Rückkehr der politischen Wandervogelin: Frauke Petry will schon wieder eine Partei gründen

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Frauke Petry ist zurück – mal wieder. Die ehemalige AfD-Chefin, Parteigründerin, Parteiauflöserin und Talkshow-Dauergast kündigt mit großer Geste die Gründung einer neuen Partei an. Der Name: Team Freiheit. Der Inhalt: vage Ideen, viel Eigenlob – und vor allem eins: die Hoffnung auf ein Comeback im Politikbetrieb.

Petry stieg 2013 in die damals noch eurokritische AfD ein, übernahm bald den Vorsitz – und verließ die Partei 2017 im Streit, nachdem ihr der Kurs nicht mehr passte. Noch im selben Jahr gründete sie die „Blaue Partei“, die sich als Alternative zur Alternative verstand. Politisch interessiert hat das niemanden. 2019 war Schluss.

Jetzt also der dritte Anlauf. Mit dem Verein Team Freiheit, der bald zur Partei werden soll, will Petry dem „Staatsautoritarismus“ den Kampf ansagen. Die Staatsquote soll auf 25 Prozent gedrückt werden – eine Zahl, die sich gut anhört, aber in der Realität nicht mal ansatzweise durchgerechnet ist. Dazu noch ein paar Schlagworte wie „kulturelle Westbindung“ und „bürgerliche Werte“ – fertig ist das Manifest.

Doch wer sich an ihre bisherigen Polit-Versuche erinnert, erkennt das Muster: große Worte, mediale Aufmerksamkeit – und wenig Substanz. Die alte Leier vom „neuen Weg“ im bürgerlichen Spektrum wird wieder aufgewärmt. Doch dieser Weg führt regelmäßig ins politische Nirwana.

Petry behauptet, sie wolle keine Stimmen von CDU oder AfD abgreifen, sieht aber eine „Lücke im Parteiensystem“. Die Realität: Es ist eher ein Karriereloch, das sie mit PR füllen will.

Frauke Petry startet den nächsten Anlauf auf ein politisches Comeback – doch wer zweimal gescheitert ist, sollte sich beim dritten Mal nicht wundern, wenn niemand mehr klatscht. Team Freiheit? Eher Team Relevanzverlust.


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7 Antworten zu „Rückkehr der politischen Wandervogelin: Frauke Petry will schon wieder eine Partei gründen“

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