Schweinesystem bleibt Schweinesystem: Inflation 9,1 Prozent – Leitzins 1,25 Prozent

Grafik: O24

Es ist ein historischer Schritt der EZB, so jubeln die Hofberichterstatter. Die Erhöhung um 0,75 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent sei unvermeidlich gewesen, wissen angebliche Experten zu ergänzen. Es gibt also wieder Zinsen für „Sparer“, bei einer Rekord-Inflation von 9,1 Prozent. Damit bleibt es doch bei der rasanten Geldentwertung, sie wird nicht mal wirklich gebremst dadurch. Wenn Leitzins und Inflation derart auseinander klaffen, kann es nur weiter bergab gehen. So werden die Bauzinsen weiter steigen, was sich auf die aufgeblasenen Immobilienpreise auswirken wird. Nicht sofort, aber bald. Für Normalverdiener ist der Traum vom Eigenheim nicht mehr finanzierbar. Wenn die Blase platzt, beginnt der Alptraum auch für alle, die eine Anschlussfinanzierung benötigen. Insolvenzverwalter haben Hochkonjunktur, der Rest muss den Gürtel enger schnallen.

Die Bundesregierung schwört die Bürger auf einen harten Sparkurs ein, auch die geliebten Beamten müssen dran glauben. In ersten Bundesländern hat es bereits Verordnungen gegeben, nach denen die Amtstuben im Winter nur bis auf maximal 19 Grad erwärmt werden dürfen. Und der Bundespräsident lässt schon seit längerem nachts das Licht ausknipsen. Das klingt nach vorbildlichen Sparschweinen. Doch das wäre ja zu schön, um wahr zu sein.

15 Milliarden Euro für …

Und was bekommt der einzelne Bürger? Irgendwas um die 300 Euro Energiekostenhilfe.

Eine einfache Rechnung. Die BRD hat ca. 83 Millionen Einwohner. 15 Milliarden liegen dann bei ca. 180 Euro pro Kopf. Was bleibt übrig, wenn man diese 180 Euro, von den 300 abzieht? Weniger als die Hälfte. So verhält es sich grundsätzlich mit steuerlichen Hilfen. Was dem Lastenträger erlassen wird, muss ihm an anderer Stelle wieder untergejubelt werden. Sonst bricht das System zusammen.

Wirtschaftstheoretiker, die der Habeckschen Schule der Ökonomie anhängen, werden genau andersherum rechnen. Ihnen zufolge würde jeder einzelne Bürger auch von den 180 Euro Pro-Kopf-Schulden profitieren. Der großzügige Staat würde in Wirklichkeit nicht nur 300, sondern 480 Euro (300 + 180 = 480) für seine Bürger übrighaben. Auch wenn das Geld gar nicht auf ihr Konto überwiesen wird, wäre es ja da, nur woanders, aber zu ihrem Besten, damit der große too big to fail „Versorger“ Uniper nicht pleite geht. Aber im Habeck-Universum wird man gar nicht insolvent, wenn man kein Geld mehr hat. Jedenfalls nicht sofort. Man stellt eben einfach den Betrieb ein, dann braucht man auch kein Geld. Gas brauchen wir ja auch keins. Dann bräuchten wir doch auch kein Uniper, oder habe ich da was verwechselt? Am besten noch mal Robert fragen…

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