Das deutsche Qualitätswaschmittel „Persil“ stand schon 1945 für porentiefe Sauberkeit. So sauber, dass es scheinbar auch braune Flecken aus den politisch nicht ganz weißen Westen auswusch. Nach dem Ende der NS-Zeit (1933 – 1945) gelangten so einige Politiker mit NSDAP-Vergangenheit in die höchsten Kreise der Bundesrepublik – sogar bis in den Deutschen Bundestag.
Die beiliegende Liste zeigt auf, dass insgesamt 61 Abgeordnete des Deutschen Bundestags, die nach 1945 politisch aktiv wurden, früher Mitglieder der NSDAP oder anderer NS-Organisationen waren. Zu diesen Personen gehören auch prominente Figuren wie der ehemalige Bundespräsident Walter Scheel (FDP) und der langjährige Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP).
Auch bekannte Namen wie Horst Ehmke (SPD) und Karl Carstens (CDU), der ebenfalls als Bundespräsident diente, sind auf dieser Liste zu finden. Der SPD-Politiker und frühere Finanzminister Karl Schiller zählt ebenfalls dazu.
NS-Generalleutnant Reinhard Gehlen war während des Zweiten Weltkriegs Leiter der Abteilung Fremde Heere Ost. Nach dem Krieg wurde er von den Amerikanern rekrutiert, um gegen die Sowjetunion zu spionieren, und gründete die Organisation Gehlen, die später zum Bundesnachrichtendienst (BND) wurde, den er bis 1968 leitete.
Jagd nach einem Phantom 2024
Weil diese Personen zum Großteil nicht mehr leben, konzentriert sich die „Braunbekämpfung“ heute auf neue Parteien und neue Abgeordnete, die schon aus der „Gnade der späten Geburt“ keinen NS-Dreck am Stecken haben. Wer noch tiefer in den Archiven gräbt, findet so manchen NS-Täter als Großvater heutiger Politiker – sogar bei den Grün*innen.
Doch je länger die dunkle Epoche zurückliegt, desto mutiger werden die heutigen „Widerstandskämpfer“ und suchen sich neue „Jagdgründe“, wo keine sind. Aber für bunte Geschichten in der Presse reicht das offenbar noch immer.
Für eine vollständige Liste der betroffenen Abgeordneten konsultieren Sie die offizielle Dokumentation des Bundestags unter folgendem Link:
Hier klicken: Zur NS-Vergangenheit von Mitgliedern des Deutschen Bundestages



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7 Kommentare zu „Von NSDAP-Braun zu Schwarz, Rot und Gelb“