Warum der Ukrainekonflikt militärisch unlösbar bleibt und die „Zeitenwende“ weg muss

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Die Vorgeschichte des Ukrainekrieges folgte einer klaren Logik und das Ergebnis war teleologisch unausweichlich. Auf den Punkt gebracht: Die USA wollen einen Zugang zum Schwarzen Meer und an dessen Küste Stützpunkte samt Häfen für ihr Militär haben. Damit könnte der Rivale Russland erstens in Schach und zweitens sein Seezugang in Richtung Westen, speziell zum Nahen Osten, kontrolliert werden, wo Russland die „falschen“ Länder unterstützt und USA-gestützte Kräfte rausgeschmissen hat, z.B. in Syrien. 

Dieses sorgfältig beschwiegene Kriegsziel wurde über Jahrzehnte vorbereitet über die Nato-Ausdehnung, mit deren Hilfe die USA immer näher an das Schwarze Meer heranrücken konnten. Dass die Russen das Spiel durchschaut hatten, tausendmal warnten und zuletzt, als ihnen die Krim von Selenski, Biden & Cie wieder abgenommen werden sollte, einmarschiert sind, ist sinnfällig. Das macht den schlimmen Krieg nicht besser, aber manches klar. Man muss wissen, dass die Krim für die Russen ungefähr mit dem Florida der US-Amerikaner vergleichbar und wie dieses nicht herausgebbar ist. Egal, ob der Mann am Moskauer Schaltpult Putin heißt oder anders. Die logische Abfolge der Ereignisse bis zum Krieg entstempelt sowohl den Vorwurf sog. „Verschwörungstheorien“ als auch das Scholzsche Wort einer unvorhergesehen eingetretenen „Zeitenwende“. 

Ein endloser Krieg ist durch die Verblockung der Ansprüche auf die Krim programmiert

Daraus müssen heute die richtigen Schlüsse gezogen werden. Dass die US-Amerikaner seit 1945 keinen ihrer zahllosen Kriege gewonnen, aber millionenfachen Tod in einer langen Reihe kaputtbombardierter Länder hinterlassen und daraus keinen Funken gelernt haben, macht klar, dass man ihnen beim aktuellen Konflikt in den Arm fallen und nicht irgendwo reinkriechen muss. Denn sie machen immer wieder dieselben tödlichen Fehler. Schon bei ihrem Angriffskrieg auf Afghanistan wurde von zahlreichen Experten belegbar festgestellt, dass die Invasion keinen Erfolg haben könne. Erst nach 20 Jahren, Tausenden Toten und Billionen verlorenen Dollar haben die Politiker in Washington das kapiert und die best ausgerüstete Terroristenarmee der Welt nach schmählichem Rückzug hinterlassen. So lange darf im Ukrainekrieg nicht gewartet werden, insbesondere nicht, wenn dort ein Präsident alle jungen Männer im Lande zwangsrekrutiert, immer neue, schwerere Waffen mit ihrer immensen Zerstörungskraft fordert und die Nato in einen potentiellen Atomkrieg hineinziehen will, für sich selbst aber auf den letzten funktionsfähigen Hubschrauber vertrauen darf. 

Schluss mit den Waffenlieferungen, Friedensverhandlungen sofort, weg mit den Sanktionen und  Inbetriebnahme der Nordstream II Gasleitung nach Deutschland

Als Zwischenergebnis bibbert Deutschland der Heizungsrationierung und Industrieabschaltung im Winter entgegen und erhält doch nur vorzeitig das, was die Röttgens, Merzens, Lindners, Baerbocks, Harbecks und so weiter per sofort und ihre Pseudoexperten als tolerierbar berechnet hatten: Den Gas- und Ölstopp aus Russland. Der Verfasser hat keine Neigung, sich wie ein Mönch in seiner kalten Zelle zu kasteien, nur weil Ideologen darauf beharren, eine betriebsfertige Gasleitung, die mit 4 Röhren morgen schon das dreifache unseres Bedarfes liefern könnte, verschlossen zu halten. Der naiven Frau Baerbock und ihrer Corona in der Ampel („ruinieren“, „nie mehr“, „unser Krieg“ usw.) ist wohl die Infantilpolitik durchgegangen, die meint, man könne einer Weltmacht nach eigenem Gusto eine Blockade nach der anderen in die Magengrube hauen, gleichzeitig aber das straffe Parieren dort fordern, wo man das haben will. Also raus aus dem Sumpf, in den Grün-Rot-Gelb uns mutwillig geritten hat und sofortige Verhandlungen mit Russland über das Kriegs- und Sanktionsende. Ob das den US-Amerikanern in ihrer Schwarzmeer-Besessenheit  passt oder nicht, ist kein Gesichtspunkt.

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