
Der Schicksalstag der Deutschen ist der 9. November. Viele historische Ereignisse fanden an diesem Datum statt. Der Tag, an dem die Mauer fiel, wird allerdings nicht als „Tag der deutschen Einheit“ gefeiert, um die Erinnerungskultur an dunkle Stunden nicht zu gefährden. Mit Schuldbewusstsein lässt sich ein Volk besser lenken, als mit Stolz. Franzosen und sogenannte Amerikaner feiern ihre „Unabhängigkeitstage“ ohne jedes schlechte Gewissen. Doch Stolz und Ehr waren nicht die Triebfedern der Revolution, sondern leere Taschen und Mägen.
Erste Briefe der Gasversorger haben bereits für Entsetzen gesorgt. Die Verbraucher sollen für ihre Abschläge die drei- bis vierfache Summe aufbringen – ab Oktober. Geld, das in vielen Fällen nicht da ist und durch monatliche Einkünfte nicht gedeckt werden kann. Dazu kommen die Teuerungsraten in allen anderen Bereichen, speziell Lebensmittel. Anfang November werden etliche ihr persönliches Waterloo erlebt und keinerlei staatliche Hilfe bekommen haben und vor dem Ruin stehen.
Wehe denen, die sich dafür verantwortlich zeichnen und weiterhin ihre Privilegien offen zur Schau stellen. „Sollen sie doch baden, wenn duschen zu teuer ist.“ Wieder könnte es ein 9. November sein, der das Schicksal unseres Landes in eine andere Richtung lenkt. So Gott will, in eine bessere.

Kommentare
2 Kommentare zu „Inflation: Droht das deutsche 9/11?“