Künstliches Fleisch für nutzlose Esser

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In Sachen „Retortenfleisch“ rührt in Deutschland seit Jahren der unvermeidliche Richard David Precht die Werbetrommel. Die Burger ohne Tierleid findet er grundsätzlich eine gute Sache, nur eines stört ihn, wie er sagt – dass die Großkonzerne daran verdienen würden. Ihm wäre lieber, die Technologie würde nicht patentiert und für alle zugänglich. So könnten auch Schwellenländer ihre Ernährungsprobleme in den Griff kriegen. Hier ein Vortrag, in dem viel richtiges gesagt wird, doch „künstliches Fleisch“ bleibt nun mal künstlich und die Verfütterung an die „nutzlosen Esser“, birgt noch mehr Risiken.

Geht es um Silicon Valley, ist der Zug längst abgefahren, was hätte man auch erwartet. Noch gibt es die ersten Invitroburger nur in Singapur, aber bald soll sich das ändern. An der Wallstreet herrscht Goldgräberfeeling.

Martha Rosenberg auf The Defender zu den neuesten Entwicklungen:

Laut dem Center for Food Safety (CFS) arbeiten mindestens 70 Unternehmen an künstlichem Fleisch, aber bisher ist Singapur das einzige Land, in dem das Produkt verkauft wird.

Die CFS hat letzte Woche ein Expertengremium für ein Webinar zusammengestellt, um die vielen Fragen rund um Laborfleisch zu beantworten, insbesondere seine Sicherheit und wie die Produkte reguliert werden.

Der Diskussionsteilnehmer Michael Hansen, Ph.D., leitender Mitarbeiter von Consumer Reports, stellte die Sicherheit von Fleisch aus dem Labor in Frage.

Hansen sagte, pflanzliches Fleisch wie der Impossible Burger verwende Gentechnik, um „sojaähnliches Hämoglobin“ zu erzeugen.

Aber die „Inputs“, die im zellkultivierten Fleischlabor verwendet werden, sind eigentlich „Rekombinationen“ – manipulierte DNA-Segmente – was komplizierter und beunruhigender ist, sagte Hansen.

Wissenschaftler sollen bislang keine Proben des Endprodukts zur Untersuchung erhalten haben.

Dies impliziert „Probleme hinter den Kulissen“, sagte Hansen und fügte hinzu: „Ich bezweifle, dass diese Technologie funktionieren wird“.

Was weckt das Interesse der Verbraucher an zellkultiviertem Fleisch?

Zu den Investoren, die den Hype um künstliches Fleisch befeuern, gehören Bill Gates, Sir Richard Branson, zahlreiche Hollywood-Schauspieler, etliche Risikokapitalgeber und die Big Food-Unternehmen Cargill, JBS und Archer-Daniels-Midland.

Das Fleisch aus dem Labor soll alle Probleme lösen:

  • Beschaffung größerer Proteinquellen für die wachsende Weltbevölkerung.
  • Weltweiten Hunger nachhaltig bekämpfen
  • Treibhausgase reduzieren.
  • Die grausame industrielle Tierhaltung beenden.

Sogenannte Aktivisten haben kürzlich für Aufsehen gesorgt, in dem sie behaupteten, einem künstlichen Burger hätte man den Geschmack von Menschenfleisch hinzugefügt. Eine gute PR-Kampagne, das muss man ihnen lassen. Es wurde gezielt davon abgelenkt, dass künstliches „Fleisch“ grundsätzlich fragwürdig ist – worum es plötzlich gar nicht mehr ging. Mit der Aufregung um den angeblichen Menschenfleischgeschmack wurde gleichzeitig bereits die Akzeptanz für künstliches Rindfleischaroma erfolgreich getestet. Zwei Schritte vor, einen zurück und dann kommt Volldampf voraus in die schöne neue Ernährungswelt.

Auch Meeresfrüchte aus der Retorte soll es in Kürze geben und dann noch Insektenburger und andere Köstlichkeiten, während Hummer, Steak und Keule aus echten Tieren dann wohl nur noch in ganz gewissen Kreisen verzehrt werden können.

2 Kommentare

  1. Ich habe noch nie gesehen, wie Precht am Mittagstisch sein „Fleisch“ aus der Petrischale gelöffelt hat !

    Wieso NICHT ?

    Sicher wird eines Tages aufgedeckt werden, wie seine „Sponsoren“ heißen. Pfizer ? Nestle ?

    Wer dieses künstliche Zeug jedoch als „gut“ promotet, ist entweder geisteskrank oder bösartig.

    Aber bei den infantilisierten europäischen Gesellschaften ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Dreckszeug bald im Regal liegt.

  2. Ich hoffe, Precht verfüttert auch an den Tiger, vor dem er posiert, nur noch Plastikfleisch. Da ihm ja Menschen und Tiere gleichgestellt sind, muß er von diesen auch fordern können, was er jenen ganz selbstverständlich abverlangt.

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