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Unsportliche Demokratie?

Undenkbar ist, dass Stadionbesucher VORAB darüber abstimmen dürften, wer der Sieger eines Wettbewerbs werden solle. Wer jedoch in der Politik mit Versprechungen und Medienhilfe auftrumpft, der wird gewählt, BEVOR er Leistungen erbracht hat. Im Stadion oder im Schwimmbecken wird der Beste aber durch objektive Messungen ermittelt. In der Politik zählt aber nicht mehr, wer auf der Nebenbahn im politischen Wettkampf die besseren Lösungen aufzeigt. Konkurrenten auf der Nebenbahn werden stets mit 50,1 Prozent demokratisch überstimmt.

„Möge der Bessere gewinnen“, heißt es.

Im Sport zählt eben nur die Leistung. Wer aber am Wahlabend die meisten Stimmen einfährt, auch als Koalition, der hat den Lorbeerkranz gepachtet. Das Ergebnis: Vier Jahre stehen sie fest auf dem Siegerpodest, während andere vielleicht mit besseren Ideen keine Chancen mehr haben. Im Sport ist das gänzlich unvorstellbar. Ein Weltmeistertitel von heute kann schon in wenigen Tagen von einem Besseren errungen werden. Auch deshalb ist Sport so spannend und Politik für die Zuschauer oft so langweilig.

Bessere Lösungen für die Katz?

Wozu dann noch Diskussionen im Parlament, wenn von vornherein feststeht, dass neue und selbst objektiv bessere Ideen stets abgelehnt werden? Das führt dazu, dass nur ideologisch-politische „korrekte“ Ideen durchgewunken werden. Die vielleicht besseren Ideen – insbesondere solche von oppositionellen Parteien – werden „nicht einmal ignoriert“.  Bonmot von Franz-Josef Strauss.

Sport als Vorbild für die Demokratie

Wie im Sport sollte auch Politik erpicht sein, dass immer die bessere Idee gewinnt – und das kontinuierlich und nicht nur alle vier Jahre. Es ist Zeit, dass unsere Demokratie sportlicher wird, damit bessere Lösungen auch wirklich eine Chance haben. Zur Freude der Zuschauer.

Wenn die Demokratie das „nicht schafft“, dann schafft sie sich ab.


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