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Stahlwerke machen dicht und die Regierung lenkt mit Umsturz-Greisen ab

Wie der Zufall spielt: Während die Existenzprobleme der Stahlindustrie im Ruhrgebiet durch Werksschließungen hervortreten, präsentieren  Ampelregierung und die angeschlossenen Medien auf großer Bühne Greise, die angeblich einen Umsturz planen. Wer hier an Ablenkungsmanöver denkt, könnte auch den Großteil der Berichterstattung über den Ukrainekrieg  verstanden haben. 

Die Stahlindustrie im Ruhrgebiet – der Rest, der sich noch halten konnte – macht Zug um Zug dicht. Man kennt die Mannesmann Röhrenwerke, deren nahtlose Produkte als Pipelines in aller Welt liegen. Die Röhrenfertigung kam zur französischen „Vallourec“ und wird aktuell an den Standorten Düsseldorf und Mülheim an der Ruhr dichtgemacht (hier). Grund: Wegfall der Konkurrenzfähigkeit durch zu hohe Gestehungskosten. 2.400 Arbeitsplätze lösen sich in der Luft grüner Klimaverheißungen auf.

Der Kanzler besichtigte an der Ruhr die russische Turbine, sah aber über die siechen Stahlwerke hinweg

Der nächste Schlag: Der größte Stahlkonzern des Ruhrgebietes, Thyssen-Krupp, wird sein – gemeinsam mit Salzgitter und Vallourec betriebenes –  Hüttenwerk HKM in Duisburg entweder mit – nicht ersichtlichen – 2 Milliarden Euro auf die grüne Direktreduktion mittels Wasserstoff umstellen oder muss gleichfalls dicht machen. Letzteres artikulieren führende Gewerkschaftler (hier). Denn weder sind Wasserstoff aus klimaneutraler Quelle, noch ersatzweise Erdgas zu konkurrenzfähigem Preis noch die Investitionssumme vorhanden. Man will die öffentliche Förderung, aber das Land NRW ist bis über die Toppen mit Schuldtiteln beflaggt und sein Herr Wüst hat soeben den Finanznotstand ausgerufen (hier). Es drängt die Zeit, da die bisherigen Hochöfen absehbar verbraucht sind und Zeit ist auch nicht vorhanden. Mit Kollateralen steht eine fünfstellige Zahl von Arbeitsplätzen zur Disposition. Es spricht nach der chronischen Deindustrialisierung des Ruhrgebietes alles dafür, dass die Gewerkschaftler mit ihrer Prognose auch hier Recht haben und dass die Stahlproduktion auslaufen wird.  

Ein kleineres Stahlwerk blüht vom Ukrainekrieg auf, hängt aber an der elektrischen Stromschmelze und ist beim Black out weg vom Fenster: Die Friedrich Wilhelms-Hütte in Mülheim an der Ruhr. Man muss kein Hellseher sein, was die Probleme des Werkes nach Kriegsende und angesichts explodierender Strompreise betrifft. Einen Kilometer Luftlinie entfernt stand Kanzler Scholz an der russischen Nordstream-Turbine Modell für die Fotografen; das Stahlwerk wäre der richtige Ort für seine Weiterbildung gewesen – ganz ohne Fotografen.


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Kommentare

  1. Das rutscht alles ungesehen durch, während in Politik und Medien Alarmismus um Schwulitäten und Spekulationen des Herrn Habeck nach vorn geholt werden.

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