Staatsdefizit 132,5 Milliarden – Importpreise explodieren

Noch ist „Corona“ an allem schuld. Das Staatsdefizit ist vor allem so hoch, weil das „Wirtschaftswachstum“ fast ausschließlich den hohen Umsätzen solcher Konzerne wie „Biontech“ zu verdanken ist. Und der rasante Anstieg der Importpreise erreicht inzwischen so dramatische Höhen wie zurzeit der „Ölkrise“ in den Siebziger Jahren.

Das Bundesamt für Statistik informiert:

Die Staatsfinanzen waren auch im Jahr 2021 von der Corona-Krise geprägt. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ergibt sich für das Jahr 2021 ein Finanzierungsdefizit des Staates in Höhe von 132,5 Milliarden Euro. Das Defizit bleibt damit hoch, verringerte sich aber im Vorjahresvergleich um 12,8 Milliarden Euro. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in jeweiligen Preisen errechnet sich für 2021 eine Defizitquote von 3,7 %. Damit wäre der zurzeit ausgesetzte Referenzwert des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts von 3 % zum zweiten Mal in Folge verfehlt worden.

Importe

Die Importpreise waren im Januar 2022 um 26,9 % höher als im Januar 2021. Eine höhere Vorjahresveränderung hatte es zuletzt im Oktober 1974 im Rahmen der ersten Ölpreiskrise gegeben (+28,8 % gegenüber Oktober 1973). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr im Dezember 2021 bei +24,0 % gelegen, im November 2021 bei +24,7 %. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2021 stiegen die Importpreise im Januar 2022 um 4,3 %. Eine höhere Steigerung gegenüber einem Vormonat hatte es zuvor im Januar 1980 gegeben (+4,4 % gegenüber Dezember 1979).

Energieeinfuhren waren im Januar 2022 um 144,4 % teurer als im Januar 2021 (+12,9 % gegenüber Dezember 2021). Der hohe Anstieg im Vorjahresvergleich ist insbesondere durch die stark gestiegenen Preise für Erdgas begründet. Diese lagen im Januar 2022 mehr als viermal so hoch wie im Januar 2021 (+302,7 %). Deutlich teurer als vor einem Jahr waren auch Erdöl mit +66,8 % und Mineralerzeugnisse mit +73,2 %.

Ein Kommentar

  1. die ‚Verschuldung‘ ist geplant, denn das Finanzsystem ist seit 2008 immer nocht tot und konnte – systembedingt – auch mit jahrelanger Nullzinspolitik nicht wiederbelebt werden. Jetzt schafft man mit der maßlosen Verschuldung neue Zahlesel für die Zukunft, die eigenen Völker. Und zwar auf weitere 2 bis 5 Generationen, ganz ähnlich den Tributzahlungen Deutschlands an die Alliierten. Wer nicht bereit für eine völlig neue Finanzarchitektur nach dem Vorbild des ‚Glass-Steagal-Act der USA und der Eindämmung der Spekulation der wird sich tiefer und tiefer in den Morast der Hyperverschuldung – und letztlich Hyperinflation begeben. Eine solche Politik ist unverantwortlich und hat in der Geschichte leider mehr als ein trauriges Beispiel.

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