Überwachung, aber warum?

Ja, was ist gut daran? Schauen wir uns doch einmal die Verschärfung des Waffenrechts an. Wie Rechtsanwalt Christian Solmecke in seinem letzten Video zusammengefasst hat, will der „Gesetzgeber“ lückenlos überwachen, wann welche Waffe, an wen verkauft worden ist und wie sich die Besitzer nach dem Erwerb entwickeln. Dazu sollen sie beobachtet werden, ansonsten ist das wohl kaum möglich, und wenn sie in eine falsche politische Richtung abdriften, wird die Waffenerlaubnis wieder zurückgenommen.

Viele Menschen finden das richtig, wenn der Staat uns vor bösen Extremisten beschützen will, wie er behauptet, nur komisch, dass ganz gewöhnliche Kriminelle immer noch Waffen haben und diese auch noch einsetzen, obwohl das verboten ist …

Abseits vom Waffenrecht denken die Leute aber leider nicht anders. Und all das ist nicht neu.

Überwachung,aber warum? – Teil 1 from Nadine R on Vimeo.

Ich bin quer durch die halbe Republik gereist, konnte mich schon vor der „Snowden-Affäre“ kaum vor Auftrittsanfragen retten, die manchmal sogar recht gut bezahlt wurden. Aber meist habe ich meine Liedchen umsonst geträllert, weil bis auf die wenigen Interessierten, sich eben niemand für das Thema interessiert. Jetzt sind wir wieder einen Schritt weiter, weil wir eben alle Terroristen sind. Vorratsdatenspeicherung, Spionageelektronik in jedem Neuwagen, die schleichende Bargeldabschaffung sind nur ein paar Bausteine des Überwachungsstaats, in dem aber gleichzeitig Millionen Fremde ungehindert einreisen und mit falschen Identitäten Sozialleistungen erschleichen können.

Heute wollen natürlich viele der einstigen Empörten und Kämpfer gegen den Überwachungsstaat nichts mehr von mir wissen, obwohl ich nie mit meiner Meinung hinter dem Berg gehalten habe. Etwa zum „Islam“, dessen Anhänger sich komischerweise nirgendwo für die guten Sachen engagieren, zum Beispiel gegen Stuttgart 21. Heute machen immer mal wieder gewissen Männergruppen den Schlosspark unsicher, aber das ist natürlich kein Problem …

Fürsprecher, sehr prominente Fürsprecher und ausgesprochene Überwachungsgegner, sowie „Grünen-Hasser“, teils aus Reihen der Grünen überschütteten mich wegen meiner paar frechen Liedchen mit überschwenglichem Lob, als hätte ich das fünfte Evangelium geschrieben. Mit dem ein oder anderen, der dann in Mainstream und Privatfernsehen seinen Weg machen konnte, habe ich mir ab zu die Garderobe geteilt und auch vor leeren Plätzen gesungen, wenn es sein musste. Ich weiß, dass viele eine ganz andere Einstellung haben, als sie auf der Bühne vorgeben, aber vor lauter Angst, in den Zeiten ohne Engagement auf Hartz 4 angewiesen zu sein und eventuell nicht mehr herauszukommen, ist größer. Wirklich „links“ sind nur wenige …

Auch Reinhard Mey, den die Linken von heute so gerne hören, hat sein „Sei wachsam“ umsonst gesungen. Früher haben sie ihn einen angepassten Schlagersänger geschimpft, weil er ihnen nicht kritisch genug war. Und morgen steht dann dank all der Anpasserei der Staatsschutz vor der Tür, weil irgendjemand den falschen Tweet geliked hat, die Bude wird nach Waffen durchsucht und ein Karnevalsflitzebogen als vermeintliche Anscheinswaffe beschlagnahmt. Gleichzeitig dient das Utensil als Beleg für Rassismus und die Sache ist rund.

 

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