Wer hätte das gedacht? Deutschland zahlt mit neun Milliarden Löwenanteil für die Ukraine

Wie aus dem aktuellen „Ukraine Support Tracker“ des Institut für Weltwirtschaft (IfW) Kiel hervorgeht, hat Deutschland im Jahr 2025 militärische Hilfen in Höhe von neun Milliarden Euro für die Ukraine bereitgestellt – mehr als jedes andere europäische Land. Während die USA sich weitgehend aus der Finanzierung zurückziehen, springt Europa ein. Und an der Spitze: Berlin.

Neun Milliarden Euro – in nur einem Jahr. Eine Summe, die in Deutschland an anderer Stelle angeblich nie vorhanden ist. Für marode Brücken? Kein Geld. Für überlastete Kommunen? Schwierige Haushaltslage. Für Entlastungen der Bürger? Leider nicht finanzierbar. Doch wenn es um Waffenlieferungen geht, scheint der Spielraum plötzlich erstaunlich groß zu sein.

Laut dem Kieler Institut stiegen die europäischen Militärhilfen 2025 im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2024 um 67 Prozent. Gleichzeitig liegen die gesamten Militärhilfen – wegen des US-Rückzugs – insgesamt unter dem Durchschnitt der Vorjahre. Die Lücke, die Washington hinterlässt, wird also zunehmend von europäischen Steuerzahlern geschlossen.

Auffällig ist zudem die Verteilung innerhalb Europas. Westeuropa trägt inzwischen 62 Prozent der Militärhilfen. Osteuropa, das 2022 noch 17 Prozent beisteuerte, kommt nur noch auf rund zwei Prozent. Auch Südeuropa bleibt deutlich zurück. Der Norden beteiligt sich zwar stark – gemessen an seiner Wirtschaftsleistung sogar überproportional –, doch die politische Signalwirkung kommt aus Deutschland.

Die Bundesrepublik, jahrzehntelang zurückhaltend in militärischen Fragen, ist heute größter europäischer Geldgeber eines Krieges, dessen Ende nicht absehbar ist. Während die USA ihre Prioritäten neu ordnen, übernimmt Berlin faktisch die Führungsrolle bei der militärischen Unterstützung Kiews.

Wer hätte das gedacht? Deutschland – einst Mahner der Haushaltsdisziplin – ist zum zentralen Finanzier europäischer Militärhilfe geworden. Die offene Frage bleibt: Wie lange noch? Und wer bezahlt am Ende die Rechnung?

Kommentare

7 Kommentare zu „Wer hätte das gedacht? Deutschland zahlt mit neun Milliarden Löwenanteil für die Ukraine“

  1. Avatar von Ralf.Michael-さん
    Ralf.Michael-さん

    Ich erlaube mir als NonEU-Bürger, mich an keinerlei finanziellem Beitrag zu beteiligen.

    1. Avatar von Sachlichkeit
      Sachlichkeit

      Herr Ralph Michel,
      Sie beteiligen sich, wie alle Bürgerinnen und Bürger an der Staats- oder Sozialquote.

      Um diese Erkenntnisse zu erhalten, müssten man das Geld-, Staats- und Sozialwesen entgegen den Verlautbarungen aus Bildung, Justiz und Politik als Leistungsaustausch-Umlage- und nicht Zahlersystem zu begreifen!

      Haben Sie sich noch nie die Frage beantwortet, wie wohl der Geld- und Wirtschaftskreislauf funktioniert?

  2. Avatar von Sachlichkeit
    Sachlichkeit

    Um die „Ukraine-Investition“ korrekt einordnen zu können, müsste man wissen, wie viel der Geldbereitstellung in Deutschland verblieben ist!

    Dieses Ergebnis wäre für eine Analyse wichtig. Man hätte auch die Buchungsziffern der Ukraine als Zahlungsmittel akzeptieren können, dann hätte die EZB Währungsreserven aus der Ukraine! Saldenmechanik!

  3. Avatar von Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈
    Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈

    Noch Fragen? … Pfui 👹 mit allem Drum und Dran 🔪🔪🔪🔪🔨🔨👹

  4. Avatar von Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈
    Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈

    Noch Fragen?…

  5. Avatar von Kerstin Maurer
    Kerstin Maurer

    Ich kann’s echt nicht mehr hören: Die deutsche Regierung verteilt Milliarden an ein Kriegsgeschehen, das uns Bürger ganz direkt an der Kasse trifft, während hierzulande Kitas, Busse und steigende Mieten chronisch unterfinanziert sind. Dieser Milliarden-Geldregen an die Ukraine geht voll zulasten unserer Steuergelder und wird uns als alternativlose „Solidarität“ verkauft, obwohl viele gar nicht wollen, dass der deutsche Steuerzahler zum Kriegsfinanzierer wird. Kein Plan, keine demokratische Debatte darüber, ob das wirklich unsere Priorität sein sollte. Das fühlt sich an, als würde man uns absichtlich aus der eigenen Tasche bezahlen lassen für einen Konflikt, der uns eigentlich nichts angeht.

    1. Avatar von Sachlichkeit
      Sachlichkeit

      Frau Kerstin Maurer

      Nein trifft Sie nicht, warum denn auch.
      Der Steuerzahler existiert nicht, er ist ein staatlich modelliertes Phantom!

      Oder können Sie, an den Staat, die zur Rückzahlung zugewiesen Quote vornehmen ohne, das Geld vorher erhalten zu haben?

      Die Staatsquote, wie Ihren Lebensunterhalt, auch vom Bankensystem bereitgestellt, müsste aus den Wirtschaftseinnahmen direkt zwischen Wirtschaft und Staat umgelegt werden, denn die Staats- und Sozialquote gehört nicht zum Gegenwert Ihrer Leistung! Alles LUG und TRUG, die Revolution bleibt aus, weil die Menschen, wie Sie, das Geldsystem nicht verstehen. Bringen Sie Ihr Geld auf die Bank, oder haben Sie das Geld von der Bank erhalten? Die Verzinsung ist Betrug!