Die angeblich nur vorübergehende Inflation

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10 and 20 banknotes on concrete surface
Foto von Sara Kurfeß on Unsplash

Inzwischen hat die Steigerung der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte gegenüber dem Vorjahresmonat 18,1 % erreicht, in den ehemaligen Westzonen ist das die höchste Steigerung seit 1950, in den ehemals abgetrennten östlichen Landesteilen seit genau hundert Jahren.

Erdgas ist um 81 % teurer geworden, elektrischer Strom um 50 %, Metalle um 37 %, Nadelschnittholz um 92 %, Futtermittel um 23 %, Düngemittel 27 % und Butter 19 %.

Der sogenannte Basiseffekt wegen der Umsatzsteuersenkung von Juli bis Dez. 2020 macht etwa 1,25 % aus, mit dem kann man fast nichts erklären, er wird von den Lügenmedien aber immer noch bemüht. Eine wesentliche Entspannung kann es 2022 nicht geben, unter anderem weil die Luftsteuer ab dem 1. Januar 2022 von 25 € auf 30 € pro Tonne CO2 erhöht werden wird. Die erhöhten Preise für die Vorleistungsgüter werden schrittweise die Endprodukte verteuern und die Lohnforderungen beeinflussen. Selbst wenn die Rohstoff- und Energiepreise nicht mehr so stark steigen wie 2021 gibt es genug Gründe für eine weiterhin hohe Inflation.

Im dritten Quartal 2021 waren die Preise im Wohnungsneubau gegenüber dem Vorjahr um 12,6 % gestiegen, im Ingenieurbau um 7 %. Dabei muß man bedenken, daß die Angebote der Firmen oft noch vor der Preisexplosion der Baustoffe abgegeben wurden, daß letztere aber in derzeit erarbeiteten Angeboten eingepreist wird. Irgendwann schlägt der Baupreiswahnsinn auf die Mieten durch. Daran ändern auch Mietspiegel, Preisbremsen usw. nichts. Auch in der Weimarer Republik und im Dritten Reich mußten die Mietdeckel immer mal wieder geliftet werden. In der Zone erfolgte das nicht und die Bausubstanz verkam, das Wohnungselend schrie zum Himmel. Statt die Wohnungslosen zu marktgerechten Mieten zu versorgen wurden sie mit brutaler Gewalt hinter Stacheldraht gehalten.

In der EZB, der Bundesbank, im Kanzlermt und im Finanzministerium weiß man ganz genau, daß die Inflation sich verstetigen wird, in welcher Höhe auch immer. Die von den ferngesteuerten NGOs unterwanderten faschistoiden Lügenmedien versuchen das Thema nach wie vor zu verharmosen und herunterzuspielen.

Bei 4 % Inflation übers Jahr werden alleine die Leute, die Geld auf Bankkonten rumliegen haben, in 2021 um etwa 170 Mrd. € enteignet. Das ist mehr als man mit einer saftigen Steuererhöhung rauspressen könnte. Olaf Scholz schweigt und freut sich.

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: „Wie schnell finanzielle Repression die Staatsschulden senkt, hängt demnach vor allem davon ab, dass die gezahlten Zinsen niedrig und die Inflation relativ hoch ist. Viel Einfluss hat auch, wie stark der  Sparkurs ist; wenig Einfluss hat dagegen das Wirtschaftswachstum.“ (Hans-Jörg Naumer, Allianz Global Investors)

 

 

Erstveröffentlichung: Prabelsblog