Zivile Todesopfer im Irakkrieg von 2003 bis 2022

grayscale photo of concrete houses

Fast zwanzig Jahre liegt nun der „Ausbruch des Irakkriegs“ zurück. Er begann mit Lügen über Giftgas und Massakern an Säuglingen in Brutkästen. Der von den USA hochgepäppelte Diktator Saddam Hussein war plötzlich und unerwartet in Ungnade gefallen, was natürlich rein gar nichts mit seiner geplanten Abkehr vom Petrodollar zu tun hatte. Er endete am Galgen, während das Land noch immer in Trümmern liegt. Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder verweigerte den USA die Unterstützung, nachdem die von ihm geführte rotgrüne Regierung für den ersten Einsatz der Bundeswehr im Ausland zu verantworten hatte. „Völkerrechtswidrig“ – wie Schröder später zugab.

Im Irakkrieg sind je nach Datenquelle entweder nur 100.000 Menschen ums Leben gekommen oder eine ganze Million. Die sogenannte „Koalition der Willigen“ ließ 1000 bis 2000 Tonnen panzerbrechende Uranmunition verschießen. Anschließende Anstiege bei Krebserkrankungen und Missbildungen bei Neugeborenen stehen selbstverständlich in keinerlei Zusammenhang damit.

Die zivilen Todesopfer interessieren die Weltöffentlichkeit wenig. Bilder von toten Kindern brauchte man nur zur Begründung des Angriffs. Die Zahlen gelten bis 2017 laut Statista als gesichert, danach handelt es sich um vorläufige Angaben.

JahrTodesfälle
200312133
200411737
200516583
200629526
200726112
200810286
20095382
20104167
20114162
20124622
20139852
201420218
201517578
201616393
2017*13183
2018*3319
2019*2393
2020*908
2021*669
2022′62
Quelle: Statista

Keine Demonstration hat damals die USA und ihre Verbündeten vom Irakkrieg abgehalten. Es gab wirklich schöne Lichterketten in den allermeisten europäischen Hauptstädten, die üblichen Boykottaufrufe gegen Coca Cola und McDonalds, die schnell im Sande verliefen. Niemand kam auf die Idee, in Deutschland lebende US-Amerikaner für die Verbrechen des elendigen Schuftes George W. Bush zu beschuldigen. Diese Pfeife war übrigens erst kurz vor den Anschlägen vom 11. September 2001 unter höchst merkwürdigen Umständen ins Amt gekommen – die USA selbst nicht viel mehr als eine Bananenrepublik, ein Schurkenstaat. Diesen Begriff hatte Bush geprägt und sprach von der Achse des Bösen. Gegen solche Länder sei es richtig, Krieg zu führen und sogar Gottes Werk.

Zwanzig Jahre später herrscht Pogromstimmung in Deutschland gegen Russen, weil der russische Präsident imperiale Interessen vertritt und dieses weit weniger hinter schönen Worten versteckt. Krieg ist immer eine schmutzige und blutige Angelegenheit. Feldherren sind keine Friedensfürsten! Friede den Hütten! Krieg den Palästen!

1 Kommentar

  1. Ich bin ganz bei dir. Nur der letzte Satz ist keine Lösung. Die Ursachen werden so nicht geändert. Lies das Buch – Die natürliche Wirtschaftsordnung – von Silvio Gesell.

Kommentarfunktion ist geschlossen.

TippTopp

Mit dem digitalen Euro stirbt auch das letzte 1 Prozent Freiheit

Früher nur ein Thema für Verschwörungstheoretiker wie mich, heute ist der Digitale Euro im Mainstream angekommen. Den Unionspolitikern kann es gar nicht schnell genug...

Eilmeldung: Kriegsrecht in Ungarn verhängt

„Die Regierung, die heute den Eid geleistet hat, hat ihre Arbeit sofort aufgenommen. Wir haben keine Minute verschwendet, weil nebenan Krieg ist. Ein Krieg,...

Darum sind #Affenpocken so gefährlich und wie wir eine Ausbreitung verhindern

Der Erreger und die von ihm ausgelöste Krankheit sind eigentlich ungefährlich, doch Affenpocken haben das Potential zur Pandemie, wenn sie nicht vor Ausbruch bekämpft...