Impfpflicht: Verdi rechnet mit bis zu 2000 Kündigungen in der Pflege allein in NRW

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Durch die Pläne der Ampel-Parteien zu einer Corona-Impfpflicht für Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeheimen droht eine Verschärfung des Pflegenotstands, warnt die Gewerkschaft Verdi. Der Landesverband rechnet mit einer Kündigung von bis zu einem Prozent der Pflegekräfte in Nordrhein-Westfalen. Der Verdi-Landesverband hält „die Impfpflicht für einzelne Berufsgruppen für falsch und kontraproduktiv“, sagte Jan von Hagen, Gewerkschaftssekretär für die Pflegeberufe, der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ, Mittwochausgabe).

„Das wird die Impfquote nicht wesentlich erhöhen, aber es wird Menschen geben, die diesen Bereich dann verlassen werden.“ Sollte die Impfpflicht kommen, rechnet von Hagen damit, dass in den Heimen bis zu 2000 Pflegende das Handtuch werfen. „Diese Menschen verlassen dann ein ohnehin völlig überlastetes System.“ Die Krankenhausgesellschaft NRW begrüßt die geplante Regelung hingegen, wie ein Sprecher auf Anfrage der NRZ mitteilte. In den Kliniken an Rhein und Ruhr liege die Impfquote unter den Mitarbeitenden ohnehin bei über 90 Prozent. Derzeit werde juristisch geprüft, wie mit Mitarbeitern umzugehen sei, die eine Impfung trotz der Einführung einer Impfpflicht verweigerten. „Im Prinzip dürfen diese Leute dann ja nicht mehr weiterbeschäftigt werden.“

5 Kommentare

  1. Haben sich wirklich 90% der Pflegekräfte weichklopfen lassen? Ich dachte, die Quote der Ungeimpften bei den Pflegeberufen sei besonders hoch gewesen.

    Und es gibt ja nun keinen Grund sich jetzt impfen zu lassen, wenn man das vorher wegen gesundheitlicher Folgen nicht getan hat. Es wird ja mit den Daten immer klarer, dass schon die kurzfristigen Folgen der Impfung hochgefährlich und ein Nutzen nicht gegeben ist.

    Und was zu den möglichen Langzeitfolgen im Raum steht, ist geradezu beängstigend nicht nur für die Geimpften sondern für jeden.

    Wer sich erpressen lässt, obwohl er bescheid weiß, dem ist auch nicht zu helfen.

    1. In der Pflege ist es sehr perfide gemacht. Die Politik weiß, dass die alten Menschen auf das Personal angewiesen sind und viele Pflegekräfte sind nun mal sozial und menschlich eingestellt. Man kann die Alten auch nicht verkommen lassen! Es ist ein ungeheures Verbrechen was hier abläuft!

  2. 2000 ist noch viel zu wenig. Alle müssten sich diesem Zwang widersetzen wenn sie noch selbstdenkende Individuen sind.

  3. Wie die Politik die Menschen gegeinander ausspielt. Alte gebrechliche, bettlägerige Menschen die permant Hilfe brauchen, wird nun auch noch die letzte Hilfskraft weggenommen. Ich habe selbst eine Zeitlang in einem Altenheim mit ausgeholfen, man schafft nur das Wichtigste. Dabei hätten die Menschen viel mehr verdient. Nun das, es ist die pure Menschenverachtung.

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