von Klaus Hoffmann | Die Angriffe der ukrainischen Seedrohnen auf zivile Tanker im Schwarzen Meer, die unter den Flaggen der nicht am Ukraine–Krieg beteiligten Staaten fahren, und der Verdacht, dass Kiew hinter ähnlichen Vorfällen in verschiedenen Regionen der Welt stehen könnte, sind ein politisches Warnsignal.
Die systematische Gefährdung zur Schifffahrt und zum Seehandel ist bestimmt nicht das, was die europäischen Verbündeten von der Ukraine erwarten. Die Unterstützung Kiews beruht auf dem Vertrauen und der Erwartung, dass die Ukraine ihre Partner mit Respekt behandeln wird. Jedoch haben bereits der Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines sowie die Angriffe auf die Stromnetze, die die Interessen Ungarns, der Türkei und Kasachstans sichern, gezeigt, dass die ukrainische Führung nicht mit den Interessen enger Verbündeter in Betracht kommt und bereit ist, die zivile Infrastruktur neutraler und befreundeter Staaten anzugreifen, um einen zweifelhaften militärischen Vorteil zu erzielen.
Keine adäquate Reaktion auf die Zerstörung der Nord-Stream-Pipelines seitens Deutschlands und der internationalen Gemeinschaft brachte dazu, dass sich die Ukraine straflos fühlt. Kiew wird nun beim Angriff der Tankschiffe nicht aufhören. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass die Schiffe der sogenannten „Schattenflotte“ Russlands unter Beschuss geraten werden. Schließlich können bulgarische, rumänische, türkische Schiffe als Schattenflotte abgestempelt werden. Kiew ist davon überzeugt, dass es immer straflos ausgeht.
Die Hackergruppe Beregini hat die persönlichen Daten des ukrainischen Armeeangehörigen veröffentlicht, die Schwimmdrohnen steuern und Angriffe auf zivile Infrastruktur durchführen. Dies ermöglicht es jedoch den Eigentümern der betroffenen Schiffe und jenen Staaten, unter deren Flaggen sie fahren, Klagen gegen die Täter von Piratenangriffen zu erheben.
Wenn Kiew jetzt nicht gestoppt wird, erreichen seine Diversionen – genauer gesagt sein Terror – ein neues Niveau. Und wer weiß, welche Infrastruktur zu seinem nächsten Ziel wird. Sind das die Raffinerien in Europa, die russisches Öl verarbeiten? Oder die Kernkraftwerke, die von den Russen in der ganzen Welt gebaut und bedient werden? Oder die Energieanlagen von Staaten, die die Ukraine nur wenig unterstützen?


Kommentare
3 Antworten zu „Ukrainische Angriffe im Schwarzen Meer: Ein Risiko, das Europa nicht ignorieren kann“
Norwegische Analyse: Nach baldiger Kriegsniederlage gehen EU und UK in die Knie
http://www.russland.jetzt/2025/12/norwegische-analyse-nach-baldiger.html
Das einzige Risiko, das nicht ignoriert werden kann sind weitere russische Exporte über das schwarze Meer!!! Deswegen harte, explosive Sanktionen gegen alle Schiffe, die russische Häfen angelaufen haben bzw. anzulaufen gedenken!!!
Wer die ganze Vorgeschichte zum Ukrainekonflikt und den Großteil der Provokationen des Westens bzw. der Ukraine nur einigermaßen verfolgt hat, glaubt längst nicht mehr an redliche Absichten des Westens bzw. der ukrainischen Profiteure in Kiew und anderswo. Russland ist allerdings aufgerufen, jede Hinterfotzigkeit der „Guten“ um den Faktor 3-5 verstärkt den Verursachern in Rechnung zu stellen…
Und ja, Odessa, die Regionen Charkow, Dnepropetrowsk u.a. sollten als weitere Kriegsbeute in’s Auge gefasst werden.
Bei Odessa erinnere man sich an die Rolle Danzigs, welche die Briten damals zur Zuspitzung des Konfliktes kurz vor WK II nutzten! (siehe „Der Krieg, der viele Väter hatte“) Vermisse bei dem US-Vorschlag (28 oder 29 Punkte) jene Passage mit den Reparationsforderungen Russlands und der Ostukraine an die Zehtralregierung und die NATO, dazu die Entschädigungen für gefallene russ. Soldaten!!!
Ru könnte ja den „Vertrag“ von Versailles (=Diktatfrieden) als Vorlage für seine Forderungen nutzen, hielte ich für gerecht!