Der Bundestag hat es wieder getan: Zum 1. Juli 2025 kassieren die Abgeordneten rund 606 Euro brutto mehr im Monat, was einem Netto-Plus von etwa 400 Euro entspricht. Beschlossen wurde die automatische Diätenerhöhung Anfang Juni – durchgewunken von CDU/CSU, SPD und Grünen. Nur die AfD-Fraktion stellte sich geschlossen dagegen.
Doch einer geht noch weiter: AfD-Abgeordneter Christoph Grimm nennt die Selbstbedienung „unanständig und schamlos“ – und kündigt an, seinen persönlichen Zuschlag komplett zu spenden. Jeden Monat soll das zusätzliche Geld an wechselnde Einrichtungen gehen, die sich tatsächlich um das Land kümmern. Den Anfang macht im Juli die Freiwillige Feuerwehr Damshagen-Rolofshagen.
Grimm wörtlich:
„Während viele Bürger kaum noch wissen, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen, wird hier im Hohen Haus erneut zugeschlagen […] Wenn schon Diätenerhöhung, dann wenigstens mit Anstand weiterleiten.“
Ein ungewöhnlicher Schritt – in einem Parlament, das sich längst an Luxus und Selbstversorgung gewöhnt hat. Auch die AfD-Fraktionspitze war kürzlich ins Gerede gekommen, weil sich Chrupalla und Weidel ihr Gehalt verdoppelt haben. Umso löblicher der Schritt von Christoph Grimm.


