SPIEGEL entdeckt AfD-Position: Holt unser Gold zurück!

Ausgerechnet der SPIEGEL fordert plötzlich, Deutschland müsse seine Goldreserven aus den USA zurückholen. In einem Leitartikel mit dem Titel „Holt unser Gold zurück!“ argumentiert Finanzredaktor Tim Bartz, es sei „verantwortungslos“, weiterhin 1236 Tonnen deutsches Gold im Wert von rund 150 Milliarden Euro in einem Land zu lagern, „dessen Führung keine Skrupel mehr kennt“. Die Heimholung unter dem Motto „Germany first“ könne sogar US-Präsident Donald Trump überzeugen, meint Bartz.

Was der SPIEGEL nun als neue Erkenntnis präsentiert, ist seit vielen Jahren eine zentrale Forderung der AfD. Peter Boehringer, stellvertretender Bundessprecher der AfD, Bundestagsabgeordneter und einer der profiliertesten Kritiker der deutschen Goldlagerpolitik, fordert die vollständige Heimholung des deutschen Staatsgolds seit langem. Wir haben Boehringer um eine Stellungnahme zur SPIEGEL-Forderung gebeten. Hier seine Antwort:

„Auch eine (wie der SPIEGEL) völlig kaputte Uhr zeigt wenigstens zweimal am Tag die richtige Zeit. Bzw. kommt hier mal – wenn auch aus nicht ganz falschen aber völlig unzureichenden – Gründen zum richtigen Ergebnis: Ja, das deutsche Staatsgold muss nach Deutschland zurückgeholt werden – unsere Rede seit etwa 15 Jahren. Eigentlich seit dem Ende des Kalten Kriegs 1990. Es ist aber begrüßenswert, dass nun sogar der Spiegel als Anti-AfD-Blatt sich dieser ökonomischen Trivialität bzw. währungstechnischen Weisheit endlich ergibt. Auch wenn die international neue, unregelhafte Ordnung von Trump, EU usw. eher nur kleine Nebenargumente für die aus übergeordneten und langfristig gültigen Gründen zwingende Heimholung des deutschen Staatsgolds ist.

Deutschland verfügt mit ca. 3350 Tonnen im internationalen Vergleich über eine sehr große Reserve an Staatsgold. Der Buchwert dieses Horts steigt seit Jahrzehnten an und hat sich aktuell sogar in nur zwei Jahren seit Anfang 2024 auf nun etwa 400 Milliarden Euro verdoppelt. Alleine der Aufwertungsgewinn des deutschen Goldes beträgt in der Bundesbank-Bilanz mehr als das 150-fache des Eigenkapitals unserer Zentralbank. Gold ist damit auch heute noch trotz offiziell fehlender Golddeckung von einst D-Mark und derzeit Euro faktisch ein wichtiger psychologischer und materieller Stabilitätsgarant unserer Währung. Die einzige substanzielle Position auf der Aktivseite der Bundesbank-Bilanz ohne Gegenparteienrisiko ist eben die der Goldreserven.

Nach einer erfolgreichen Bürgerinitiative und Heimholung ab 2013 von großen Teilen des deutschen Auslandsgolds lagern heute etwa 51 Prozent des deutschen Staatsgolds in Deutschland. Noch immer jedoch befinden sich 49 Prozent im Ausland – insbesondere in New York bei der Federal Reserve und in London bei der Bank of England. Diese noch im Ausland lagernden Tonnagen sind inzwischen etwa 200 Milliarden Euro wert – doppelt so viel wie der deutsche Gesamtbestand noch 2013.

Die Lagerung in den USA und in Großbritannien ab 1951 war zwar in den 1950er- und 1960er-Jahren während des historischen Bretton-Woods-Weltwährungssystems von Vorteil. Dieses System besteht jedoch seit vielen Jahrzehnten nicht mehr.

Die ‚Goldene Währungs- und Souveränitäts-Reserve‘ eines Landes muss grundsätzlich ohne Lagerrisiko im jeweiligen Eigentümerland liegen. Der Verbleib des deutschen Staatsgoldes im Ausland ist daher schon lange nicht mehr zu rechtfertigen. Er stellt ein sehr einfach vermeidbares strategisches und währungspolitisches Risiko dar. Die Bürger unseres Landes als Eigentümer des von der Bundesbank nur treuhänderisch verwalteten Goldvermögens haben einen Anspruch darauf, dass sich ihr nationales Vermögen ohne Drittparteienrisiko vollständig unter deutscher Hoheit auf deutschem Boden befindet.

Das Dauer-Gegenargument der Deutschen Bundesbank lautet, das Gold müsse im Ausland lagern, um es im Krisenfall gegen Devisen tauschen zu können. Diese Argumentation ignoriert sowohl die grundlegende Natur guten Geldes als auch historische Erfahrungen aus Währungskrisen. Ausgerechnet in globalen Krisen soll Gold gegen Papierforderungen eingetauscht werden? Das ist widersinnig.

Niemand versteht angesichts der historischen Umbrüche und Vertrauensbrüche im internationalen Regelwerk, warum eine allein dem deutschen Interesse verpflichtete Zentralbank in einer Krisensituation die ultimative Währung Gold gegen hochriskante Papierforderungen tauschen wollte. Weltweit ist vielmehr ein massiver Trend zur physischen Rückholung von Edelmetallen ins eigene Land zu beobachten.

Die Argumentation der Bundesbank ist heute endgültig nicht mehr nachvollziehbar. Sie ist ahistorisch, irrational und geradezu absurd. Zudem ist Gold problemlos auch in Frankfurt handelbar, falls man es im Ernstfall verkaufen wollte.

Die Rückführung unseres Bundesbank-Goldes ist daher ein zwingend erforderlicher und lange überfälliger Schritt, um die Eigentümerschaft, Verfügbarkeit und souveräne Handlungsfähigkeit Deutschlands über dieses Vermögen seiner Bürger sicherzustellen.“


Peter Boehringer, stellvertretender Bundessprecher der AfD, Bundestagsabgeordneter und Autor von „Holt unser Gold heim“.

Kommentare

2 Antworten zu „SPIEGEL entdeckt AfD-Position: Holt unser Gold zurück!“

  1. Avatar von DR.Faustus hat beschlossen und verkündet...

    Natürlich stimmt das,dass es von der AfD kommt 👍 Ich hab mal vor langer Zeit irgendwie was vernommen 🙃 eine Weile Jahre her 🙃,aber das von der AfD ist wirklich TOP👈 Fein raus gearbeitet,der Gewisse mit…. Missing Link… 👍

  2. Avatar von DR.Faustus hat beschlossen und verkündet...

    Der Dr.Faustus ist aber ehrlich,denn noch vor der AfD hat er das auch schon von Russischer Seite vernommen 🙃 So isses,aber richtig Super gebracht hat’s die AfD, unglaublich verfeinert das ganze Ganze…👍👍👍

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