Zwei Wissenschaftler arbeiten in einem Impfstofflabor mit Pipetten und Probenröhrchen
KI-generiertes Symbolbild – keine Aufnahme des genannten Forschungsprojekts

73,7 Millionen für CEPI: FPÖ-Hauser prangert neuen EU-Blankoscheck für mRNA-Impfstoff an

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Die EU-Kommission stuft das Gesamtrisiko des Bundibugyo-Ebolavirus für Europa selbst als sehr gering ein. Trotzdem werden über Horizon Europe 73,7 Millionen Euro für die Impfstoffpartnerschaft CEPI bereitgestellt. Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser spricht von einem weiteren Blankoscheck für die Pharmaindustrie.

Die Zahlen stammen aus der Antwort der EU-Kommission auf eine parlamentarische Anfrage Hausers. CEPI, die „Coalition for Epidemic Preparedness Innovations“, finanziert und koordiniert die Entwicklung von Impfstoffen gegen mögliche Epidemien und Pandemien.

Nach den von Hauser angeführten CEPI-Angaben hat die Organisation seit ihrer Gründung im Jahr 2017 rund 4,2 Milliarden US-Dollar an Beiträgen und Zusagen erhalten. Etwa 86 Prozent stammen demnach aus öffentlichen Quellen. Beim privaten und philanthropischen Finanzierungsblock nennt Hauser vor allem den Wellcome Trust mit 282 Millionen und die Bill & Melinda Gates Foundation mit 275 Millionen US-Dollar.

Besonders brisant ist für Hauser die erneute Beteiligung von Moderna. CEPI hatte bereits 2020 die Entwicklung des Covid-19-Impfstoffs des Konzerns mitfinanziert. Nun gehört Moderna mit einem mRNA-Impfstoff gegen das Bundibugyo-Ebolavirus wieder zum CEPI-Portfolio. Dafür wurden laut Anfragebeantwortung bis zu 50 Millionen US-Dollar zugesagt.

Hauser hält es nach den Erfahrungen der Corona-Jahre für völlig unverständlich, dass erneut Steuergeld in ein Moderna-Projekt fließt. Der Konzern habe mit seinen Covid-19-Impfstoffen Milliardenumsätze und hohe Gewinne erzielt. Die Entwicklung des Ebola-Impfstoffs solle daher aus diesen Gewinnen finanziert werden, statt den Bürger ein weiteres Mal zur Kasse zu bitten.

„Das Geld der EU-Bürger ist kein Selbstbedienungsladen für die Pharmaindustrie“, stellt der FPÖ-Abgeordnete klar. Nach dem Desaster der Corona-Politik brauche es keine neuen Blankoschecks, sondern Transparenz, nachvollziehbare wissenschaftliche Evidenz und klare Verantwortung.

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Quelle: Presseaussendung von Gerald Hauser, FPÖ Team Europa.