London: Polio kehrt zurück – wegen Lebendimpfstoff

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Eigentlich galt die Kinderlähmung in Großbritannien als ausgerottet. Nun aber wurden Polioviren mehrfach im Londoner Abwasser nachgewiesen. Die Gesundheitsämter raten zur „dringenden Auffrischung“ bereits Geimpfter und zur Impfung von Kindern bis zu neun Jahren.

Das Virus und weitere Mutationen sind nicht einfach so wieder aufgetreten, sondern gehen auf die in manchen Ländern noch üblichen Lebendimpfungen zurück. Die Behörden sind angeblich sicher, den Personenkreis der Überträger eingrenzen zu können.

Die im Londoner Abwasser nachgewiesenen Proben stehen im Zusammenhang mit denjenigen, die zuvor in Jerusalem, Israel und im US-Bundesstaat New York gefunden wurden, wo bereits ein junger Erwachsener Lähmungen entwickelte. Gesundheitsminister Steve Barclay betonte jedoch, dass das Virus noch bei keinem Menschen in London nachgewiesen wurde – das Risiko für die breite Bevölkerung sei damit noch „gering”. 

Krone

In den Siebziger Jahren machten auch in Deutschland die Gesundheitsämter mit dem Slogan „Schluckimpfung ist süß – Kinderlähmung ist bitter“ Werbung für den umstrittenen Lebendimpfstoff. Die bittere Wahrheit, dass auch die Impfung die Krankheit übertragen und für bleibende Schäden sorgen kann, verschwieg man damals und auch heute noch wird die Praxis sehr verharmlosend beschrieben. Da auch in London niemand für Impfschäden haften möchte, wird für die aktuelle Kampagne nur ein Tot-Impfstoff verwendet.

Anfang März 2022 wurde in Israel bei einem ungeimpften Mädchen im Alter von 3 Jahren und 9 Monaten ein Fall des zirkulierenden Impfstoff-abgeleiteten Poliovirus Typ 3 (cVDPV3) bestätigt. Das Mädchen hatte eine akute schlaffe Lähmung entwickelt, und nach Untersuchung einer Stuhlprobe wurde das Poliovirus bestätigt.

Opposition 24

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