeutig in die Kategorie „Schildbürgerstreich“. Ein weiteres verzweifeltes Bemühen, das Sommerloch zu stopfen. Statt uns mit wichtigen Dingen zu beschäftigen, sollen wir uns mit der Jagd auf winzige Insekten abplagen. 

Die übertriebene Kampagne

Die Kampagne, die Bürger auffordert, Stechmücken zu fangen und an das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) zu schicken, ist eine Farce sondergleichen. Die Behörden raten außerdem, alle Wasseransammlungen im Garten zu vermeiden und Regentonnen stets abzudecken. Ja, als ob das helfen würde, wenn man an die endlosen sumpfigen Flächen denkt, die jede Menge Brutplätze bieten.

Ablenkung von anderen afrikanischen Gästen

Warum diese Panikmache? Könnte es vielleicht sein, dass die Behörden nur von ihren eigenen Versäumnissen ablenken wollen? Oder ist es ein neuer Versuch, die Bürger weiter zu kontrollieren und zu überwachen? Wie auch immer, die übertriebene Angst vor der Tigermücke lässt uns den Kopf schütteln.  

Die wirklichen Ausreisepflichtigen schwirren weiterhin wie die Mücken durch die Stadt und werden nicht eingefangen. 


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Kommentare

Eine Antwort zu „Tigermücken sind ausreisepflichtig!“

  1. Rumpelstilzchen

    Sind das etwa die genmanipulierten Mücken von Bill Gates, die aus den Everglades nach HH geflogen sind?

    Die müsste man doch eigentlich per Knopfdruck fernabschalten können, nicht wahr Bill ?;-)