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Bekennerschreiben zum Brandanschlag auf Bahnstrecke Berlin / Hamburg

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In der vergangenen Nacht sind an drei Örtlichkeiten im Hamburger Stadtgebiet Kabelschächte an Bahnstrecken in Brand gesetzt worden. Mindestens bis morgen ist die Verbindung Hamburg / Berlin gestört.

Inzwischen ist ein Bekennerschreiben auf der linksextremen Terrorseite indymedia aufgetaucht. Die Polizei geht nun messerscharf von einem politischen Motiv als Hintergrund für die Straftaten aus und sucht Zeugen. Ach, was!

Der stellvertretende Bundessprecher der Alternative für Deutschland, Stephan Brandner, sagt dazu folgendes:

“Wenn es sich bewahrheitet, dass Linksextreme hinter dem Anschlag stecken, zeigt sich einmal mehr, dass wir den Extremismus von linker Seite, der unsere Infrastruktur und Menschenleben immer wieder gefährdet, endlich robust bekämpfen müssen. Der Linksextremismus kann in Deutschland politisch gewollt ungehindert agieren. Das muss sofort geändert werden. Wir müssen endlich wehrhaft gegen diese Übeltäter vorgehen! Extremismus jeglicher Couleur hart bekämpfen muss die Devise sein.”

Das Bekennerschreiben im Original

In der Nacht des 7. September haben wir in Hamburg Verkehrsadern der kapitalistischen Infrastruktur sabotiert. Wir wählten dafür mehrere neuralgische Punkte des Güterverkehrs und haben uns in diesem Fall dazu entschieden uns auf Streckenabschnitte zu beschränken, die nicht für den Personenverkehr genutzt werden. Einige Liter Benzin in den Kabelschächten an den Schienen sollten zu möglichst langfristigen Ausfällen oder Einschränkungen beim Transport von zum Beispiel im Zuge neokolonialer Ausbeutung und erdzerstörendem Extraktivismus beschafften Rohstoffen führen. In Hamburg werden jährlich Millionen von Tonnen Waren und Rohstoffe umgeschlagen, die den Reichtum der Ausbeuter_innen des globalen Nordens zuungunsten des sogenannten globalen Südens mehren. Wir wollten hiermit eine reale Delle in diese Maschinerie setzen. Gleichzeitig zeigen wir so unsere Solidarität mit den von der industriellen Zerstörung betroffenen Gemeinschaften weltweit und denen, die für den Kampf gegen Kapitalismus und Staat hinter Gittern sitzen. Wir schließen uns außerdem dem sich ausweitenden Kampf gegen das Infrastrukturprojekt ‘Tren Maya’ in Mexiko mit Beteiligung deutscher Unternehmen wie der Deutschen Bahn an, deren Infrastruktur wir als geeignetes Angriffsziel sehen um auch hier unserer Solidarität zu zeigen.
Sabotiert wurden die Hafenbahn im Hamburger Süden, die Schienen des DUSS-Terminals in Billwerder und die nördliche Güterumgehungsbahn. All diese stellen kritische Infrastruktur für den Umschlag von Schiff zu Schiene, Schiene zu Straße und die Weiterverteilung von Rohstoffen und Waren ins Aus- bzw. Hinterland dar.

indymedia


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