Mercosur frisst die Höfe – AfD-Politiker warnt vor Agrar-Kahlschlag

Für viele Landwirte geht es längst nicht mehr um Wettbewerbsfähigkeit, sondern ums nackte Überleben. Das geplante Mercosur-Abkommen öffnet Europas Märkte für Billigimporte aus industrieller Massenproduktion und setzt heimische Betriebe massiv unter Druck – wie aus einer aktuellen Pressemitteilung von Petr Bystron hervorgeht.

Der Europaabgeordnete der Alternative für Deutschland macht klar, was das Abkommen in der Praxis bedeutet: Fleisch, Getreide und Agrarprodukte aus Südamerika, produziert mit Methoden, die in Europa längst verboten oder stark eingeschränkt sind. Gentechnik und ein intensiver Einsatz von Glyphosat würden zum neuen Normalfall, während europäische Bauern unter immer neuen Auflagen ächzen.

Bystron spricht von einer gezielten Zerstörung der heimischen Landwirtschaft. Wenn Produkte aus Ländern mit niedrigeren Standards den Markt überschwemmen, verlieren regionale Höfe jede Chance, kostendeckend zu wirtschaften. Das Resultat sei nicht nur das Höfesterben, sondern auch eine wachsende Abhängigkeit Europas von ausländischen Agrarmärkten.

Als Mitglied im Verbraucherschutzausschuss betont Bystron zudem die Folgen für die Bürger: Sinkende Qualität der Lebensmittel, fragwürdige Produktionsbedingungen und der Verlust der europäischen Nahrungsmittelsouveränität. Seine Botschaft ist unmissverständlich: Mercosur bedeute für viele Bauern „aufgeben oder untergehen“. Entsprechend klar fällt sein Fazit aus – ein entschiedenes Nein zu Mercosur.

Kommentare

2 Antworten zu „Mercosur frisst die Höfe – AfD-Politiker warnt vor Agrar-Kahlschlag“

  1. Avatar von Isarwanderer

    Was habt ihr Bauerntölpel all die Jahre gewählt? Bin mir sicher das ihr auch ein weiter so wählen werdet.

  2. Avatar von Tom
    Tom

    NEIN ZU MERCOSUR

    Oder: Wie man mit einem Federstrich den Bauernhof gleich mit entsorgt

    Willkommen im Europa der großen Visionen. Während man dem letzten Bauern noch erklärt, wie viele Millimeter Abstand seine Mistgabel zum Hühnerstall haben muss, öffnet man gleichzeitig die Schleusen für alles, was anderswo zu Recht als „nicht verkehrsfähig“ gilt. Fortschritt nennt man das. Globalisierung. Oder einfach: Bauernopfer.

    Das Mercosur-Abkommen ist kein Handelsvertrag – es ist ein Abrissbescheid. Für Höfe, für regionale Kreisläufe, für das bisschen Lebensmittel-Souveränität, das noch übrig ist. Made in Brussels, serviert mit einem Lächeln und dem Hinweis, man könne ja „strukturbedingt nicht jeden Betrieb retten“.

    Was kommt stattdessen auf den Teller?
    Fleisch, das mehr Flugmeilen hat als der Durchschnittsmanager. Getreide aus Monokulturen, so groß, dass man den Horizont nur noch aus dem Lehrbuch kennt. Produziert mit Methoden, die hierzulande verboten sind, weil sie Mensch, Boden und Grundwasser ruinieren – aber offenbar völlig in Ordnung, solange sie weit genug weg stattfinden.

    Gentechnik? Ach was, „moderne Züchtung“.
    Glyphosat? Nein, nein – „effiziente Pflanzenpflege“.
    Warnhinweise? Braucht man nicht, der Markt regelt das. Der Markt regelt nämlich vor allem eins: den Preis. Und der gewinnt immer gegen den Bauernhof mit 80 Kühen, der glaubt, man könne von ehrlicher Arbeit leben.

    Während deutsche Landwirte Formulare ausfüllen, Stallumbauten finanzieren und sich anhören dürfen, sie seien Klimasünder mit Traktor, dürfen Container voller Billigware einrollen, produziert ohne diese lästigen Standards. Das nennt man dann „fairen Wettbewerb“. Wahrscheinlich auch „Solidarität“. Irgendwo steht sicher ein Leitbild dazu.

    Am Ende bleibt die Auswahl im Supermarkt riesig – aber die Herkunft winzig klein gedruckt. Regional? Nur noch als Marketingbegriff. Gesund? Eine Glaubensfrage. Und wenn man fragt, warum der letzte Hof im Dorf zugemacht hat, heißt es: Strukturwandel. Unvermeidlich. Alternativlos.

    Nein zu Mercosur heißt nicht Nein zu Handel.
    Es heißt Nein zu einem System, das Standards predigt und sie gleichzeitig unterläuft.
    Nein zu einer Politik, die Bauern erzieht, aber opfert.
    Nein zu Lebensmitteln, die billig sind, weil jemand anderes den Preis bezahlt – mit Boden, Gesundheit und Zukunft.

    Und ja: Wer so entscheidet, bekommt genau das, was er fördert, BLOSS NICHT VON HIER.

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