EU-Abgeordneter Gerald Hauser spricht über Laborfleisch und den Schutz der heimischen Landwirtschaft
Gerald Hauser. Bild: © European Union 2026 – Source: EP

Laborfleisch verbieten: Hauser warnt vor Angriff auf heimische Landwirtschaft

|

|

Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser fordert ein Verbot von Laborfleisch und warnt davor, dass Brüssel mit seiner Agrarpolitik die heimische Landwirtschaft weiter unter Druck setzt.

„Während unsere heimischen Bauern unter Dürre, explodierenden Produktionskosten, sinkenden Erträgen und immer neuen Auflagen kämpfen, öffnet die EU die Tür für künstlich erzeugtes Laborfleisch. Die falsche EU-Politik darf nicht zuerst unsere Landwirtschaft zerstören und dann die Ausfälle mit Laborfleisch ersetzen“, erklärte Hauser in einer aktuellen Presseaussendung. Für die FPÖ komme das nicht infrage.

Österreichs Bauern produzierten hochwertige, sichere und regionale Lebensmittel. Diese bäuerliche Versorgung müsse gestärkt und geschützt werden, statt milliardenschweren Konzernen den Weg für künstlich erzeugtes Fleisch zu ebnen, so Hauser. In einem Entschließungsantrag verlangt er, dass die Europäische Kommission die Zulassung von Fleisch aus Zellkulturen verbietet, solange gesundheitliche Risiken, langfristige Konsumfolgen und offene Fragen der Herstellung nicht unabhängig und umfassend geklärt sind.

Zudem sollen die Mitgliedstaaten nach Hausers Forderung weiterhin selbst entscheiden dürfen, ob sie Herstellung, Verkauf und Verwendung von Laborfleisch aus Gründen des Gesundheits-, Verbraucher- und Kulturgüterschutzes verbieten oder einschränken.

„Künstlich gezüchtete Zellmasse ist kein Steak und kein Schnitzel! Die EU darf die Bürger nicht zu Versuchskaninchen machen, daher wollen wir als FPÖ den Verkauf von Laborfleisch verbieten.“

Gerald Hauser

Laborfleisch stehe für Hauser zugleich sinnbildlich für eine verfehlte Agrarpolitik. Während die Bundesregierung erfolglose Dürre-Gipfel abhalte, bleibe rasche und unbürokratische Hilfe für die Bauern aus. Gleichzeitig schrumpften die Erträge, die Kosten stiegen und mit Mercosur drohe ein weiteres Desaster. Nach seinen Angaben müssten täglich im Schnitt acht Bauernhöfe wegen Unwirtschaftlichkeit schließen. Opposition24 hatte bereits über die Warnung vor einem Agrar-Kahlschlag durch Mercosur berichtet.

„Wir wollen die regionale Wertschöpfung mit guten Lebensmitteln für unsere Bürger erhalten und damit den Bauernstand absichern“, betonte Hauser abschließend. Deshalb müsse Laborfleisch seiner Ansicht nach in Österreich und der EU verboten werden.

Quelle: Presseaussendung von Gerald Hauser, FPÖ Team Europa, 17. August 2026