Der Rüstungskonzern Rheinmetall will künftig nicht nur mit Panzern und Munition, sondern auch mit klimafreundlichem Kraftstoff punkten. Laut einem Bericht von n-tv denkt der Konzern über den Einstieg in die E-Fuels-Produktion nach – mit dem Ziel, Europa unabhängiger von russischer Energie zu machen.
Das Vorhaben erinnert fatal an historische Vorbilder: Schon die Nationalsozialisten schlossen mit der IG Farben einen „Benzinvertrag“, um unabhängig von Rohölimporten zu werden und die Kriegsmaschinerie mit synthetischem Kraftstoff zu versorgen. Das damalige Vorhaben scheiterte grandios. Die Parallelen zur heutigen geopolitisch motivierten Wende sind unübersehbar, wie ein früherer Artikel bei Opposition24 belegt.
Während die Bundesregierung E-Fuels im PKW-Bereich weiter skeptisch sieht, will Rheinmetall mit synthetischen Treibstoffen eine neue Frontlinie gegen Moskaus Einfluss aufziehen – bevorzugt produziert im Ausland, dort wo Sonne und Wind für „grüne“ Energieträger sprudeln. Doch geht es hier wirklich um Klimaschutz oder eher um die Vorbereitung auf ein neues Zeitalter wirtschaftlicher Mobilmachung?
Ein Rüstungskonzern als Energiewende-Held – oder ein Déjà-vu der deutschen Geschichte? Die Debatte ist eröffnet.


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3 Kommentare zu „Rheinmetalls E-Fuels-Offensive: Vom „Benzinvertrag“ zu synthetischem Sprit – Wiederholt sich die Geschichte?“