Buchmesse Frankfurt / Foto: O24

Wen haben die Unions-Ampelisten noch nicht gekauft?

Wohin man schaut – fast alles, was Konten hat und links ist, erscheint gekauft. Kommissar Zufall brachte Neues an den Tag: Auch der angeblich so hoch seriöse und ach so unabhängige Literaturpreisverleiher namens „Börsenverein des Deutschen Buchhandels“ erhielt Regierungsgelder zum Verteilen. Absenderin: Die schillernde, in der Kolonialgeschichte herumturnende Ahnungslose und ansonsten umfangreiche Frau Roth von den grünen. Sie war Kulturbeauftragte der Regierung und hauste im Kanzleramt ganz oben – einer Schnapsidee des Gebäude-Architekten Axel Schultes folgend. Der „Börsenverein“ richtet alljährliche Buchmessen in Frankfurt und Leipzig aus und ist fulminanter Kämpfer gegen von ihm als „rechts“ eingestufte Verlage, die er entweder blockiert oder schikaniert. Dass auch dieser Laden von linken Ministerinnen geschmiert wird, überrascht niemanden, war in dieser Deutlichkeit aber nicht bekannt. Zufällig kam, wie erwähnt, zutage, dass der Börsenverein Regierungsgelder zurückverlangt, die angeblich „rechten“ Verlagsprojekten zufließen sollten. Denunziert wurde die Angelegenheit von einem alten Bekannten, dem DDR-Deutschlandsender-Nachfolger Deutschlandfunk (hier).

Außer dem „Börsenverein“ erhielten auch große Zeitungsgruppen Millionen

Man erinnert sich, dass die – ach so unabhängige – „Frankfurter Allgemeine“ Zeitungsgruppe – genau: ihre „Fazit“-Stiftung – vom deutschen Außenministerium rund 36 Millionen Euro für Dienstleistungen im Netz erhalten hat (hier). Die FAZ bestreitet, dass das redaktionellen Einfluss habe und dass es todsicher nichts mit der erfolgten Umkrempelung der Zeitung von Mitte auf Links zu tun habe – Letzteres als Sicht von Beobachtern. Wenn solche Riesenbeträge fließen, braucht man ein gläubiges oder veridiotetes Publikum, dass die Unabhängigkeitsschwüre für bare Münze nimmt. Das kann die Relotius-Hauspostille „Spiegel“ bezeugen, die Millionen Euro von der Bill Gates Stiftung erhalten hat und natürlich nicht einen Hauch vom Hauch irgendeiner auch nur marginalen Beeinflussung erkennen kann.

Fazit: Wer in Politik, Medien, Gesellschaften und Regierungsorganisationen noch nicht geschmiert worden sei, möge sich melden. Es dürfte lediglich eine Funktion von Zeit und der Recherchentiefe sein, bis man auch hier die Geldströme findet.

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