USA und China: Plötzlich Frieden an der Zollfront – nur Europa zahlt weiter

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Ein Paukenschlag im globalen Handelskrieg: Die USA und China haben sich laut Handelsblatt überraschend auf eine drastische Senkung ihrer gegenseitigen Zölle geeinigt. Die US-Abgaben auf chinesische Produkte sollen von 145 auf 30 Prozent fallen, China senkt im Gegenzug seine Zölle auf US-Waren von 125 auf 10 Prozent – allerdings nur für 90 Tage.

Nach jahrelanger Eskalation im Zollstreit scheint plötzlich wieder Harmonie zu herrschen – zumindest zwischen Washington und Peking. Von dieser neuen Annäherung profitieren vor allem große Konzerne und Börsen. Der DAX schoss prompt auf ein Rekordhoch, die Märkte jubeln.

Für Europa bleibt dagegen wie so oft: nichts. Während sich die zwei größten Wirtschaftsmächte der Welt einander annähern, schauen Brüssel und Berlin tatenlos zu – und zahlen die Rechnung über steigende Preise, Abhängigkeiten und ein wachsendes Handelsdefizit.

Offiziell will man eine ausgewogenere Handelsbeziehung. In Wahrheit geht es um knallharte Interessenpolitik. Strategische Bereiche wie Halbleiter, Stahl oder Medikamente bleiben außen vor – dort hält man sich alle Optionen offen.

Ein weiteres Kapitel in einem Spiel, bei dem Europa längst nur noch Zuschauer ist.


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4 Antworten zu „USA und China: Plötzlich Frieden an der Zollfront – nur Europa zahlt weiter“

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