Ahrtal war gestern: Deutschland ist verantwortlich für Überschwemmungen auf den Philippinen

Ahrtal zerstörte Brücke
Ahrtal / zerstörte Brücke / Foto: O24

Jetzt ist klar, warum die Menschen im Ahrtal ein Jahr nach der Flut noch immer auf staatliche Hilfe warten. Erst sind einmal die anderen dran, alle schön der Reihe nach. Da wären zum Beispiel die Philippinen.

Das Umweltbundesamt  hat nämlich im vergangenen Jahr berechnet, dass die bisherigen deutschen Treibhausgasemissionen allein 2019 weltweit Schäden in Höhe von mindestens 156 Milliarden Euro verursacht haben. Da versteht sich von selbst, dass das Geld nicht für die eigenen Leute ausgegeben werden kann, das wäre ja egoistisch, findet Alex Lo, Kommentator der in Hongkong erscheinenden South China Morning Post.

Diese gar nicht so lustige Meldung findet man auf Telepolis, wo der Autor noch mal tüchtig einen drauf setzt. Es sei nur folgerichtig, wenn die Verursacher für die entsprechenden Kosten aufkommen. Deutschland sei die Nummer sechs, wenn man die historischen Emissionen nach Ländern aufaddiere und Nummer vier, wenn diese auf die Bevölkerung umgerechnet würden. Geld wäre ja genug da, meint Wolfgang Pomrehn, wie man an dem kürzlich von der Bundesregierung aus dem Hut gezauberten gigantischen Aufrüstungsprogramm sehen könne. Das klingt ja nach einer ganz interessanten Mischung irgendwo zwischen Putinversteher und Kapitalismuskritik. Wenn das mal nicht die Nancy auf den Plan ruft, die hat sicher noch Platz in der rechten Schreibtischschublade.