Gatekeeper gegen Torwächter: Der absurde Feldzug gegen #Achgut

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Alles nur Show? – Photo by Skitterphoto on Pexels.com

Der Springer-Journalist und sich selbst als Lobby-Jude bezeichnende Henryk M. Broder sieht sich seit Wochen einer Kampagne gegen sich und das von ihm mitbegründete Webportal „Achgut“ ausgesetzt. Auf der Webseite bittet die Achgut-Redaktion die Leser um Mithilfe. Es sollen die Accounts von „Twitter-Denunzianten“ gemeldet werden. Wir wissen es: Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch lange nicht dasselbe.

Seit einigen Tagen ist Achgut.com erneut Verleumdungen und Boykott-Aufrufen aus dem antisemitischen Milieu auf Twitter ausgesetzt. Anonyme Denunzianten, die unser freies Onlinemedium wirtschaftlich vernichten wollen, denunzieren uns wiederholt und fortgesetzt bei Unternehmen – verbunden mit dem Aufruf, keine Werbung mehr bei uns zu schalten.

achgut

Dagegen hat sich ein Inhaber eines zunächst genannten Twitterprofils zur Wehr gesetzt. Anwalt Jun kämpft gegen „Quatsch-Jura“, die von „Querdenkern“ und „Reichsbürgern“ angeblich gegen Kritiker in Stellung gebracht wird. Auch hier gilt: Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch lange nicht dasselbe.

Es ist nicht das erste Mal, dass Achgut ins Visier genommen wird. 2016 war es ein gewisser Gerald Hensel, der die Kampagne „KeinGeldFuerRechts“ gestartet hatte, durch die auch Opposition24 geschädigt wurde. U.a. war urheberrechtlich geschütztes Bildmaterial illegal verwendet worden, Werbepartner sprangen ab – entschuldigten sich allerdings später und setzten die Zusammenarbeit fort – bis auf eine Firma, die sich aktiv um eine Partnerschaft mit O24 bemüht hatte – „Taboola“. Auch auf „Journalistenwatch“ und „DieUnbestechlichen.com“ und weiteren Webportalen hatte Taboola geworben und zahlte gut und offenbar auch gerne dafür. Die eigens zugeteilten Manager – bei O24 ein „Moritz“ – halfen gerne bei der Optimierung von Anzeigeflächen und baten stets um weitere Vermittlung interessanter Webseiten. Doch es kam, wie es kommen musste – Taboola verschwand auf all diesen Webseiten. Ohne Angabe von Gründen. „Moritz“ antwortete nicht mal mehr. Eine Bank kündigte außerdem im selben Zeitraum die Geschäftskonten für Jouwatch und O24, natürlich nur Zufall. Wie erwähnt, liegt all das ca. fünf Jahre zurück, wir haben auch ohne Taboola überlebt.

Achgut hat dagegen mit Taboola überlebt. Jedenfalls bis vor kurzem. Da hat Taboola nämlich auf Druck anderer Werbepartner gekündigt.

So wird gearbeitet. Wir kennen das, wenn SPIEGEL und Co. von „rechten Webseiten“ schreiben, auf denen DAX-Konzerne Werbung schalten – unerhört.

Interessant ist auch, dass die österreichische Webseite „Report24.news“ Werbepartner von Taboola war. Plötzlich ist auch dort der Anzeigenfeed verschwunden und die Werbung kommt von „MGID“. MGID hat unter anderem einen Sitz in der Ukraine und kürzlich die Zusammenarbeit mit Jouwatch aufgekündigt. Dabei ging es um Inhalte, die das Unternehmen nicht unterstützen könne. Wird Report24 bald auch auf diesen Werbepartner verzichten müssen? MGID wirbt in seinem Publisher Dashbord aktiv um Spenden für das ukrainische Militär.

Screenshot Dashboard MGID

Und da wären wir nun wieder bei Achgut und Herrn Broder. Herr Broder hat kürzlich die Zusammenarbeit mit Weltwoche beendet – weil ihn die „Putinisten“ stören. Wir wissen ja: Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch lange nicht dasselbe. Da böte sich doch MGID als neuer Werbeflächenvermarkter geradezu an – wenn denn nicht die Anzeigen bisweilen recht unappetitlich wären.

Und nochmals: Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch lange nicht dasselbe. Und wenn einer kritisch ist, kann er trotzdem konform gehen. Zum Beispiel, wenn es um Impfungen geht. Broder hat sie sich gleich zweimal verpassen lassen und musste trotzdem in Quarantäne. Gerüchte, dass andere kritische Journalisten ebenfalls (heimlich) geimpft seien, machen immer wieder die Runde. So schweigt sich Boris Reitschuster über seinen Impfstatus aus, mit seiner Haltung zum Ukraine-Krieg bewegt er sich allerdings auf Regierungslinie und verärgert einen Teil seiner Leser. Auch bei Tichy steht man nicht unbedingt an der Seite Putins und wurde häufiger Ziel von Schmutzkampagnen.

Eine Frage, die sich viele Leser stellen, kommt oft zu kurz. Wofür stehen diese reichweitenstarken Portale eigentlich – inklusive Pi-News? Dort findet man den Passus: Proamerikanisch und proisraelisch. Wie bei SPRINGER, wo Broder immer noch schreibt und aus seinem Autorenprofil heraus auf achgut verlinkt wird.

Wenn nun also eine Kampagne gegen einen WELT-Journalisten gefahren wird, dem seit Jahren das absurde Kunststück gelingt, sich im Netz als kritischen Publizisten zu präsentieren und hohe Reichweiten bei den Lesern zu erzielen, die der Mainstream längst verloren hat, kann man sich ein paar Fragen stellen.

Good News are Bad News. Achgut nutzt jeden Angriff zum Gegenangriff wie es journalistischer Usus ist. Die Aufmerksamkeit ist gewiss, die Klickraten steigen bei jedem Skandal – ärgerlich wenn gerade dann der Werbepartner ausfällt, außer wenn es gar nicht darum geht. Handelt es sich vielleicht eher um ein Scheingefecht? Gatekeeper gegen Torwächter? Und die Botschaft die da lauten könnte, wäre, na? Proamerikanisch?

3 Kommentare

  1. Wäre gut, den Artikel nochmal zu überarbeiten, damit man versteht, was überhaupt gesagt sein soll.

  2. Reines Bauchgefühl:
    Ich erachte Broder nicht nur als blasiert und schmalzig sondern auch subversiv.
    Warten wir’s ab!

    Gruß Rolf

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