SPD will impfunwilligen Hausärzten Zulassung entziehen lassen

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Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Dirk Wiese will Hausärzten, die sich hartnäckig weigern, in ihren Praxen Patienten zu impfen, die Zulassung entziehen lassen. „Ärzte haben einen Versorgungsauftrag – und das Impfen gehört dazu“, sagte der Politiker aus Brilon der Westfalenpost (online und Montagausgabe). Wer seiner Pflicht nicht nachkomme, müsse mit Konsequenzen rechnen. Wiese ist derzeit kommissarisch gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion.

„Mein Dank gilt allen Medizinern, die zum Teil bis spät in den Abend und sogar an den Wochenenden alles dafür tun, um die Pandemie zu bekämpfen. Aber ein kleiner Teil der Ärzte verhält sich unsolidarisch und schiebt die Bürokratie oder das Tagesgeschäft als Begründung vor“, sagte Wiese. „Das geht so nicht.“ Er appellierte an die Kassenärztlichen Vereinigungen, diesen Ärzten ein Bußgeld anzudrohen oder „im schlimmsten Fall die Zulassung zu entziehen“.

2 Kommentare

  1. Obwohl die Ärzte mehr für das Impfen bekommen als für eine Behandlung in der Sprechstunde wollen die Ärzte nicht? Woran könnte das liegen? Von 70.000 Praxen hat sich fast die Hälfte zurück gezogen?
    Was mag der Grund dafür sein. Lieferengpässe der Impfstoffe? Massenhaft Tests nebenbei? Das bereits ausfüllende Tagesgeschäft gar. Als ob das gar nichts wäre bei der vor allem sinkenden Zahl der Ärzte auf dem Land mit immer mehr Patienten, die gar keinen Arzt mehr haben und betteln müssen überhaupt noch untersucht und behandelt zu werden. Wenn denen die Zulassung entzogen wird, dann sieht es schlecht aus für die medizinische Grundversorgung, zumal auch Kliniken geschlossen werden und der Rest immer mehr Festungen gleichen.

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